Fußball
Lesezeichen setzen Merken

TSV Pfedelbach hat Respekt vor der sechsten Landesliga-Saison

Für den TSV Pfedelbach zählt auch in dieser Spielzeit in erster Linie der Klassenerhalt. Viele Verletzte haben die Saison-Vorbereitung beim Vorjahres-Fünften erschwert.

Marc Schmerbeck
  |    | 
Lesezeit 2 Min
TSV Pfedelbach hat Respekt vor der sechsten Landesliga-Saison
Dynamik und Robustheit werden auch in dieser Saison beim TSV Pfedelbach mit Kevin Schmidgall (links) wichtige Faktoren sein. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Irgendwie ist die Landesliga beim TSV Pfedelbach schon fast zur Gewohnheit geworden. Der Verein geht nun bereits in seine sechste Saison im überbezirklichen Bereich. Für die Verantwortlichen ist dies aber immer noch etwas Besonderes und es wird von den Zuschauern angenommen. In der Besucher-Statistik lagen die Pfedelbacher vergangene Runde auf Rang drei. In der Premieren-Saison und der vergangenen Spielzeit stand tabellarisch am Ende der fünfte Platz. Dazwischen lagen die Ränge neun, 14 und elf.

Nicht auf den Lorbeeren der Vorsaison ausruhen

"Die 60 Punkte und der fünfte Platz aus der vergangenen Saison waren schön, aber das bringt uns in der aktuellen Saison so gut wie nichts", sagt Trainer Michael Blondowski. "Das ist auch gut so, neue Saison, neu beweisen und weiterhin versuchen unseren leidenschaftlichen Fußball zu zeigen." Dies wird auch nötig sein, um in dieser Saison bestehen zu können. Glaubte man im vergangenen Jahr schon, durch die Anzahl der Mannschaften, eine besonders schwere Spielzeit zu haben, könnte es nun noch extremer sein. Denn weiter spielen 18 Mannschaften in der Liga, die ausgeglichener als im vergangenen Jahr scheint.

"Es sind keine normalen Aufsteiger dazu gekommen", sagt Blondowski über den VfR Heilbronn, den TSV Ilshofen II, Croatia Bietigheim, die SG Oppenweiler-Strümpfelbrunn und die Aramäer Heilbronn. "Alle Mannschaften haben ordentlich aufgerüstet", meint Blondowski.

Sieben Neuzugängen beim TSV

Aber auch die Pfedelbacher haben personell nachgelegt. Von der TSG Öhringen kamen Mansour Ceesay und Sebastian Hack, vom VfR Gommersdorf kehrten Dennis Petrowski und Andreas Cebulla zurück, aus der eigenen Jugend rutschten Marvin Kahnt und Tobias Lösch nach oben. Der siebte im Bunde ist Simon Wilske, der aber nicht immer zur Verfügung steht, da er beruflich in Berlin ist. Die Mannschaft dürfte bei den zwei Abgängen Robin Eberhardt (TSG Öhringen) und Hannes Fischle (pausiert) nicht nur in der Breite etwas stärker geworden sein. Trotzdem ist das erklärte Primärziel der Klassenerhalt.

Titelkandidaten gibt es einige. An erster Stelle steht da Türkspor Neckarsulm. Schon in der vergangenen Saison spielte das Team vorne mit, wurde jetzt runderneuert und nochmal deutlich verstärkt. Aber auch der FV Löchgau (Zweiter der vergangenen Saison) sowie die beiden Verbandsliga-Absteiger TSV Crailsheim und TSV Heimerdingen sowie Aufsteiger VfR Heilbronn haben Ambitionen. Irgendwo dahinter würden sich die Pfedelbacher gerne einreihen. Weit weg von den Abstiegsplätzen. Und davon gibt es in dieser Saison voraussichtlich wieder sechs.

Trainer hofft auf Rückkehr vieler Rekonvaleszenten

"Jede Mannschaft hat irgendwie die Möglichkeiten, sich in der Liga zu halten", meint Blondowski. Für ihn sei "von den Transfers her" Türkspor Neckarsulm der Favorit. "Es bleibt abzuwarten, ob sie es auch auf den Platz bringen. Aber sie haben die Voraussetzungen geschaffen."

Trotz der Kader-Verbreiterung herrschte in Pfedelbach während der Vorbereitung Personalnot. "Ich denke, nach Spieltag zwei ist Besserung in Sicht", meint Blondowski, der vorher auf zehn bis zwölf Spielerverzichten muss. Das macht eine Vorbereitung nicht einfacher, zumal er ein paar Systemänderungen einstudieren wollte. "Auch ist der Konkurremzkampf im Moment noch nicht so hoch", meint der Coach. Doch das wird sich mit der Zeit einstellen. Und einen schwierigen Saisonstart ist man beim TSV durchaus gewohnt. "In Summe kann ich aber damit leben, wie die Vorbereitung gelaufen ist", meint Blondowski.

Kader Saison 2022/23

Tor: Sascha Arnold, Dennis Petrowski, Marvin Kahnt Abwehr: Mattia Frank, Marvin Hilkert, Nico Hütter, Markus Schilling, Daniel Schmidgall, Kevin Schmidgall, Kai Simon, Pascal Steigauf

Mittelfeld: Michael Blondowski, Andreas Cebulla, Mansour Ceesay, Simon Wilske, Philipp Ehrle, Marco Gebert, Tobias Lösch, Adrian Reck, Matthias Rein, Jens Schmidgall, Kaan Uzuner, Sergen Uzuner, Robin Volkert

Angriff: Dennis Bantel, Julian Krämer, Janik Pfeiffer, Marco Rehklau, Sebastian Hack, Marcel Hofmann.

Trainer: Michael Blondowski

Neuzugänge: Dennis Petrowski, Andreas Cebulla (beide VfR Gommersdorf), Sebastian Hack, Mansour Ceesay (beide TSG Öhringen), Simon Wilske (Rot am See) Marvin Kahnt, Tobias Lösch (beide eigene Jugend)

Abgänge: Hannes Fischle (pausiert), Robin Eberhardt (TSG Öhringen)

 
Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben