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TSV Reichartshausen und TSV Ittlingen II im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die A-Klasse

Wenn die Saison besser läuft, als erwartet: Für Reichartshausen oder für Ittlingen II ist der Traum am Mittwochabend noch nicht zu Ende.

Martin Peter
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Lesezeit 2 Min
TSV Reichartshausen und TSV Ittlingen II im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die A-Klasse
Auf die Ittlinger Defensive um Keeper Benjamin Awotula und Teamkollege Tim Rustemeier (rechts) dürfte am Mittwoch viel Arbeit zukommen. Foto: Klaus Krüger  Foto: Krüger, Klaus

Die einen wollten schon vorne mitspielen. Die anderen hatten sich vor der Saison noch einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt - nun stehen sich der TSV Reichartshausen und der TSV Ittlingen II im Entscheidungsspiel der beiden Zweitplatzierten der B-Ligen gegenüber, treffen an diesem Mittwoch, 19 Uhr, im Sinsheimer Helmut-Gmelin-Stadion aufeinander. Eine große Sache für beide Vereine, die sich damit am meisten wohl selber überraschen.

Der Sieger des Entscheidungsspiels muss auf den Weg in die Kreisklasse A wohlgemerkt eine weitere Hürde nehmen: Der VfB Bad Rappenau II wartet noch im alles entscheidenden Duell um den letzten Platz der A-Klasse. Dieses Spiel steigt an diesem Sonntag um 15.30 Uhr. Gastgeber des Duells ist der TSV Helmstadt. Aber eins nach dem Anderen.

Felipe Oliveira: Besser hätte es nicht laufen können

"Mit so einem Erfolg hat in Ittlingen keiner gerechnet", sagt Felipe Oliveira, der die zweite Mannschaft des TSV als Duo mit Wanderley Da Cunha trainiert. "Unser Ziel war ein einstelliger Platz, jetzt ist es der Relegationsplatz. Besser hätte es nicht laufen können", sagt Oliveira. Irgendwann in der Saison habe man im Verein gemerkt: "Wir können mit der zweiten Mannschaft ja was reißen - und ehe wir uns verguckt haben, waren wir Dritter", sagt der 38-Jährige, der gegen Reichartshausen zwar zum Kader gehört, angeschlagen vermutlich aber nicht spielt.

Ein Highlight ist das Erreichen des Entscheidungsspiels für Oliveira und Da Cunha aber auch so. "Das ist ein Mega-Erfolg in unserem Trainer-Jahr", sagt Oliveira, der zusammen mit seinem Trainerkollegen im nächsten Jahr mit zur ersten Mannschaft aufrückt und dann mit Martin Schenk gleichberechtigt die Geschicke der ersten und zweiten Mannschaft der Ittlinger lenkt.

Die letzte Hürde, um Platz zwei vor Dühren abzusichern, nahm Reichartshausen souverän und gewann am Samstag beim TSV Kürnbach II klar mit 9:0. Foto: Alexander Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Die Käfer wollen Nadelstiche setzen

Eine Beförderung für gute Leistungen. Unabhängig davon, wie das Spiel am Mittwoch ausgeht. Klar ist auch Oliveira: Favorit ist Reichartshausen, ganz klar. "Unser Ziel wird sein, Reichartshausen so lange wie möglich zu ärgern und kleine Nadelstiche zu setzen." Über einen möglichen Aufstieg haben sich die "Käfer" entsprechend noch keine Gedanken gemacht. "Wir freuen uns alle jetzt erstmal auf das Spiel. Danach sehen wir weiter", sagt Oliveira. Er weiß, dass auf sein junges, hoch motiviertes Team ein heißer Tanz wartet.

Das letzte Saisonspiel am Samstag war schon ein Vorgeschmack darauf. Die Generalprobe entwickelte sich zu einem wahren Krimi, der dadurch an Brisanz gewann, dass der TSV Obergimpern mit seiner zweiten Mannschaft aufschlug, um Gastgeber Epfenbach anzufeuern. Hätte Ittlingen verloren, stünde Obergimpern im Entscheidungsspiel. Doch Ittlingen gewann mit 3:2. "Mit einer Topleistung und unheimlichem Siegeswillen", beschreibt Oliveira. Die Generalprobe glückte.

Reichartshausen ist seit Wochen im Endspiel-Modus

Doch Reichartshausen scheint ebenfalls bestens gerüstet. "Wir haben seit Wochen nur Endspiele", erklärt Abteilungsleiter Thorsten Koder. Zwar hatte der TSV vor der Saison gar nicht damit gerechnet, so weit vorne mitzuspielen, aber das Abrutschen auf den dritten Rang drei Spieltage vor dem Saisonende weckte den Ehrgeiz. Es folgten souveräne Siege samt der Rückeroberung von Platz zwei im direkten Duell gegen Favorit Dühren. "Wenn wir so auftreten wie in den letzten Wochen, bin ich guten Mutes", sagt Koder, der das Spiel gegen Ittlingen aufgrund einer Corona-Erkrankung verpassen wird.

Umso mehr hofft Koder, dass Reichartshausen am Sonntag ein weiteres Spiel hat. Mit der Favoritenrolle gegen Ittlingen II ist er einverstanden. "Als Zweiter der B1 ist man immer Favorit, da gibt es keine Diskussionen." Aber es sei eben auch nur ein Spiel, und man könne vorher nie wissen, wie es läuft. Genauso, wie es vorher nicht absehbar war, dass die Mannschaft von Martin Fast und Simon Teschner Zweiter werden würde: "Jetzt sind wir aber so weit, dass wir auch aufsteigen wollen."

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