Saisonvorschau Landesliga: Neuer VfR Heilbronn tritt endgültig in die Fußstapfen des alten VfR
19 Jahre nach der Fusion mit der Heilbronner Spvgg spielen die Schwarz-Weißen als Landesligist wieder auf Verbandsebene. Und das mit großen Ambitionen.

Aufgrund der Historie des alten VfR Heilbronn als Zweit- und Drittligist in den 70er Jahren, den DFB-Pokalschlachten - wie 1992 gegen Bayer Leverkusen oder dem DFB-Pokalsieg der A-Junioren 1996 - ist der VfR Heilbronn der namhafteste Verein in der Landesliga. 2003 verschwanden die Schwarz-Weißen nach der Fusion mit der Heilbronner Spvgg von der Fußball-Landkarte. 2018 wurde der VfR neu gegründet, marschierte im Fußballbezirk Unterland durch die B-, A- und Bezirksliga und meldet sich nun als Siebtligist auf WFV-Ebene zurück. Der neue VfR tritt endgültig in die Fußstapfen des alten VfR. Die sportliche Reise soll damit nicht zu Ende sein. Mittelfristig lautet die Vorgabe Oberliga.
Superschweres Auftaktprogramm
Mit einem deutlich verstärkten Kader geht es für die Heilbronner in der Landesliga nicht um den Klassenerhalt, sondern sondern um eine Platzierung im ersten Tabellendrittel. Zum Auftakt beim Titelfavoriten Türkspor Neckarsulm und danach Gastgeber für den Vizemeister FV Löchgau - auf den VfR wartet ein ambitioniertes Auftaktprogramm, und das mit einem Kader, der in den esten Wochen aus verschiedenen Gründen nicht komplett zur Verfügung steht.
"Wenn wir einen guten Tag haben, können wir jeden Gegner schlagen", ist VfR-Vorstand Onur Celik von der Qualität seiner Truppe überzeugt. "Vielleicht können wir ja doch ganz vorne reinschnuppern. Aber selbst wenn wir aus den ersten beiden Spielen mit null Punkten rausgehen sollten, bleiben wir ganz ruhig." Man fange erst ab September an zu zählen.
Großer Umbruch im Kader
"Wir sind ambitioniert, aber wir haben in der Mannschaft einen riesen Umbruch hinter uns gebracht, uns extrem verjüngt und stehen noch in der Findungsphase. Von daher sollten wir die Kirche im Dorf lassen", will sich Trainer Andreas Lechner nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da man "auch wichtige Leistungsträger verloren habe". Es wurden aber auch junge und talentierte Spieler geholt, so dass die Mannschaft stärker aufgestellt ist.
Unkalkulierbar ist für Lechner die Corona-Problematik, "das gilt für uns, wie auch für andere Mannschaften." Für eine Überraschung könnte der VfR durchaus sorgen. "Eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt zu stellen, ist aber schwer, wir wissen ja noch nicht, wo wir stehen", geht Lechner entspannt in die neue Runde. Ein gewisser Druck ist vorhanden. "Die Ambitionen des Vereins sind natürlich hoch und die Erwartungshaltung der Fans und des Umfelds ist beim VfR immer größer als bei anderen Clubs." Dessen müsse man sich auch bewusst sein, wenn man als Spieler oder Trainer bei diesem Traditionsverein unterschreibt.
Türkspor Neckarsulm ist eine eigene Hausnummer, Löchgau ist seit Jahren vorne dabei und dann sind da noch die ambitionierten Verbandsliga-Absteiger TSV Crailsheim und VfB Neckarrems. Dahinter sollte sich der VfR platzieren können. "Klar, spielt man eine gute Saison und hat den Kontakt nach vorne, will man auch das Maximum erreichen", sagt Lechner. "Aber jetzt zu sagen, wir wollen unter die ersten drei, dazu ist es noch zu früh."
Kader Saison 2022/23
Tor: Murat Zeyrek (30), Dennis Overkamp (26), Simon Wagner (34),
Edoardo de Pizzol (20)
Abwehr: Burak Mucan (33), Jannik Daneker (19), Robin Faber (26), Auron Hadergjonaj (19), Nick Hellmann (21), Luca Hofmann (20), Niklas Hofmann (22), Marvin Reitz (23), Lukas Ryl (28), Benjamin Sejdinovic (20)
Mittelfeld: Nephtalie Diakiesse (24), Marc Häffele (24), Lenny Hinderhauser (18), Javori Ardit (18), Tom Marmein (21), Kevin Müller (27), Adrian Radu (26), Alessio Sapia (21), Clemens Schlimgen (25), Jan Schumacher (18), Benjamin Tabak (18)
Sturm: Jannis Dietscher (20), Jonas Göhner (22), Matthias Klinkert (30), Serdal Kocak (33), Michele Varallo (34), Anton Werner (29)
Trainer: Andreas Lechner
Co-Trainer: Enzo Romano
Neuzugänge: Murat Zeyrek (VfB Eppingen), Edoardo de Pizzol (Spvgg Neckarelz), Jannik Daneker (A-Junioren SGK Heidelberg), Auron Hadergjonaj (A-Junioren SGK Heidelberg), Nick Hellmann (Türkspor Neckarsulm), Luca Hofmann (VfB Eppingen), Marvin Reitz (Türkspor Neckarsulm), Benjamin Sejdinovic (TSG Backnang), Nephtalie Diakiesse (TSV Heimerdingen), Marc Häffele (Spfr Untergriesheim), Lenny Hinderhauser (A-Junioren VfR Heilbronn), Ardit Javori (A-Junioren VfR Heilbronn), Tom Marmein (TSV Ilshofen), Alessio Sapia (TSV Heimerdingen), Jan Schumacher (A-Junioren VfR Heilbronn), Benjamin Tabak (A-Junioren VfR Heilbronn), Jannis Dietscher (Spvgg Möckmühl), Jonas Göhner (FV Wüstenrot), Anton Werner (SV Hüffenhardt)
Abgänge: Martin Hess (Friedrichshaller SV), Taylan Nogaybel (unbekannt), Seid Mehic (unbekannt), Enrico Zimbili (TSV Ilshofen), Tolga Kilic (TSV Ilshofen), Daniel Adekoye (TSV Ilshofen), Marius Tutea (TS Mosbach), Brian Bernhardt (Eintracht Mahlsdorf), Salvatore Barbagallo (pausiert), Benjamin Walz (TSV Weinsberg), Ersin Tepe (FC Mühlhausen II)
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