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Kevin Conrad: Als Pokalheld aufs Dorffest

Der Künzelsauer Kevin Conrad trifft beim 4:3-Coup seines SV Elversberg gegen Bayer Leverkusen und feiert den Sieg am Sonntag mit der Familie auf dem Dorffest in Amrichshausen.

Florian Huber
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Lesezeit 2 Min
Kevin Conrad: Als Pokalheld aufs Dorffest
Jubeln wie der ehemalige Teamkollege Timo Kern: Elversbergs Kapitän Kevin Conrad zelebriert sein Tor zum 4:2 gegen Bayer Leverkusen. Foto: dpa  Foto: Uwe Anspach

Am Tag danach ging es aus dem Saarland in die Heimat nach Hohenlohe. Vom einen oder anderen ist Kevin Conrad auf dem Dorffest am See in Amrichshausen erkannt worden und natürlich auf den Samstagnachmittag angesprochen worden, auf den 4:3-Sieg seines SV Elversberg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen. Während die Teamkollegen das Nachtleben von Saarbrücken unsicher machten, blieb der 31-Jährige daheim und stand per Schalte ins ZDF-Sportstudio Moderator Sven Voss Rede und Antwort, erzählte von seinem Kopfballtor zum 4:2 gegen den Champions-League-Teilnehmer Leverkusen und seinen neuen teaminternen Spitznamen Alex Popp in Anlehnung an die DFB-Torjägerin.

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Bei seinem TV-Auftritt vor 1,3 Millionen Zuschauern hatte Conrad noch offen gelassen, ob er sich noch feierwütig ins Saarländer Nachtleben stürzt. Am Tag danach klärt der Künzelsauer am Telefon auf, dass die Kollegen ohne ihren Kapitän feierten: "Ich war einfach zu platt."

Kaum Gegenwehr beim Kopfballtreffer

Ausgeschlafen und ohne Feierkater ging es deshalb mit Frau und den beiden Söhnen (bald eins und drei) am freien Sonntag nach Amrichshausen, wo Gattin Annika herstammt. Party geht auch auf dem Dorffest. Und eine einzige Party waren eben auch jene 90 Pokal-Minuten am Samstag vor 7414 Zuschauern im kleinen saarländischen Elversberg. Spätestens nach seinem Tor zum 4:2 in Minute 74 sei klar gewesen: "Wir können das heute wirklich gewinnen." Zuvor hatten bereits Jannik Rochelt (2.), Kevin Koffi (17./Foulelfmeter) und Luca Schnellbacher (37.) für den Außenseiter getroffen.

Für Leverkusen waren Adam Hlozek (5.), Charles Aranguiz (30.) und Patrik Schick (89.) erfolgreich. Der 1,81-Meter-Mann Conrad ist eigentlich nicht als großes Kopfballungeheuer bekannt: "Die Gegenwehr war nicht so groß von den Gegenspielern", sagt er über sein Tor nach einem Eckball: "Ehrlicherweise muss ich sagen: So viel Freiheit habe ich in der Regionalliga oder 3. Liga nicht oft." Eine ordentliche Watsche für Paulinho und seine Kollegen und deren Zweikampfverhalten.

Als nächsten Gegner wünscht sich Conrad den BVB

Der SV Elversberg hat 2022 noch kein Spiel verloren, ist gerade erst in die 3. Liga aufgestiegen. "Wenn wir Gas geben, dann können wir gegen jeden gewinnen", weiß Conrad. Für die nächste Runde wünscht sich der ehemalige Hoffenheimer als BVB-Fan die Dortmunder. Dann würde er gerne auch wieder so jubeln wie am Samstag. Seinem Kumpel Timo Kern, ehemaliger Mitspieler bei Waldhof Mannheim (nun beim FC Bayern II), hatte er versprochen:

"Wenn ich irgendwann mal ein Tor mache, dann jubele ich wie du." Gesagt, getan. Hand an die Stirn, Gruß auf die Tribüne. "Was es ausdrücken soll, das weiß ich gar nicht", sagt Conrad und lacht: "Sieht auf jeden Fall gut aus." Das gilt auch fürs eigene Trikot. Das wurde nämlich nicht getauscht mit Schick und Co.: "Das bleibt bei mir, das kriegt einen schönen Platz."

Adrian Beck trifft für Heidenheim

Conrad war am Wochenende nicht der einzige Fußballer aus der Region mit schönen Pokal-Erinnerungen. So erzielte der Hohenloher Adrian Beck das 2:0 für den 1. FC Heidenheim beim FV Illertissen, der damit im Gegensatz zu den beiden Vorjahren eine Runde weiterkam. Auch der Heilbronner Maximilian Rohr gehörte am Wochenende zu den Gewinnern. Der Profi des Hamburger SV legte per Querpass das wichtige zwischenzeitliche 1:1 (83.) durch Ransford-Yeboah Königsörffer auf, wodurch der HSV bei Drittliga-Aufsteiger SpVgg Bayreuth erst die Verlängerung und nach 120 Minuten mit einem 3:1 nach Verlängerung Runde zwei erreichte.

Pech hatte hingegen Kevin Conrads ehemaliger Mitspieler Kevin Kunz (damals in Chemnitz). Der Torwart aus Möckmühl kassierte mit seinem FC Carl Zeiss Jena (Regionalliga Nordost) erst in der Nachspielzeit das 0:1 gegen Erstligist VfL Wolfsburg. Der Heilbronner Dejan Bozic wirkte beim 1:4 seiner Offenbacher Kickers gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf mit.

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