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Hollenbach will das Fremdeln ablegen

Für den Fußball-Oberligisten FSV Hollenbach steht die Partie beim Schlusslicht Freiburger FC an. Doch der Trainer warnt davor, den Gegner zu unterschätzen.

Marc Schmerbeck
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Lesezeit 3 Min
Hollenbach will das Fremdeln ablegen
Nach den Spielen gegen die Spitzenteams SG Sonnenhof Großaspach und Stuttgarter Kickers reisen die Hollenbacher um Marius Uhl (rechts) nun zum Oberliga-Schlusslicht Freiburger FC. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Neue Liga, neue Probleme. In der Verbandsliga feierte der FSV Hollenbach in den vergangenen Jahren mehr Siege als Niederlagen. Ein relativ kleiner, aber qualitativ ausgeglichener Kader reichte aus, um letztlich die vergangene Saison als Meister abzuschließen.

Für die Oberliga wurde die Anzahl der Spieler etwas vergrößert. Für Trainer Martin Kleinschrodt ist es damit etwas schwerer geworden, die Spielanteile gleichmäßig aufzuteilen. Zumal die Anforderungen gestiegen sind und der Druck nicht kleiner ist.

Elf Punkte sind eine solide Basis

Denn nach den Spitzenteam-Wochen mit immerhin drei Punkten aus drei Spielen gegen hochkarätige Gegner ist der FSV auf Rang elf abgerutscht. Die elf Punkte auf dem Konto sind eine solide Basis - mehr aber auch nicht. Deshalb sollte beim bisher noch sieglosen Schlusslicht Freiburger FC (ein Punkt) am Samstag (14.30 Uhr) gepunktet werden.

"Wir stehen gut in der Saison, spielen guten Fußball, brauchen jetzt aber wieder Punkte. Und zwar genauso dringend wie Freiburg Punkte braucht. Die werden alles reinhauen, wir aber auch", sagt Kleinschrodt. "Das ist ein absolut richtungsweisendes Spiel, in dem wir auf jeden Fall etwas holen wollen", sagt Kleinschrodt.

Trainer Martin Kleinschrodt schaut genau hin

Experimente sind deshalb kaum möglich. Er kündigt an: "Ich werde auf Kleinigkeiten achten bei den Spielern, denn die entscheiden Spiele. Wie sie sich geben, wie motiviert sie sind, wie sie das Team vorantreiben. Es ist entscheidend, wer gut trainiert, wer sich anbietet. Wir müssen jetzt zusammenhalten", sagt Kleinschrodt. "Und für mich als Coach ist es ein Thema, wer eine Chance bekommt. Bisher hat jeder eine bekommen. Und da ist die Trainingswoche entscheidend. Und wenn einer eine Chance bekommt, dann möchte ich sehen, dass er sie beim Schopfe packt."

Dabei fordert er, dass jeder Vollgas gibt, sich für das Team einsetzt, aber auch eine gute Selbsteinschätzung besitzt. "Die Spieler müssen für sich sprechen. Mit Leistung auf dem Platz. Und wenn sie Leistung bringen, dann spielen sie. Das ist das gute an dem Konkurrenzkampf, an dem Kader, dass jeder spielen will. Und da ist jeder selbst für sich verantwortlich, in dem er für das Team die optimale Leistung bringt", sagt Kleinschrodt.

Freiburg ist ein gefährlicher Gegner

Mit Freiburg komme nun ein "saugefährlicher Gegner" auf seine Mannschaft zu, dessen "Tabellenplatz spiegelt nicht wider, was sie können. Und das wissen meine Spieler. Wir haben es aufgearbeitet. Wir haben aufgezeigt, wie gefährlich, wie spielstark die sind, wie sie den Ball laufen lassen, wie sie zocken. Das wird ein sauschweres Auswärtsspiel, bei dem der Ausgang absolut offen ist", sagt der Hollenbacher Trainer über den FFC. "Gerade zu Hause bringen die ihre spielerische Qualität auf den Platz. Wir müssen uns dagegenstemmen, damit wir auch in unsere Ballbesitzphasen reinkommen."

Ähnlich hat auch Daniel Schmelzle die Freiburger in Erinnerung. Vergangene Saison spielte er noch mit dem TSV Ilshofen gegen die Breisgauer: "Da waren die sehr spielstark. Das wird auf jeden Fall schwer gegen eine junge Truppe. Auch wenn sie noch nicht so ins Rollen gekommen sind. Aber wir sollten schon punkten, um nicht hinten reinzurutschen." Aber gerade bei Auswärtsspielen haben die Hollenbacher so ihre Probleme mit dem Punkten. In dieser Saison holten sie auf fremdem Platz erst einen Zähler: beim Saisonauftakt gegen Mitaufsteiger Mutschelbach. Es folgten Niederlagen in Offenburg, Göppingen und Großaspach.

Auswärts hat Hollenbach Probleme

Es wäre nun der richtige Zeitpunkt für die Hollenbacher, um das Fremdeln abzulegen. Dafür setzt Kleinschrodt weiter darauf, dass sein Team auch "Fußball spielt" und sich "nicht nur hinten reinstellt". Aber: "Man muss auch wissen, wann man den Ball mal klar hinten rausschlägt." Fehler im Spielaufbau kosteten den FSV schon den einen oder anderen Punkt in dieser Saison. Auch diese Dinge wurden in der Trainingswoche angesprochen.

"Und da gab es auch von den Spielern Input", sagte Kleinschrodt. "Sie haben sich dazu geäußert. So entwickelt man sich weiter." Denn: "Jetzt haben wir Oberliga-Gegner und wir haben gesehen, dass wir mithalten können. Wir wollen aber nicht nur mithalten, sondern wir wollen Punkte. Daran wollen wir alles setzen." Vor allem auch daran, dass es mal wieder Auswärts-Punkte gibt. Eine neue Liga bringt eben auch alte Probleme wieder zum Vorschein.

 

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