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Gelungener Heim-Abschluss für die SG Sindringen/Ernsbach

Im letzten Landesliga-Heimspiel der Saison zeigt sich der Absteiger beim 4:0 gegen den SV Leonberg/Eltingen von seiner besten Seite. Am Ende bleibt nur die Frage, was möglich gewesen wäre, wäre da nicht diese dürftige Hinrunde gewesen.

Nils Buchmann
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Lesezeit 2 Min
Gelungener Heim-Abschluss für die SG Sindringen/Ernsbach
SGSE-Doppeltorschütze Markus Herkert (rechts) war seinen Gegenspielern am Samstagnachmittag stets einen Schritt voraus.  Foto: KURT GESPER

Drei Punkte, sehenswert herausgespielte Tore und ein vorerst letztes Mal Landesliga-Fußball auf dem Ernsbacher Sportplatz bescherte die SG Sindringen/Ernsbach ihren Anhängern am Samstag im letzten Heimspiel der Saison. Die 90 Minuten beim 4:0 (3:0)-Erfolg gegen den SV Leonberg/Eltingen ließen erahnen, was tabellarisch möglich gewesen wäre, wenn die Spielgemeinschaft in der Hinrunde mehr als nur die sechs mageren Pünktchen eingefahren hätte, mit denen sie nach den ersten 18 Spieltagen dagestanden hatte.

"So hatten wir es uns gewünscht", bilanzierte Spielertrainer Thilo Baier mit Blick auf das letzte Heimspiel der Saison. Sein Team präsentierte sich nach dem bereits feststehenden Abstieg abermals gelöst und mit einer gehörigen Portion Spielfreude. Vier Siege aus den vergangenen fünf Spielen - drei davon zu Null - stehen nun in der Bilanz. "Das ist nicht schlecht für einen Absteiger", schmunzelte Baier, der seiner Mannschaft zugleich eine deutliche spielerische Verbesserung seit April attestierte.

Sindringer Spielidee geht früh auf

Gegen die Gäste aus Leonberg ließ sich das vor allem am 1:0 (18.) und 3:0 (37.) ablesen. Beide Male hatte Kapitän Christian Baier mit feinem Fuß und gutem Auge durch lange, präzise Pässen in die Spitze, die Gäste-Abwehr ausgehebelt. Beim ersten Tor hatte Adressat Jonas Nöthe allein auf das Tor zulaufend nur wenig Mühe, den Ball flach ins Eck zu schieben. Beim dritten Treffer fand sich dann auch Markus Herkert völlig unbedrängt in der gegnerischen Hälfte wieder und lupfte das Spielgerät über Leonbergs herauseilenden Schlussmann Julian Bär.

Zwischen beiden Toren hatte Lukas Endreß aus kurzer Distanz getroffen, nachdem Julian Winkler einmal mehr mit einem seiner gefährlichen Einwürfe für Verwirrung im Leonberger Strafraum gesorgt hatte. "Wir wussten, dass ihr schnellster Flügelspieler ausfällt und wollten deswegen hoch pressen", verriet Thilo Baier im Anschluss seinen Spielplan. Das Konzept ging auch deswegen auf, weil die Gäste gerade im Spielaufbau keine Gegenmittel gegen den hohen Druck fanden und die SG den Tabellenzwölften immer wieder zum Spiel durch die Mitte zwang. Dort war der Ball dann schnell zurückgewonnen oder fand höchstens durch Halbchancen oder Distanzschüsse den Weg in Richtung Tor - zu wenig, um die Hintermannschaft der SGSE ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Herkert schickt Gäste-Keeper Bär ins Leere

Herkerts 3:0 war daher bereits eine Vorentscheidung. Hatte die SGSE ihre Chancen zunächst noch effektiv genutzt, hätte das Ergebnis später auch noch höher ausfallen können. Denn Edgart Sehfert scheiterte aus 15 Metern am Pfosten und Jonas Nöthe entschied sich kurz vor der Pause für den Abschluss, anstatt auf die mitgelaufenen Herkert oder Endreß querzulegen (45.+1).

Dem gelungenen Saisonabschluss zu Hause tat das letztlich jedoch keinen Abbruch, denn Markus Herkert entschied nach dem Seitenwechsel auch das zweite Eins-gegen-Eins-Duell mit Julian Bär für sich, indem er den Gäste-Keeper mit einer Körpertäuschung ins leere springen ließ und das Spielgerät ins verwaiste Tor einschob - 4:0, Spiel entschieden. "So konnten wir Daheim jedem auch noch mal etwas Spielpraxis geben", sagte Spielertrainer Baier, der in den zweiten 45 Minuten eifrig wechselte.

Hälfte zwei entwickelt sich zum Sommerkick

Die zweite Hälfte entwickelte sich letztlich zu einem typischen Sommerkick. Die einen mussten nicht mehr, die anderen konnten es an diesem Samstagnachmittag nicht. Was blieb waren ein versöhnlicher Heim-Abschluss und Gedankenspiele über das, was für die SGSE möglich gewesen wäre, wenn, ja wenn da nicht diese unbefriedigende Hinrunde gewesen wäre.

SGSE: Kropf; Winkler, T. Baier, Max, Ünlü (86. Scherba); Spiller (62. Kollmar), Sehfert (80. Roth); Nöthe (75. Wurst), Herkert; Endreß, C. Baier.
Tore: 1:0 (18.) Nöthe, 2:0 (25.) Endreß, 3:0 (37.) Herkert, 4:0 (53.) Herkert.
Schiedsrichter: Stefan Jenninger (Adelmannsfelden).
Zuschauer: 90.

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