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Hollenbach festigt Spitzenposition

Der Fußball-Verbandsligist schlägt Tübingen mit 2:1 und festigt die Tabellenführung. Aber es war zum Ende hin auch etwas Glück dabei.

Marc Schmerbeck
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Hollenbach festigt Spitzenposition
Michael Kleinschrodt (Mitte) und die beiden Hollenbacher Torschützen Samuel Schmitt (links) und Hannes Scherer hatten am Freitagabend allen Grund zum Jubeln. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Der FSV Hollenbach hat vorgelegt. Am Freitagabend gewann der Verbandsliga-Tabellenführer bei der TSG Tübingen mit 2:1 und festigte damit die Spitzenposition. Der Abstand auf den FC Holzhausen, der heute beim VfL Pfullingen spielt, bleibt nun mindestens bei drei Punkten.

"Wir sind mit einer ganz anderen Einstellung ins Spiel gegangen", meinte Manager Karl-Heinz Sprügel in Anspielung auf den Auftritt am vergangenen Samstag bei der 0:2-Niederlage gegen den SSV Ehingen-Süd. "Es war eine positive Reaktion. Wir haben super gespielt. Es war eine Leistungssteigerung und ein verdienter Sieg."

Hollenbach ist in der ersten Halbzeit tonangebend

Es entwickelte sich eine muntere erste Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten. Wobei der FSV spielbestimmend war. "Die Führung ist völlig verdient", sagte Hollenbachs Abteilungsleiter Kurt Sprügel in der Pause und bestätigte die Einschätzung seines Bruders. "Wir sind mit einer ganz anderen Einstellung wie am Wochenende zu Gange. Aber wir haben uns auch etwas schwer getan, da Tübingen mit einer Fünferkette verteidigt hat." Und so mussten die Hollenbacher erst die Lücken in der massierten Defensive suchen.

Sie fanden sie dann aber auch. Bei den ersten Möglichkeiten war allerdings TSG-Torhüter Hafiz Kerim Aslan gefragt. Immer wieder verhinderte er eine Hollenbacher Führung. Mehrfach blieb er Sieger gegen Michael Kleinschrodt.(12., 17., 26. 31.). Und einmal stand Kleinschrodt im Abseits, als der Ball in der 17. Minute im Netz lag.

Starker Tübinger Torhüter verhindert Schlimmeres

Doch auch Christoph Rohmer scheiterte in der 23. Minute an Aslan. Die Hollenbacher belohnten sich dann in der 35. Minute für ihren couragierten Auftritt. Noah Krieger zog im Strafraum ab, Aslan wehrte ab und Samuel Schmitt verwertete den Abpraller zum Hollenbacher 1:0. Es war aber nicht so, dass Tübingen keine Möglichkeiten in Abschnitt eins gehabt hätte. Doch auch FSV-Torwart Philipp Hörner erwischte einen guten Tag und blieb gegen Dominik Schramm (10.) und Pirmin Glück (24.) Sieger. "Wir hatten schon noch einige Chancen", meinte Kurt Sprügel. "Ich hoffe, dass wir den Vorsprung jetzt halten oder sogar ausbauen können."

Die Hollenbacher entschieden sich in Halbzeit zwei für Zweiteres. Zunächst plätscherte die Partie nach dem Seitenwechsel etwas vor sich hin. Es gab erstmal keine klare Möglichkeiten mehr. Dann schaltete Hannes Scherer in der 59. Minute nach einem Einwurf schnell und erzielte das 2:0.

Hollenbachs Philipp Hörner partiert einen Elfmeter

Doch auf der Führung konnten sich die Hollenbacher nicht allzu lange ausruhen, denn in der 64. Minute gab Glück einen Warnschuss ab - zu hoch. Drei Minuten später wurde er dann im Strafraum von den Beinen geholt. Luca Alfonzo legte sich den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht, wollte rechts unten einschieben, doch Hörner war da und parierte.

Auf der anderen Seite rettete Aslan gegen Robin Dörner (76.) und Schmitt (84.), der alleine aufs Tor zulief. Das Auslassen der Chancen wurde dann auch sogleich bestraft. Noah Dörre gelang in der 85. Minute der Anschlusstreffer. Die Gastgeber drängten danach auf den Ausgleich. Tom Abele (88.) kam auch nochmal zum Abschluss, doch sein Schuss wurde zur Ecke gelockt. So blieb es beim knappen 2:1-Sieg des FSV. "Tübingen hat in der zweiten Halbzeit nochmal alles probiert. Aber wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Das war heute ganz anders auf dem Feld als gegen Ehingen", sagte Kurt Sprügel. "Es wurde viel mehr gesprochen. Jeder wollte."

Und so steht dem gemeinsamen Ausflug der Hollenbacher heute ins Stadion zum Bundesligaspiel des VfB Stuttgart nichts im Weg. "Da freuen wir uns drauf", sagte Manager Karl-Heinz Sprügel. "Wir können da jetzt gut gelaunt hinfahren. Ein Highlight wäre es, wenn der VfB gewinnt und Berlin verliert."

TSG Tübingen: Aslan, Zajonz, Zahn (46. Alfonzo), Bischoff (46. Hollnberger), Hermann (73. Leitenberger), Glück, Thomas, Steinhilber, Schramm, Almeida, Abele.

FSV Hollenbach: Hörner, Schülke, Hahn, Minder (89. Nzuzi), Kleinschrodt, Scherer, Schmitt (92. Volkert), Rohmer, Uhl, Ruck, Krieger (72. Dörner).

Tore: 0:1 (35.) Samuel Schmitt, 0;2 (59.) Hannes Scherer, 1:2 (85.) Noah Dörre.

Besonderes Vorkommnis: Hollenbach Torhüter Philipp Hörner pariert einen Foulelfmeter von Luca Alfonzo.

Schiedsrichter: Maurice Rummel.

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