Träumen ist erlaubt
Fussball - Nach dem deutlichen 7:0-Erstrundenerfolg gegen den Ligakonkurrenten VfR Gerlachsheim hat der Odenwälder Landesligist VfR Gommersdorf in der zweiten Runde des badischen Pokals nun ein weiteres Heimspiel (Sonntag, 15 Uhr).

Fussball - Nach dem deutlichen 7:0-Erstrundenerfolg gegen den Ligakonkurrenten VfR Gerlachsheim hat der Odenwälder Landesligist VfR Gommersdorf in der zweiten Runde des badischen Pokals nun ein weiteres Heimspiel (Sonntag, 15 Uhr). Der Oberligist Spvgg Neckarelz kommt auf seiner Heimreise zum Abschluss des Trainingslagers in Unterbalbach im Jagsttal vorbei. Obwohl im Fußball ja fast nichts unmöglich ist, rechnen sich nur Phantasten oder Träumer beim VfR etwas aus.
Beobachtung
Die Neckarelzer nehmen das Spiel an der Jagst ernst, festzumachen an der Tatsache, dass Spvgg-Abteilungsleiter Matthias Piringer beim VfR im Erstrundenspiel vorbeischaute. Zur Halbzeit (3:0) war für ihn schon klar, dass ihr nächster Gegner nur Gommersdorf heißen kann: "Wir können uns jetzt schon über den genauen Spieltermin unterhalten", sagte er und begab sich in Richtung des VfR-Vorsitzenden Hubert Gerner.
Dass die Neckarelzer ihre Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen, ist klar. Denn in der nächsten Runde wurde dem Sieger der Zweitligaabsteiger Karlsruher SC als Gegner zugelost. Und was alles im Pokal möglich ist, haben die Neckarelzer vor fast genau drei Jahren selbst bewiesen. Damals scheiterten sie vor prächtiger Kulisse in Sinsheim erst in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals mit 1:3 an Bayern München. Zuvor räumten sie als Verbandsligist alles weg, was sich ihnen auf Verbandsebene trotz Sandhausen und Waldhof Mannheim in den Weg stellte.
Konzentriert
Ganz anders als in den Vorbereitungsspielen präsentierten sich die Gommersdorfer gegen Gerlachsheim. Konzentriert und in den Zweikämpfen meist als Sieger. So gestalteten die Jagsttäler die Partie überlegen. VfR-Trainer Thorsten Plasch hatte wohl in der Vorbereitung die richtigen Worte gefunden.
Aus einer sicheren Abwehr um Plasch wirbelte die Offensive des VfR, an der Spitze Mario Greco und Lukas Münch, die Taubertäler Abwehr gehörig durcheinander.
Gegen Neckaelz sind jedoch andere Tugenden gefragt. Da müssen viele Räume zugestellt und eng gemacht werden. Da sind die Stürmer auch hinten gefordert. Möglichkeiten für Offensivaktionen der Gommersdorfer werden fast gegen null tendieren. Natürlich werden die Gommersdorfer nichts unversucht lassen, durch Akzente nach vorne die eigene Abwehr zu entlasten.
"Wir wollen es den Neckarelzern so schwer wie möglich machen und die Gegentreffer in erträglichem Rahmen halten", sagt Trainer Thorsten Plasch und bedauert, dass er nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.
Durch Verletzungen und Urlaub fehlen ihm sieben Spieler (Fabian Korn, Sebastian Hettinger, Marc Zeller, Florian Stelzer, Marco Schmieg, die Brüder Philipp und Patrick Retzbach) vom gesamten Kader. Einen ganz Jungen, der noch für die A-Jugend spielberechtigt ist, lässt Plasch zur Zeit an höheren Aufgaben schnuppern: Jochen Leutwein. Kommt er zum Einsatz?
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