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Saisonvorschau Landesliga: Für Türkspor Neckarsulm zählt nur die Meisterschaft

Neckarsulmer Landesligist startet mit runderneuertem Kader als Titelfavorit in die Saison. Der Etat wurde deutlich erhöht, es wurden viele oberligaerfahrene Spieler verpflichtet.

Alexander Bertok
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Lesezeit 3 Min
Saisonvorschau Landesliga: Für Türkspor Neckarsulm zählt nur die Meisterschaft
Auf Talha Özen (links) und Türkspor Neckarsulm wartet eine Saison, die am Ende mit dem Titelgewinn abgeschlossen werden soll. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Die Frust-Saison 2021/22 ist abgehakt. Nach dem verpassten Aufstieg als Tabellendritter zählt in der neuen Spielrunde allein der Titel - der Blick geht in die Verbandsliga und für die Jahre danach in die Oberliga. "Unsere Ambitionen sind groß, dementsprechend haben wir auch den Kader zusammengestellt", sagt der neue Vereinsvorstand Ali Kemal Kuru. "Wir haben viele Spieler geholt, von denen einige bereits mit dem Fußball aufgehört hatten. Es war die Aufgabe unseres Trainers Fatih Ceylan alle fit zu bekommen, das sieht jetzt alles ganz gut aus. Es läuft wie geplant."

400 bis 500 Zuschauer sollen im Schnitt zu den Heimspielen kommen

Der Kader ist gespickt mit oberligaerfahrenen Akteuren. Von der Konkurrenz werden die Neckarsulmer auf das Favoritenschild gehoben. Türkspor hat sein finanzielles Engagement deutlich in die Höhe geschraubt. "Zahlen nenne ich keine, aber wir haben sicherlich den größten Etat aller Landesligisten und der ist zu 100 Prozent auch abgedeckt", sagt Kuru. "Die Euphorie ist riesengroß, unsere Mitgliederzahlen steigen, wir sind jetzt bei 400 und hoffen bis nächstes Jahr die Zahl 500 zu überschreiten. Auch haben wir in dieser Saison erstmals ein Stadionheft." Die sportlichen Leistungen sollen sich zudem am Zuschaueraufkommen bemerkbar machen. "Wir wollen schon einen Schnitt zwischen 400 und 500 Besuchern erreichen", sagt Kuru.

Wünsche des Trainers wurden erfüllt

Fatih Ceylan ist dem Spielerkader mehr als zufrieden. "Die Vorstandschaft hat sehr gut gearbeitet. Ich wollte bestimmte Spieler und die Verantwortlichen haben sie geholt. Die aktuelle Mannschaft ist deutlich stärker als die der vergangenen Runde. Von daher sind die Erwartungen jetzt hoch gesteckt", sagt der Trainer, der auf der Zielgeraden der vergangenen Saison das Amt von Kushtrim Lushtaku übernommen hatte und jetzt im Sommer sein weitreichendes Netzwerk für die Zusammenstellung der neuen Mannschaft nutzte. "Der Druck ist natürlich groß, aber das ist normal, damit können wir umgehen und werden alles daran setzen, als Meister den Sprung in die Verbandsliga zu schaffen."

Im neuen Kader sind etliche Namen zu finden, die Ceylan noch aus seiner Zeit als Spieler und Trainer des Oberligisten 1. CfR Pforzheim kennt. Als letzter Neuzugang wurde in der vergangenen Woche der 19-jährige Innenverteidiger Serdar Arslan vom VfR Aalen verpflichtet, der für den Regionalligisten elf Einsätze absolviert hat.

Neuzugang Aslantas hat mehr als 300 Spiele in der ersten türkischen Liga absolviert

Nach dem Abgang des bisherigen Stammtorhüters Dominik Samija wurden in Kevin Rombach und Robin Kuschewitz zwei starke Keeper geholt, die um den Status der Nummer eins kämpfen. Der wohl namhafteste Zugang ist Hakan Aslantas, der einst aus der Jugend des VfB Stuttgart hervorging, als türkischer Jugendnationalspieler 2004 U19-Vize-Europameister wurde und viele Jahre bei verschiedenen Clubs in der ersten türkischen Liga auflief und dort mehr als 300 Begegnungen absolvierte. "In der letzten Saison spielte er in der dritten türkischen Liga", erzählt Ceylan, dass Aslantas davor auch ein Jahr das Pforzheimer Trikot trug. "Jetzt ist er zu seiner Familie nach Deutschland zurückgekehrt."

Tefkflik Altindag hatte Angebote aus der zweiten türkischen Liga, entschied sich aber für Neckarsulm, weil seine Familie in der Region verwurzelt ist. In Umut Demir, ein Cousin von Aslantas, wurde ein Akteur vom Oberligisten Sport-Union Neckarsulm geholt, auch Amin Yazji weist eine SUN-Vergangenheit auf. In Christian Giles Sanchez konnte ein Stürmer verpflichtet werden, der schon für die Stuttgarter Kickers und den SSV Reutlingen auf Torejagd ging, zuletzt aber vereinslos war.

"Einen stark besetzen Kader zu haben sagt noch nichts über die Mannschaft aus, die erst noch zusammenwachsen muss", weiß Ceylan. In der Punktrunde ist die Konkurrenz gegen Türkspor besonders motiviert. "Gegen uns wird jeder Gegner alles geben, da müssen wir dagegenhalten."

Kader Saison 2022/2023

Tor: Kevin Rombach (30), Robin Kuschewitz (21), Muhammed Yilmaz (28)

Abwehr: Jonas Engler (24), Anil Sarak (30), Bogdan Cristescu (31), Hakan Aslantas (36), Ionan Arnau (28)

Talha Özen (20), Ekrem Özsoy (18)

Mittelfeld: Kerim Keseroglu (21), Amin Yaziji (23), Tevfik Altindag (33), Marco Di Biccari (39), Sadik Yilmaz (28), Harun Velic (25), Emin Velic (23), Oktay Erdem (23), Emre Biyikli (18), Bahadir Özkan (27)

Sturm: Umut Demir (19), Cristian Giles Sanchez (29), Ugur Tuncbilek (21), Fabian Czaker (30)

Trainer: Fatih Ceylan

Co-Trainer: Tufan Tok

Neuzugänge: Robin Kuschewitz (SV Salamander), Kevin Rombach (1. CfR Pforzheim), Jonas Engler (1. CfR Pforzheim), Anil Sarak (FSV 08 Bissingen), Bogdan Cristescu (1. CfR Pforzheim), Hakan Aslantas (vereinslos), Ionan Arnau (vereinslos), Kerim Keseroglu (1. CfR Pforzheim), Amin Yazji (Spvgg Neckarelz), Tevfik Altindag (Ankaraspor), Marco Di Biccari (1. CfR Pforzheim), Umut Demir (Sport-Union Neckarsulm), Cristian Giles Sanchez (vereinslos, zuletzt (TSV Essingen)

Abgänge: Dominik Samija (unbekannt), Lütfullah Cümen (SC Fortuna Oberschefflenz), Riza Güzel (VfB Eppingen), Ismail Celik (TS Mosbach), Marvin Reitz (VfR Heilbronn), Nick Hellmann (VfR Heilbronn), Sharaf Adam (unbekannt), Arbon Berisha (unbekannt), Kreshnik Lushtaku (Sport-Union Neckarsulm), Daniel Alankus (unbekannt), Fabian Czaker (VfR Mannheim), Sebahattin Öztürk (Trainer Sport-Union Neckarsulm II)

 
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