Ohrnberger Jubiläumstrikot und Gaisbacher Spenden-Radtour
Die Vorbereitung für Michael Schukraft und Marius Fichte vom SSV Gaisbach ist in vollem Gange. Aber anders als normal nicht auf dem Fußballplatz, sondern auf dem Fahrrad. 100 Jahre TSV Ohrnberg, der Verein hat ein Jubiläumstrikot kreiert.

"Wir wollen in zwei Wochen eine Radtour machen", erklärt Schukraft. So weit, so unspektakulär. Doch hinter dem Plan steckt ein tieferer Sinn. Rund 800 Kilometer wollen die beiden quer durch Baden-Württemberg zurücklegen - innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Die Route ist noch flexibel. Dabei wollen sie Spenden sammeln. "Das ist uns vor ein, zwei Monaten auf dem Sofa eingefallen", sagt Schukraft. "So können wir auch unseren sportlichen Ehrgeiz hoch halten." Rund 500 Kilometer haben die beiden im Mai auf dem Rad trainiert.
Spendenaktion für Lebensmission Haiti
Ein ehemaliger Berufsschulkollege Schukrafts, Chris Köhl aus Gammesfeld, arbeitet seit Januar bei der Lebensmission Haiti. "Und wenn man sieht, wie es den Menschen dort geht, muss einem klar sein, dass es uns trotz des Lockdowns gut geht", sagt Schukraft. Deshalb wollen er und Fichte ein Projekt auf Haiti unterstützen. Auf ihrer Tour wollen sie Flyer verteilen und auf ihre eigene Mission aufmerksam machen.

"Konkret soll das Geld, das wir sammeln an ein Kinderdorf gehen, weil dort ein Bauprojekt für ein Mädchenhaus ansteht", sagt Schukraft. "Da wir einen Kontakt vor Ort haben, sind wir uns auch sicher, wo das Geld hinfließt", sagtSchukraft. Ihre Spendenkampagne ist bereits angelaufen und nennt sich "Biking Berlin Helping Haiti". Unter diesem Namen haben sie auch ein Profil auf der Social-Media-Plattform Instagram eingerichtet. Dort sind auch Bilder vom Projekt auf Haiti zu finden. Eigentlich wollten die beiden nach Berlin fahren, verwarfen das Ziel aber wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie. Der Name blieb aber bestehen.
Björn Käpplinger bleibt Trainer des TSV Ohrnberg

Der TSV Ohrnberg feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Deshalb haben die Fußballer ein Geburtstags-Trikot aufgelegt. Und auch sonst haben die Kicker versucht, den Betrieb und Kontakt irgendwie aufrecht zu halten. Mit Videokonferenzen, Whatsapp, virtuellem Training oder Challenges per Lauf-App. "Wir wollten im Monat 1000 Kilometer laufen, ich glaube, jetzt sind es 1500", sagt Abteilungsleiter Philip Krasser. "Es ist der Versuch, dass alle einigermaßen fit bleiben. So sind wir bisher einigermaßen gut durch die Pandemie gekommen." Klar ist auch, dass Björn Käpplinger auch in der nächsten Saison Trainer bleibt. "Grundlegend hat sich nur wenig bei uns verändert", sagt Krasser. "Wir haben auch ein paar Neuzugänge zu verzeichnen. Wir sind eigentlich immer auf der Suche nach neuen Spielern, da bei uns aus dem Jugendbereich in der Breite nicht so viel nachkommt. Wenn es wieder losgeht, sind wir bereit." So hofft er, dass das Team im Juli wieder auf den Platz kann. "Wir hoffen, dass es auch eine einigermaßen geregelte Runde geben wird. Aber im Moment ist das wegen der Inzidenzzahlen schwer vorherzusagen", sagt Philip Krasser.

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