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SGM Mulfingen/Hollenbach geht mit Vorfreude ins Neuland

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Beim A3-Meister SGM Mulfingen/Hollenbach freut man sich auf das Abenteuer Bezirksliga. Lange Fahrten und starke Gegner schrecken den Aufsteiger nicht ab. 

Bei der SGM Künzelsau-Ingelfingen jubelte die SGM Mulfingen/Hollenbach vorzeitig über den Titelgewinn in der Kreisliga A3.
Foto: Kurt Gesper
Bei der SGM Künzelsau-Ingelfingen jubelte die SGM Mulfingen/Hollenbach vorzeitig über den Titelgewinn in der Kreisliga A3. Foto: Kurt Gesper  Foto: Kurt Gesper

Aufstiege bringen auch ihre negativen Seiten mit sich. Im Falle der SGM Mulfingen/Hollenbach sind dies weitere Fahrtstrecken als bisher. Heilbronn ist für den Meister der Kreisliga A3 rund 70 Kilometer entfernt. Für Trainer Patrick Gutknecht kein Problem. „Mich persönlich freut es, weil ich wieder andere Sportplätze sehe“, sagt er. „Eine neue Aufgabe ist immer etwas Schönes.“ Und Vorstand Felix Beck meint: „Wir hatten auch früher schon weite Fahrten, nach Gaildorf oder so.“

Der Trainer glaubt, dass das Team bezirksligatauglich ist 

Seine Mannschaft hält Gutknecht durchaus für bezirksligatauglich, auch wenn er sich noch schwer tut, die Spielklasse einschätzen zu können. „Ich habe zwar schon bei einigen nachgefragt, doch für die meisten ist die Klasse durch die Strukturreform Neuland“, sagt Gutknecht. Der Trainer geht nun in seine vierte Saison bei der SGM. In der Kreisliga übernahm er das Team, es folgte der Aufstieg in die Bezirksliga. Doch das war eine ganz besondere Runde durch die Zweiteilung wegen der anstehenden Strukturreform mit nur neun Teams, die jeweils drei Mal gegeneinander spielten. Nun folgte der Wiederaufstieg.

„Wir sind zufrieden. Am Ende war es auch verdient“, sagt Felix Beck, Vorstand beim SV Mulfingen. „Die Rückrunde war überragend mit nur einer Niederlage gegen Niederstetten.“ Insgesamt verlor die Spielgemeinschaft nur fünf von 30 Spielen. Dazu kamen drei Unentschieden. „Wir haben einen breiten Kader und einen großen Zusammenhalt“, nennt Beck die Stärken und Gutknecht fügt an: „Wir hätten uns nur selbst schlagen können.“ Die Mannschaft bleibt nun auch nach dem Aufstieg in die Bezirksliga zum Großteil zusammen.

Zwei externe Neuzugänge kommen als Verstärkung

„Glück ist, dass Jakob Scheppach wieder zurückkommt“, sagt Beck. Dieser gibt Gutknecht mehr Optionen in der Offensive. 74 Tore erzielte die Spielgemeinschaft, war dabei aber nicht abhängig von einem Spieler. Mit Nicola Kutirov, der nun zusammen mit Fabian Beez zusätzlich als sportlicher Leiter fungiert, kam der erfolgreichste Torjäger 14 Treffer. Den Bestwert in der Liga markierte Michael Blondowski (SC Michelbach/Wald) mit 27 Toren.

Als weiterer Neuzugang ist Jonas Spitznagel (Jugend Niedernhall) sicher. Außerdem stoßen fünf Jugendspieler zu den beiden Aktiven-Mannschaften. Die meisten davon werden aber wohl erstmal in der zweiten Elf spielen. Jonas Hammel ist für die Bezirksligamannschaft eingeplant. Er spielte auch in dieser Saison schon mit. „Ich hätte gerne noch einen Verteidiger gehabt, weil es da bei uns in der Breite etwas schlecht aussieht. Dazu wäre noch ein Torhüter gut“, sagt Gutknecht.

Trainer Patrick Gutknecht will nur Spieler von oben, wenn sie freiwillig kommen 

Vergangene Saison konnte er in einigen Spielen auf Mathis Lang aus dem Oberligakader bauen. Diese Saison könnte es schwieriger werden, da die Hollenbacher Mannschaft aktuell nur zwei Schlussmänner hat. „Die Zusammenarbeit läuft gut. Ich muss aber auch sagen, ich will nur Spieler von oben, wenn sie freiwillig bei uns spielen wollen“, sagt Gutknecht. Schließlich muss deswegen dann einer seiner Akteure pausieren.

„Ich arbeite mit dem Kader, den ich habe. Und der ist nicht schlecht“, sagt Gutknecht. „Wichtig wird es sein, dass wir gut in die Saison reinkommen. Dann hat man immer die Chance auf einen Flow. Ein Vorteil kann auch sein, dass uns die anderen nicht kennen und vielleicht ein wenig unterschätzen.“

Am 15. Juli startet die SGM in die Vorbereitung. „Man kann sein Glück teilweise auch selbst beeinflussen“, sagt Gutknecht und verweist auf die starke Trainingsbeteiligung. „Wir hatten im Durchschnitt 26 Mann im Training. Das ist schon okay. Andere Trainer sind da oft verwundert und begeistert. „Wir dürfen uns jetzt aber auch nicht ausruhen“, sagt Gutknecht. Schon gar nicht auf den vergangenen Erfolgen.

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