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Steigt der FVS Sulzfeld auf oder bleibt der VfB Eppingen II drin?

Im Relegationsspiel um den Platz in der Kreisliga Sinsheim fehlt beim FVS Sulzfeld ein ganz wichtiger Mann. Beim VfB Eppingen II bestreitet ein ganz wichtiger Mann sein allerletztes Spiel.

Martin Peter
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Lesezeit 2 Min
Steigt der FVS Sulzfeld auf oder bleibt der VfB Eppingen II drin?
Sulzfelds Hendrik Hauber (links) lässt sich von seinen Teamkollegen für das späte 1:1 in Eschelbronn feiern. Aber erst der Aufstieg wäre die Krönung für den FVS.  Foto: Veigel, Andreas

Als Marco Sautter und Tobias Zakel ihre Urlaubspläne machten, da waren die beiden Kicker des Kreisklasse-A-Clubs FVS Sulzfeld von anderen Voraussetzungen ausgegangen. Nach Pfingsten, so die Annahme, ist die Saison im Kreis Sinsheim rum. Für Zakel der perfekte Zeitpunkt für Hochzeit und Flitterwochen. Und Sautter hatte mit der Familie Urlaub am Gardasee gebucht. Wer konnte damals schon ahnen, wie sich alles noch entwickeln würde?

Die Voraussetzungen haben sich geändert. Seit Mitte März haben Zakel und Sautter als Trainer-Duo das Sagen beim FVS. Und seitdem läuft es: Im Ringen um Meisterschaft und Platz zwei eigentlich abgeschlagen, holte Sulzfeld aus elf Spielen zehn Siege und steht an diesem Samstag, 17 Uhr, in Mühlbach im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga. Gegner ist der VfB Eppingen II. "Wir wollen auf jeden Fall Relegation spielen", betont Sautter, der seinen Urlaub verkürzte, um das Team am Donnerstag im Abschlusstraining auf das Duell mit dem Tabellen-16. der Kreisliga einzustellen.

Flitterwochen: Statt Fußball Weiterflug auf die Malediven

Tobias Zakel indes wird fehlen, für ihn und seine Frau geht es am Samstag weiter von Dubai aus auf die Malediven. "Schade, als Fußballer würde ich liebend gerne Relegation spielen", lässt der 30-Jährige per Sprachnachricht wissen. Zumal gegen seinen Ex-Verein, für den er in der Verbandsliga viele Jahre für Tore sorgte. So wird Zakel dem FVS auch weniger als Trainer denn als Torjäger fehlen: Mit 23 Toren in 21 Spielen ist der Stürmer der Torgarant Nummer eins.

"Das freut uns natürlich, da müssen wir ehrlich sein. Tobi soll seinen Urlaub genießen", sagt VfB-Trainer Falk Gerweck. Für den ehemaligen Sulzfelder ist das vor dem Duell eine Sorge weniger. Und auch sonst gibt es beim VfB nach einer missratenen Saison gute Nachrichten. "Wir sind am Samstag voll besetzt", sagt Gerweck. Das ist beim VfB II alles andere als selbstverständlich. Über zwei, drei Monate waren kaum Spieler da. Im Training nicht. Und auch bei den Spielen nicht. Der Grund schlechthin, warum die Verbandsliga-Reserve überhaupt erst in die Lage geriet, Relegation spielen zu müssen.

Falk Gerweck: Es gibt nichts Geileres als Relegation

Die Situation aber habe das Team angenommen. Die Freude auf das Spiel, die Kulisse und die Atmosphäre sei da, sagt Gerweck. "Es gibt nichts Geileres als Relegation - aber nur, wenn man gewinnt." Nichts weniger ist das Ziel. "Wir haben es selber in der Hand, die Saison erfolgreich abzuschließen, wir starten bei 0:0", sagt der VfB-Trainer. Motivation ziehen die Eppinger daraus, dass es für Urgestein Stefan Beierle das allerletzte Spiel ist. Der 40-Jährige hängt seine Schuhe am Samstag endgültig an den Nagel.

"Wir haben das mit dem Team besprochen: Unser Ziel ist, Stefan Beierle mit dem Klassenerhalt zu verabschieden", sagt Gerweck. Wobei die "Eppinger Legende" herzlich eingeladen sei, selber für einen perfekten Abschied zu sorgen. "Optimal wäre mit eigenem Dreierpack."

Stefan Beierle in Manndeckung? Nein

Steigt der FVS Sulzfeld auf oder bleibt der VfB Eppingen II drin?
Baris Ata Uygun (am Ball) hat mit dem VfB Eppingen II eine missratenen Saison hinter sich. Gegen Sulzfeld soll das alles vergessen gemacht werden. Fotos: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Das werden die Sulzfelder zu verhindern versuchen, ohne Stefan Beierle gleich in Manndeckung zu nehmen oder sich groß auf das Spiel des VfB einzustellen. "Wir wollen unser Spiel auf den Platz bekommen, damit tun sich die Jungs leichter", sagt Sautter, der sich trotz großer Entfernung mit Zakel abstimmt. Genau wie vor dem Endspiel vergangene Woche in Eschelbronn, als Sulzfeld den zweiten Platz mit einem 1:1 verteidigte. "Da war zu spüren, dass sich alle für eine tolle Rückrunde belohnen wollen."

Jetzt steht der FVS einen Schritt vor dem Gipfel. "Den wollen wir auch noch gehen", sagt Sautter. Tobias Zakel will via FaceTime zusehen. Sofern die Verbindung hält. "Ich wünsche mir, dass sie es packen und danach eine geile Feier haben."

 
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