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Rückschlag beim benachbarten VfB: Eppingen macht zwei Schritte zurück

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Verbandsligist VfB Eppingen verliert bei Aufsteiger Bretten 0:2 und enttäuscht dabei in allen Bereichen. "Unterm Strich war das schlecht", bilanziert Trainer Christian Schweinfurth deutlich.

Christian Schweinfurth war mitunter erschrocken.
Foto: Archiv/Klaus Krüger
Christian Schweinfurth war mitunter erschrocken. Foto: Archiv/Klaus Krüger  Foto: Krüger, Klaus

Alles und alle über einen Kamm zu scheren, pauschal zu kritisieren: Das mag Christian Schweinfurth nicht. Das 0:2 (0:1) des VfB Eppingen am Samstag beim VfB Bretten brachte der Trainer des etablierten Verbandsligisten aber auf einen einfachen und klaren Nenner: "Unterm Strich war das schlecht", sagte er. Sein Team hatte beim Aufsteiger nicht nur ein Problem-Thema - sondern viele. Und kassierte eine völlig verdiente Niederlage, die höher hätte ausfallen können, wie der Trainer auch tags darauf noch findet.

Was Schweinfurth in Bretten vielleicht am meisten erschreckte: Dinge, bei denen es in den drei Spielen bisher einen Aufwärtstrend gab, haben in Bretten nicht funktioniert. "In Bezug auf die Einstellung zum Spiel und die Leidenschaft zum Spiel waren das nach einem Schritt vorwärts jetzt zwei Schritte zurück", sagt der Trainer rückblickend.

Dups hält Elfmeter, ist aber später machtlos

Bester Mann der Eppinger war Torhüter Andreas Dups, der den VfB lange vor einem Rückstand bewahrte. "Wenn Andi keinen Sahnetag erwischt, steht"s zur Pause bereits 4:0 oder 5:0 für Bretten", macht Schweinfurth deutlich. Der VfB-Torhüter ging aus Eins-gegen-eins-Situationen genauso als Gewinner hervor wie auch bei einem Foulelfmeter für die Brettener (11.).

Ein Umstand, der beim VfB Eppingen eine Reaktion hätte auslösen können. "Es muss danach ein Ruck durch die Mannschaft gehen", fand Schweinfurth sogar. "Da war bei uns aber Null." Kurz vor der Pause war dann auch Dups machtlos. Bretten profitierte bei einer Hereingabe von einem vom VfB unglücklich verlängerten Ball: Silas Wittig traf mühelos zum 1:0 (44.).

Ausgleich wäre schmeichelhaft gewesen

Noch vor der Pause hatte der VfB Eppingen seine erste nennenswerte Chance und setzte sich über links sauber durch. Doch der erneut als einzige Spitze aufgebotene Jan-Hendrik Hoyer verpasste in der Mitte den Ausgleich. "Das 1:1 wäre aber auch sehr schmeichelhaft gewesen", stellte Schweinfurth, der in der Pause mit zwei weiteren Auswechslungen (in der 20. Minute musste bereits Binak Elshanaj angeschlagen raus) versuchte, eine Wende herbeizuführen, klar.

Es traf Till Schweizer und Arber Mrijaj, der Trainer betont aber, dass es genauso gut "auch andere" hätten sein können. Der Plan ging ohnehin nicht auf, auch wenn der Trainer das Gefühl hatte, "dass wir ein bisschen mehr ins Spiel gefunden hatten und gewillt waren, mehr zu investieren". Doch mit dem 2:0 war dieses Gefühl wieder dahin (60.).

Trotz Warnung: Bretten Umschaltspiel führt zum 0:2

Ärgerlich: Der VfB kassierte das zweite Tor nach einem eigenen Freistoß in der generischen Hälfte. Dabei hatte der Trainer noch vor Brettens Umschaltspiel gewarnt. Als Tabellen-13. muss der VfB dringend ein paar Schritte nach vorne machen.

VfB Eppingen: Dups - Kradija, Güzel, B. Elshanaj (20. Ayvaz), Felk - Schweizer (46. Nyassi), Zengerle - Mrijaj (46. Krasinski), Rudenko, Winter (E. Elshanaj) - Hoyer. Tore: 1:0 (44.) Silas Wittig, 2:0 (60). Luis Pfannenschmid. Schiedsrichter: Marvin Hoffmann. Zuschauer: 100.

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