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Gommersdorf bittet zum Gipfeltreffen

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Landesliga-Zweiter empfängt an diesem Samstag den Spitzenreiter Spvgg Neckarelz

Von Eugen Bartl
Bisher ließen sich die Gommersdorfer mit Dominik Feger nur in einem Spiel stoppen. Nun folgt das Gipfeltreffen gegen Neckarelz.
Foto: Kurt Gesper
Bisher ließen sich die Gommersdorfer mit Dominik Feger nur in einem Spiel stoppen. Nun folgt das Gipfeltreffen gegen Neckarelz. Foto: Kurt Gesper  Foto: Gesper, Kurt

Mehr Spitzenspiel geht zurzeit in der Landesliga Odenwald nicht: Die beiden letztjährigen Absteiger aus der Verbandsliga treffen aufeinander. Der Tabellenzweite der Landesliga Odenwald empfängt den Spitzenreiter. Am Samstag (15 Uhr) ist die Spvgg Neckarelz zu Gast beim VfR Gommersdorf. Nach zwölf Spieltagen scheint bereits klar zu sein, dass die beiden Teams in einer eigenen Liga spielen und die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen.

Beide Mannschaften standen bis jetzt abwechselnd an der Tabellenspitze. Gommersdorf als Tabellenzweiter hat elf Mal gewonnen und erst eine Niederlage zu Hause gegen den FV Mosbach (2:3) einstecken müssen. Die Neckarelzer haben ebenfalls elf Mal gewonnen. Sie konnten in Tauberbischofsheim in den letzten Minuten der Partie noch einen 0:2-Rückstand egalisieren und sind deshalb noch ungeschlagen mit einem Punkt Vorsprung. Gommersdorf hat mit 41:5 das leicht bessere Torverhältnis gegenüber den Elzern (36:4).

Die Gommersdorfer waren in der vergangenen Runde schon einige Spieltage vor Saisonende abgestiegen, die Neckarelzer dagegen hielten sich lange im Mittelfeld der Tabelle auf, doch im letzten Drittel der Spielrunde schafften sie es einfach nicht mehr, vom Relegationsplatz weg zu kommen. Im ersten Relegationsspiel gewannen sie noch gegen den FC Bammental mit 2:0. Im zweiten Spiel gegen den FC Heidelsheim jedoch verloren sie mit 1:4. Das war für den Ex-Regionalligisten dann der dritte Abstieg in Folge.

Nach den Verpflichtungen bis wenige Stunden vor dem Ende der Wechselperiode im Sommer war klar ersichtlich, was das Team um den Ex-Europaabgeordneten Dr. Thomas Ulmer und Sportdirektor Ingo Link vorhat: Den sofortigen Wiederaufstieg in die Verbandsliga, um den unglücklichen Abstieg zu korrigieren. Verbandsliga erfahrene Spieler kamen an die Elz, von der SG HD-Kirchheim Martin Rau, vom VfB Eppingen Patrick Heckmann, der sich schon neun Mal in die Torschützenliste eintrug. Ein ehemals türkischer U16-Nationalspieler kam mit Onur Satilmis, der bei der U17 der TSG Hoffenheim seine ersten höherklassigen Sporen verdiente.

"Neckarelz ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Von daher erwarte ich bei sehr guten Rasenverhältnissen ein ansprechendes Spiel, dessen Ausgang ich aber nicht voraussagen kann", lässt VfR-Trainer Thomas Nohe alle Optionen offen. Dass sich die Gommersdorfer bei dem Vorhaben der Elzer als hartnäckiger Konkurrent bis jetzt erwiesen, hatten bei den Jagsttälern nicht alle auf dem Schirm, wenn auch die Ligamitstreiter gerade diesen zwei Mannschaft am meisten zutrauten und sie als kommenden Meister tippten. "Ich hoffe auf ein entsprechendes Zuschauerinteresse, wenn die aktuell besten Landesligamannschaften gegeneinander antreten", wünscht sich der Gommersdorfer Trainer. "Neckarelz will unbedingt wieder aufsteigen, das zeigen deutlich die Ambitionen im Verein. Sie waren jahrelang das fußballerische Aushängeschild der Region Odenwald. Aber leider mussten sie auch in den letzten Jahren einen unglaublichen Absturz erleben", sagt Nohe.

Die Partie gegen Neckarelz wird eine ganz andere als jene beim VfR-Auswärtssieg gegen Hundheim-Steinbach. Beide Teams haben nun ähnliche Defensiv- wie Offensivqualitäten. Es wird die Tagesform entscheiden. "Ich hoffe mal, dass Jakob Hespelt wieder einsatzfähig ist, nachdem er letzten Sonntag wegen Krankheit pausieren musste", wünscht sich der Gommersdorfer Trainer die Rückkehr eines seiner Trümpfe. VfR-Spielführer Markus Gärtner erwartet ein Spiel auf Augenhöhe: "Aber wenn wir nicht in der Lage sind, 100 Prozent abzurufen, werden wir es schwer haben zu punkten".

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass es eine Vorentscheidung im Titelrennen geben kann. "Es ist auf jeden Fall ein sehr bedeutendes Spiel. Vor allem für uns. Wir müssen einfach gewinnen", weiß Gärtner die Bedeutung der Partie einzuschätzen und zeigt sich kampfbereit. Noch etwas sollte die Gommersdorfer motivieren: Seit 2004 wurde kein Spiel gegen Neckarelz gewonnen.

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