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TSV Ilshofen will Negativlauf umkehren

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Drei neue Hoffnungsträger hat der TSV Ilshofen in der Winterpause verpflichtet. Wie der Sportliche Leiter des Verbandsligisten die Rückrunde einläuten will.

von Philip-Simon Klein
Ausfallrisiko: Auch beim Vorbereitungsspiel gegen Pfedelbach traten bei Ilshofen bekannte Verletzungsprobleme − hier bei Sascha Esau − auf.
Ausfallrisiko: Auch beim Vorbereitungsspiel gegen Pfedelbach traten bei Ilshofen bekannte Verletzungsprobleme − hier bei Sascha Esau − auf.  Foto: Klein, Philip-Simon

Die Talfahrt zu beenden und den Abstieg in die Landesliga zu verhindern, war die Ansage von Thomas Schlecht bei seiner Vorstellung als neuer Sportlicher Leiter des TSV Ilshofen. Seit Jahresbeginn hat der ehemalige Torwart die Zügel in der Hand. Neuzugänge hat Thomas Schlecht bereits verpflichtet, die meisten Testspiele absolvierte die Mannschaft kämpferisch und erfolgreich, auch wenn der TSV gegen Oberligist Sport-Union Neckarsulm 0:1 unterlag. Verklärt ist Schlechts Blick auf die Rückrunde aber nicht.

Ausfälle bleiben vorerst Dauerthema 

Beim mehr als deutlichen Heimsieg gegen den Pfedelbacher TSV krümmte sich der zweifache Torschütze Sascha Esau in den letzten Spielminuten vor Schmerzen am Boden und humpelte anschließend vom Spielfeld.

"Eine Bänderdehnung, von der man dachte, sie läge hinter ihm", erklärt Thomas Schlecht. "Besonders bitter, wenn man die Vorgeschichte kennt. Er war jetzt länger verletzt, genau mit dieser Geschichte." Und dann passiert es dem Angreifer wieder - just im zweiten Spiel seit dem Ausfall: Esau knickt um. "Da erschrickst du natürlich als Verantwortlicher und denkst: hoffentlich nicht wieder dasselbe", erklärt Schlecht, und fügt an: "Es geht aber schon wieder."

Verletzungsgeplagt ist das Team geraume Zeit. Drei Spieler, die langwierig verletzt seien, fehlten auf dem Platz - "Führungsspieler, Zielspieler", sagt Schlecht. Julian Schiffmann (Mittelfeld) werde bis April zurückerwartet, Dominik Rummler (Abwehr) und Enrico Zimbili (Mittelfeld) bis März. "Die hätte ich schon gerne auf dem Platz, da müssen wir noch etwas Geduld haben."

Abgänge sind über den Winter nicht zu verzeichnen, die "Dauerverletzten mit langwierigen Verletzungen" bereiteten Schlecht aber "etwas "Bauchschmerzen". Neu im Kader sind drei Spieler. Die Aufgabenbereiche der Neuzugänge und die der Verletzten "kann man ein Stück weit schon gleichsetzen, zumindest von den Positionen her: Abwehr, Mittelfeld, Sturm", sagt Schlecht.

Mit dem vor der Transfersperre Erreichten ist der Sportliche Leiter zufrieden: "Burak Alabas und Yussuf Emre Baran - die haben wir jetzt noch auf Strecke verpflichtet." Deren Leistung beim ersten Einsatz gegen Pfedelbach bestätigten Schlecht: "Die haben wirklich sehr, sehr gut gespielt, da sind wir sehr froh, dass wir die bekommen haben, weil es nicht so einfach ist, im Winter immer neue Spieler zu rekrutieren."

Baran ist Offensivspieler, "der auf der Zehn zu Hause ist. Er war Profi in der Türkei, davor in Aalen und ausgebildet worden ist er beim VfB Stuttgart." Eine Defensivkraft ist die zweite Personalie: Innenverteidiger Burak Alabas, der von Großaspach auf Leihbasis bis zum Saisonende kommt. Dritter im Bunde der Neuen ist Stürmer Bennet Kuen. "Er ist jung mit seinen 19 Jahren und ausgebildet in Hoffenheim - den bauen wir schön auf", sagt der Sportliche Leiter.

Nötig sei, den Schalter umzulegen und raus aus der Abstiegszone zu kommen

Thomas Schlecht ist bemüht, den Ballast aus der Vorrunde abzubauen: "Da hatten wir einen Negativ-Flow, haben einige Spiele in Serie nicht gewonnen", was zum Abrutschen vom ersten Platz "bis über die kritische Marke, in die Abstiegszone" führte. Es gelte, den Schalter wieder umzustellen und in die richtige Richtung zu marschieren. "Ich glaube schon, dass wir dann wieder einen anderen, positiveren Trend bekommen werden."

 

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