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Höchstberg/Tiefenbach und Neckarwestheim spielen letzten Bezirksliga-Platz aus

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Die SGM Höchstberg/Tiefenbach und die Sportfreunde Neckarwestheim haben der Nachmittagshitze getrotzt und sich in den Halbfinal-Relegationsspielen zur Bezirksliga durchgesetzt. Ein Sieg fällt überraschend deutlich aus.

Höchstbergs Tim Schädler (Mitte) kommt im Duell mit Fabian Blaschek zu Fall. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Schädler zum 2:0.
Höchstbergs Tim Schädler (Mitte) kommt im Duell mit Fabian Blaschek zu Fall. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Schädler zum 2:0.  Foto: Veigel, Andreas

Die Sportfreunde Neckarwestheim und die SGM Höchstberg/Tiefenbach werden am nächsten Sonntag, 26. Juni, um 17 Uhr im Finale der Bezirksliga-Relegation den letzten Platz in Liga acht ausspielen. Beide Teams gewannen gestern in Heilbronn und Schluchtern ihre Halbfinal-Spiele und dürfen damit weiterhin auf einen erfolgreichen Saisonabschluss hoffen.

FV Wüstenrot − SGM Höchstberg/Tiefenbach 0:2 (0:1)

Ein fußballerisches Schmankerl war es nicht, was Bezirksligist FV Wüstenrot und A2-Vizemeister Höchstberg/Tiefenbach den 413 Zuschauern an den Heilbronner Wertwiesen boten. Doch Marvin Flad war das nach kräftezehrenden 90 Minuten freilich egal. "Es war extrem schwer, dafür, dass wir gerade im Mittelfeld so viel Platz hatten. Aber am Ende ist der Sieg hochverdient", sagte der Höchstberger Spielertrainer mit einer ihm anzusehenden Zufriedenheit. In einem höhepunktarmen Spiel hatten Dennis Knapp (45.+1) und Tim Schädler (77./FE) in der brütenden Nachmittagshitze das Final-Ticket für die SGM gelöst.

Dabei prallte Knapps Kopfball vom Innenpfosten ins Tor, als bereits alle mit einem 0:0 zur Halbzeit gerechnet hatten. "Nach vorne war es extrem holprig, auch weil die Jungs nervös waren", sagte Flad. Die Wüstenroter um Spielertrainer Oliver Köhler taten sich ihrerseits ebenfalls schwer - vieles war beim Bezirksligisten dem Zufall geschuldet. Zwei Hochkaräter hatte der FV dennoch, doch Hamadouch Bouidia (58.), der in der Schlussminute wegen Schiedsrichterbeleidigung noch mit Rot vom Platz musste, und der agile Djilali Bouidia (85.) vergaben beide Möglichkeiten.

Für Diskussionen sorgte lediglich der Foulelfmeter, den Tim Schädler zum vorentscheidenden 2:0 verwandelt hatte. "Ganz klar: Ihr Sieg war verdient, aber es war ein absolut unberechtigter Elfmeter", sagte Oliver Köhler. "Das Tor bricht uns dann natürlich das Genick." Der Wüstenroter Spielertrainer war angesichts der Niederlage natürlich enttäuscht, sein Team sei angesichts des großen Personalmangels aber ohnehin als Außenseiter in die Partie gegangen. "Es ist ein ganz bitterer Abstieg, der weh tut. Aber wirklich überraschend kommt er für uns natürlich auch nicht."

SGM MassenbachHausen − Spfr Neckarwestheim 0:5 (0:3)

Einen am Ende so nicht zu erwartenden 5:0-Kantersieg, feierten die Sportfreunde Neckarwestheim über die SGM MassenbachHausen vor etwa 350 Zuschauern. Dabei sah es in der ersten Viertelstunde so gar nicht danach aus, denn die SGM machte gegen tiefstehende Neckarwestheimer das Spiel und erarbeitete sich zwei, drei gute Tor-Gelegenheiten. "Es war Teil des Matchplans, dass wir zunächst hinten sicher stehen und durch schnelle Gegenstöße Nadelstiche setzen", so Spfr-Trainer Sahin Özel. Seine Spieler setzten die Vorgabe perfekt um und entschieden die Partie zwischen der 23. und 35. Minute durch Philipp Sturm, Robin Prüller und Gianluca Gioia mit drei perfekten Kontern, bei denen die sonst stabile MassenbachHausener Defensive nicht gut aussah. "Die drei schnellen Tore haben uns bei diesen Temperaturen natürlich in die Karten gespielt, vor allem weil wir bis zur Halbzeit kein Gegentor bekommen haben", sagte Özel.

Nach der Pause versuchte MassenbachHausen, nochmals in die Partie zurückzukommen, spielte die Angriffe aber entweder nicht sauber zu Ende oder scheiterte am eigenen Unvermögen. So machte der an diesem Tag gut aufgelegte Sturm mit seinem zweiten Treffer nach 68 Minuten endgültig alles klar. Joas traf nach seiner Einwechslung zum 5:0-Endstand. "Wir waren vorne brutal effektiv, so stellt man sich das als Trainer vor", grinste Özel.

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