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Hollenbachs Trainer Martin Kleinschrodt gibt sich kämpferisch

Martin Kleinschrodt, der Trainer des FSV Hollenbach nimmt sein Team in Schutz. An diesem Freitag steht für den Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga die Partie in Tübingen an.

Marc Schmerbeck
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Lesezeit 2 Min
Hollenbachs Trainer Martin Kleinschrodt gibt sich kämpferisch
Die Trainer Martin Kleinschrodt (rechts) und Stefan Roth versuchen, allzu viel Kritik von ihrer Mannschaft fern zu halten. Trotzdem sprechen sie intern die negativen Dinge an. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Der Trainer stellt sich vor die Mannschaft. Demonstrativ. Schützend. Martin Kleinschrodt war nach der 0:2-Niederlage des FSV Hollenbach im Verbandsliga-Spitzenspiel gegen den SSV Ehingen-Süd zu viel Kritik aufgekommen. "Nach zuvor vier Siegen fand ich es unangemessen", sagt Kleinschrodt. "Ich werde meine Mannschaft bis aufs Blut verteidigen." So stärkte er seinen Spielern unter der Woche den Rücken, versuchte sie wieder aufzubauen und auf das Spiel bei der TSG Tübingen heute Abend um 18.30 Uhr vorzubereiten.

"Mir war das alles viel zu negativ, man muss das Positive rausziehen und natürlich trotzdem ansprechen, was nicht gut läuft. Wir müssen das jetzt kanalisieren. Es war ein Topspiel, wir haben 0:2 verloren - und gut ist"s." Klar ist, der Coach will keine negative Stimmung, keine Verunsicherung vor dem Saisonendspurt aufkommen lassen.

Martin Kleinschrodt zieht die Schuld auf sich

"Auch ich habe Fehler gemacht", sagt der Trainer und versucht, die Schuld auf sich zu ziehen. "Wer macht das nicht." Er sagt aber auch: "Wenn wir gemacht hätten, was wir sonst machen, hätten wir das erste Tor geschossen. Die beiden Gegentore haben wir dann durch Standards bekommen. Da war Ehingen abgezockter. Aber wir stehen zusammen - und so wie es wird, wird es."

Nun ist der FSV zu einer ungewohnten Zeit auf dem Tübinger Kunstrasen gefordert. "Bis jetzt ist nach einer Niederlage immer eine gute Reaktion von uns gekommen", sagte Abteilungsleiter Kurt Sprügel. "Ich hoffe, das ist an diesem Freitag auch der Fall. Es ist sicher kein Beinbruch, gegen eine Mannschaft wie Ehingen zu verlieren. Wir haben immer noch drei Punkte Vorsprung. Aber wir haben null Druck auf die ausgeübt."

Tübingen ist ein sehr gefährlicher Gegner

In Tübingen wird es aber genau diesen Druck brauchen. Gerade im Spiel nach vorne sind die Gastgeber sehr gefährlich. Nicht nur mit Torjäger Tim Steinhilber, der zum 3:0-Hinspielsieg zwei Treffer beisteuerte. "Die sind in der vorderen Reihe brandgefährlich. Die sind sehr schwierig zu bespielen", sagt Kleinschrodt. Die Gastgeber lagen den Hollenbachern in der Vergangenheit überhaupt nicht. In sechs Spielen gelang nur ein Sieg.

"Es geht für uns jetzt darum, eine Einheit zu sein", sagt Kleinschrodt. "Wir werden versuchen, alles rauszuholen. Wenn wir in Tübingen einen Punkt holen, dann holen wir einen. Wenn es mehr wird, wird es mehr. Aber wir wollen auf keinen Fall verlieren."

Mittelfeldspieler Boris Nzuzi gibt sich kämpferisch. "Wir haben etwas gut zu machen, auch wegen des Hinspiels", sagt Nzuzi. "Wir wollen uns keine Blöße mehr geben. Es sind noch fünf Spiele und jeder weiß, was wir wollen."

Hollenbacher Defensive steht stabil

Verlassen konnten sich die Hollenbacher in dieser Saison meist auf ihre Defensive. Auch gegen Ehingen ließ der FSV kaum Torchancen aus dem Spiel heraus zu. Darauf hofft Kleinschrodt nun auch gegen Tübingen. Und er stellt heraus: "Was das Team bisher geleistet hat, ist phänomenal. Man muss Spieler, bei denen es nicht so gut läuft, auch mal in Schutz nehmen und trotzdem ansprechen, was nicht gut läuft. Wir schauen nach vorne. Positiv denken." Aber die Hollenbacher haben sich mit der Niederlage trotzdem etwas in Zugzwang gebracht. "Ich hoffe, dass wir die Scharte wieder auswetzen können", sagt Manager Karl-Heinz Sprügel. "Jetzt müssen wir gegen Tübingen gewinnen. Ganz klar. Das haben wir uns selbst eingebrockt."

Doch egal, wie die Partie ausgeht, am Samstag steht ein gemeinsamer Ausflug an - zum Bundesligaspiel des VfB Stuttgart.

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