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Ungewohnte Situation

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VfB Eppingen will im Verbandsligaduell beim SV Schwetzingen zumindest einen Punkt

Von unserem Redakteur Stavros Georgiou
Endlich wieder einen Punktgewinn bejubeln − das wär’s für den VfB Eppingen. Manuel Hecker (3. von links) wird das definitiv nicht können. Für die Partie in Schwetzingen muss er aus privaten Gründen passen.Foto: Klaus Krüger
Endlich wieder einen Punktgewinn bejubeln − das wär’s für den VfB Eppingen. Manuel Hecker (3. von links) wird das definitiv nicht können. Für die Partie in Schwetzingen muss er aus privaten Gründen passen.Foto: Klaus Krüger

Vier Spiele, zwei Siege, zwei Unentschieden. So lautet die Bilanz des VfB Eppingen bislang in der Verbandsliga. Bei den bisherigen Gegnern für einen Aufsteiger nicht unbedingt eine schlechte Bilanz. Ein ungewohntes Gefühl dürfte es für die Truppe von Trainer Michael Streichsbier dennoch sein.

Denn es ist gar nicht so lange her, da marschierten die Rot-Schwarzen in der Landesliga Rhein-Neckar von Sieg zu Sieg. Verlieren: Das kannte man in Eppingen schon fast gar nicht mehr.

Nun wartet man weiterhin auf den ersten Dreier in der neuen Saison. Am Samstag wollen die Eppinger und ihr Trainer beim SV Schwetzingen (Anpfiff 15.30 Uhr) "zumindest einmal einen Punkt holen".

Die Trainingswoche sei auf jeden Fall schon mal "sehr gut", gewesen, bestätigt Streichsbier. Nach der Ernüchterung in Mannheim habe das Team gut mitgezogen. "Ich kann dem Team in Sachen Willen und Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machen. Jetzt müssen wir uns gegen Schwetzingen eben mal belohnen."

Gewöhnen muss sich der VfBEppingen in der neuen Spielklasse vor allem an die neue Ausgangssituation.

Besser Verteidigen In der vergangenen Saison hatte man es als Favorit noch mit tiefstehenden Gegnern zu tun. Dementsprechend offensiv trat man auf − das lag der Mannschaft. Nicht wenige Spiele wurden im Hau-Ruck-Stil teilweise haushoch gewonnen. Die Qualitäten, die als Neuling in der Verbandsliga gefragt sind, sind jedoch nun auf einmal ganz andere. Nicht, dass das Verteidigen in der vergangenen Saison nicht gepasst hätte. Immerhin stellten die Eppinger neben dem besten Sturm auch die beste Defensive. Irgendwie anders ist es dennoch. "Es ist sicherlich eine ungewohnte Situation. Wir müssen lernen, besser zu verteidigen. Da müssen wir unseren Fokus drauf legen. Neun Gegentore in vier Spielen − das ist ein Schnitt von mehr als zwei pro Partie. Das ist zu viel", meint auch Michael Streichsbier.

Außergewöhnlich Nicht un- sondern eher außergewöhnlich sind die Leistungen von Schlussmann Kai Sauer in dieser Saison. In den vier Liga- und drei Pokalspielen war die Nummer eins des VfB nicht selten der beste Mann auf dem Platz.

Umso erfreulicher dürfte Streichsbier am Donnerstag zur Kenntnis genommen haben, dass der 28-Jährige wieder mit der Mannschaft trainiert hat − nachdem er in Mannheim wegen einer starken Verstauchung und einer starken Kapselreizung im Ellebogen kurz vor Schluss vom Platz musste. "Es sieht gut aus, aber es wird dennoch eine sehr kurzfristige Entscheidung", kündigt Streichsbier an. "Er ist alt genug und muss selber wissen, ob es geht oder nicht", vertraut der Trainer da ganz seinem Schützling. "Wenn nicht, ist Fabian Guttleber bereit. Mirko müssen wir nicht ins Tor stellen", scherzt Streichsbier. Weil in der vergangenen Woche das Wechselkontingent bei Sauers Verletzung ausgeschöpft war, musste Feldspieler Mirko Kirchner zwischen den Pfosten stehen.

Sicher ausfallen wird am Samstag hingegen Manuel Hecker aus privaten Gründen − und auch Markus Willert steht weiterhin noch nicht zur Verfügung. Streichsbier wird also wieder umstellen müssen, nimmt das aber gelassen. "Es ist halt so. Damit muss ich leben. Das wird sich wahrscheinlich durch die ganze Saison ziehen, weil immer der eine oder andere weg sein wird."

In diesem Falle also: nichts Ungewöhnliches.

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