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VfB Eppingen kommt nie richtig im Derby gegen den FC Zuzenhausen an

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In einem Spiel auf zuweilen mäßigem Niveau ist der FC Zuzenhausen die bessere Mannschaft und gewinnt verdient das Derby der Fußball-Verbandsliga Nordbaden. VfB-Trainer Christian Schweinfurth hatte genügend Ansätze zur Kritik.

Der VfB Eppingen hatte große Mühe mit Norman Refior (vorne) und dem FC Zuzenhausen. Die Gäste gewannen das Eröffnungsspiel verdient mit 4:2.
Der VfB Eppingen hatte große Mühe mit Norman Refior (vorne) und dem FC Zuzenhausen. Die Gäste gewannen das Eröffnungsspiel verdient mit 4:2.  Foto: Krüger, Klaus

Die Freude musste raus in den Abendhimmel von Eppingen. So dauerte es auch nicht lange, bis am Freitag kurz nach Spielende das typische "Derbysieger, Derbysieger, hey, hey" durch die HWH-Arena von Eppingen hallte. Der FC Zuzenhausen feierte sich, feierte den 4:2-Derbysieg mit dem er zum einen ein aufkommendes Trauma abwendete, zumal die Gäste lange nicht mehr beim Nachbarn gewonnen hatten. Auf der anderen Seite verhagelten die Gäste Eppingens neuem Trainer Christian Schweinfurth die Premiere.

Eppingen zeigt kein gutes Spiel

Dass Zuzenhausen als verdienter Sieger vom Platz ging - darin waren sich alle einig. "Das war kein gutes Spiel von uns", gestand VfB-Trainer Schweinfurth. Was gefehlt hat? "Von allem ein bisschen", sagte er. An den vielen Urlaubern lag es indes nicht, betonte der Coach. "Jeder im Kader hat den Anspruch, Verbandsliga zu spielen", sagte Schweinfurth, der im Verbandsliga-Eröffnungsspiel fünf Neuzugänge aufbot.

Geplant dürfte das so nicht gewesen sein, war beim Blick auf die überwiegend mit Spieler der A-Jugend und zweiten Mannschaft besetzte Bank. Die erste Elf des neuen Trainers hatte sich von alleine aufgestellt. Der Rest war im Urlaub - oder wie Florian Kradija und Arber Mrijaj gesperrt.

Vor den Augen der Verbandspräsidiums um Ronny Zimmermann begann Eppingen nervös, ließ sich den Schneid von forschen Gäste schnell abkaufen. "Wir hatten keinerlei Zugriff, haben den gegner zu arg machen lassen", bemängelte der Trainer des VfB. Die einzige Chance in der Phase vergab Arnold Luck in der neunten Minute aber. Dann kam der VfB auf. Zumindest kurz.

Alexander Rudenko zwang Timo Mistele zum ersten Mal zum eingreifen, den Drehschuss aber hatte der Keeper des FC (15.). "Beißt euch ins Spiel", forderte Schweinfurth. Kurz sah es so aus, als wirkten die Worte. Die bis dahin passiven Eppinger fanden auch offensiv statt und belohnten sich mit dem 1:0 (20.) Stürmer Edrissa Nyassi traf nach einem Eckball per Kopf. Danach: Leerlauf. Wenig Tempo, wenig Derby und wenig Fußball. Bitter für den VfB. Kurz vor der Pause musste Alessandr Sautter angeschlagen raus, der eingewechselte Luis Krasinski verursachte mit seiner ersten Aktion einen Elfmeter. Norman Refior traf zum 1:1 (45.).

Zuzenhausen dreht nach der Pause die Partie

Zuzenhausen war wieder da, witterte seine Chance. "Das 1:1 war wichtig für uns, vielleicht spielentscheidend", sagte FC-Trainer Steffen Schieck. Kurz nach der Pause hatte der FC die Partie gedreht. Als die Eppinger hinten rausspielen wollten, gingen die hochstehenden Gäste dazwischen, Wild hatte allein vor Dups keine Mühe mehr (53.). Mit dem 3:1 erneut durch Refior (78.) war die Partie entschieden. Zwar verkürzte Valerij Felk noch auf 2:3, kurz vor Abpfiff stellte Laurence Paling aber den alten Abstand wieder her. Völlig verdient.

"Wir haben gut Fußball gespielt, waren nur manchmal etwas zu ungeduldig", sagte Schieck. Der Sieg tat ihm und dem FC sehr gut. "Wir wollten heute gewinnen, das war von Anfang an zu sehen." Vom VfB war dagegen zu wenig zu sehen. "Das war zu wenig", befand Neuzugang Marc Zengerle, der erneut als Innenverteidiger auflief. Sein Trainer blickte dagegen schon voraus. "Wir spielen am Mittwoch wieder um Punkte, das ist das Gute im Fußball", sagte Christian Schweinfurth.

VfB Eppingen: Dups - Fitze, Zengerle, Felk, Schweizer - Durmus, Sautter (43. Krasinski) - E. Elshanaj, Rudenko, Winter (78. B. Elshanaj) - Nyassi.

FC Zuzenhausen: Mistele - Heinlein, Braasch, Bindnagel, Oechsler - Wild (84. Paling), Reißfelder, Fellhauer - Luck (78. Kendel), Zuleger (89. Zuleger).

Tore: 1:0 (20.) Nyassi, 1:1 (45.) Refior, Foulelfmeter, 1:2 (53.) Wild, 1:3 (79.) Refior. 2:3 (81.) Felk, 2:4 (88.) Paling.

Schiedsrichter: Chris Lillig. Zuschauer: 400.

 

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