Fußball
Lesezeichen setzen Merken

Rettung oder Krönung: Lauffen und Eibensbach suchen den letzten A3-Kreisligisten

Der 1. FC Lauffen und der GSV Eibensbach ermitteln im Relegationsfinale den letzten A3-Kreisligisten. Die Trainer mussten bis zum Finale dasselbe Problem lösen.

Nils Buchmann
  |    | 
Lesezeit 2 Min
Rettung oder Krönung: Lauffen und Eibensbach suchen den letzten A3-Kreisligisten
Für den GSV Eibensbach gab es in der abgelaufenen B3-Saison häufig Grund zum Jubeln. Nun wartet der 1. FC Lauffen im Relegationsfinale zur Kreisliga A3.  Foto: Seidel, Ralf

Es herrscht große Vorfreude. Hier wie dort. "Wir freuen uns auf das Spiel und darauf, dass wir noch die Chance bekommen, die Liga zu halten", sagt Orhan Özer. "Und diese Chance wollen wir nutzen!" Tim Wilde hat eine ähnliche Atmosphäre ausgemacht: "Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Wir haben uns diese Relegation erarbeitet und freuen uns darauf."

Für Özer, Trainer des 1. FC Lauffen, und Wilde, Übungsleiter beim GSV Eibensbach, enden mit dem Relegationsfinale an diesem Donnerstagabend (19 Uhr) im Leingartener Heuchelberg-Stadion zwei Wochen Spannungsmanagement. Gesucht wird der letzte A3-Kreisligist.

Trainer beugen dem Spannungsabfall seit zwei Wochen vor

Seit zwei Wochen geht es für die beiden Trainer vor allem darum, dem mentalen und physischen Spannungsabfall ihrer Spieler vorzubeugen. Dabei stand bereits vor weit mehr als 14 Tagen, als der finale Spieltag die Saison 2021/2022 für die meisten Teams beschloss, fest, dass A3-Kreisligist Lauffen und B3-Vertreter Eibensbach den letzten A3-Platz für die bevorstehende Spielzeit untereinander ausspielen würden. Der Blick auf das eine Spiel, was über Wohl und Wehe der gesamten Saison entscheidet, dauert also in Lauffen und Eibensbach gleichermaßen schon weitaus länger als zwei Wochen.

Wie also die Spannung hochhalten? "Wir hatten in den letzten Wochen der Saison noch einige Personalprobleme", erinnert sich Lauffens Orhan Özer an den Saisonendspurt, an dessen Ende ein unrühmliches 0:14 beim TSV Botenheim stand.

23 Niederlagen, 118 Gegentore für 1. FC Lauffen

"Das hängt uns durchaus noch nach", gibt der Trainer zu, "aber wir wollen das Ergebnis mit diesem Relegationsspiel auch ein Stück weit abschütteln". Für den 1. FC, der in der A3 abgeschlagen auf Rang 15 eintrudelte, war es die 23. Niederlage der Saison. Das Torverhältnis von 26:118 gibt zugleich Aufschluss darüber, wo in den vergangenen Monaten die Schwächen der Özer-Elf lagen.

Eibensbach dagegen ist bereits seit Wochen ungefährdeter Vizemeister in der Kreisliga B3. 16 Zähler Vorsprung vor dem Tabellendritten, ein Schnitt von drei erzielten Toren pro Spiel und der Rückenwind von mehr als drei Monaten ohne Niederlage haben das Selbstvertrauen wenig überraschend wachsen lassen. "Dieses Selbstvertrauen nehmen wir voll mit in das Spiel", verspricht Trainer Tim Wilde, der sich über eine rege Trainingsbeteiligung während der vergangenen beiden Wochen freuen konnte. "Wir haben durchaus Respekt vor dem Gegner, der zuletzt sicherlich nicht mit seiner besten Elf spielen konnte. Wir lassen uns deshalb von den Ergebnissen der Lauffener nicht täuschen und konzentrieren uns auf unser eigenes Spiel." "Eigenes Spiel", das bedeutet Ballbesitz, Aktivität, Angriffsfußball.

Die Personalsorgen sind ausgestanden

Das Team von Orhan Özer weiß seinerseits um die Wirkung der Teils hohen Niederlagen im Saisonendspurt, geht aber als klassenhöheres Team nicht unbedingt als Außenseiter in das Relegationsfinale. Außerdem sind die Personalprobleme in der Hölderlinstadt ausgestanden: "Es werden alle an Bord sein", prophezeit Özer.

Tim Wilde, mit dem GSV in der Rolle des Herausforderers, warnt auch deswegen vor zu viel Übermut: "Wir können uns mit einem Spiel die gesamte Saison kaputt machen." Was er verschweigt: Mit einem Spiel lässt sie sich auch krönen.

Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben