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Fußballer der Sport-Union Neckarsulm gehen ins siebte Oberliga-Jahr

Der Fünftligist vom Pichterich startet mit einem runderneuertem Kader, einem hauptamtlichen Trainer und alten Sorgen in die Saison 2022/2023.

Alexander Bertok
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Fußballer der Sport-Union Neckarsulm gehen ins siebte Oberliga-Jahr
Abwehr-Neuzugang Jonas Selz hat in der Vorbereitung überzeugt. Foto: Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Es ist eine personelle Zeitenwende, die beim Oberligisten Sport-Union Neckarsulm stattgefunden hat. In Walter Thomae wurde nicht nur ein neuer Chef-Coach verpflichtet, auch im Spielerkader hat sich viel verändert. Insgesamt zwölf Spieler, die zu Beginn der vergangenen Saison im Kader geführt wurden, tragen nicht mehr das Trikot der Neckarsulmer. Sieben Neuzugänge wurden geholt. Es ist der größte Umbruch der vergangenen zwölf Jahre, so dass eine neue Mannschaft geformt werden muss.

"Die Findungsphase wird sich bis in die ersten Spiele der Saison hinziehen", sagt Thomae, auch weil in der Vorbereitung urlaubsbedingt nicht immer alle Akteure zur Verfügung standen. Die Startelf, die am Samstag im ersten Spiel in Ravensburg aufläuft, ist nicht unbedingt die, welche sich bis zum dritten oder vierten Spiel herauskristallisiert. Zur Findungsphase gehört auch, "dass jeder Spieler seine Rolle akzeptiert, vielleicht auch eher als Ergänzungsspieler, aber dennoch mit dem Gefühl wichtig zu sein".

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Einen Torjäger, der 15 oder mehr Oberliga-Tore garantiert, sucht man im Kader vergebens. Dahingehend sind es die alten Sorgen, die in der neuen Saison präsent sind. Lässt man die ersten beiden Testspiele gegen Ilshofen (4:1) und den VfR Heilbronn (5:0) außen vor, wurden danach gegen Waldhof Mannheim II (1:1), VfB Eppingen (1:0) und in den WFV-Pokalspielen gegen Ilshofen und Germania Bietigheim (beide 1:0) gerade einmal vier Treffer erzielt. Zumindest die Abwehr funktioniert, wie eigentlich immer in den vergangenen Jahren. Stürmer mit Torgarantie haben ihren Preis, der nicht ins Gehaltsgefüge der Sport-Union passt. Anders als beim Stadion-Mitnutzer Türkspor Neckarsulm. Der Landesliga-Titelfavorit dürfte über einen deutlich höheren Etat als die SUN zwei Ligen höher verfügen.

Was die tabellarische Vorgabe betrifft, sagt Thomae: "Ziel ist immer, die nächste Begegnung zu gewinnen. Ich werde nie ein Saisonziel ausgeben. Wichtig ist, die Spieler besser zu machen, dann werden wir als Mannschaft besser und auch die nötigen Siege einfahren."

Lange Liste von Zu- und Abgängen

Torhüter Lukas Mai, Alexander Albert, Yannick Eitelwein, Umut Demir, Nicolai Bauer, Niklas Peranitsch, Domenico Botta und Jan Stascak wurden im Sommer verabschiedet. Noah Schorn, Nico Bayha und Mario Cancar hatten die SUN bereits in der Winterpause verlassen. Robin Neupert hat seine Karriere beendet, bleibt dem Verein als Teammanager erhalten. Neu im Team sind vom FC Zuzenhausen Jonas Selz (Verteidiger/22 Jahre) und Lauritz Fischer (Mittelfeld/20). Bleron Berisha (Calcio Echterdingen/21) kämpft mit Marcel Susser um den Status der Nummer eins. Alessio Trianni (Atlas Delmenhorst/20) soll auf der Außenbahn Dampf machen. In der Offensive erhofft man sich von Tim Pöhler (SC Geislingen/23), Kreshnik Lushtaku (Türkspor Neckarsulm/27) und Emmanuel McDonald (VfB Neckarrems/22) viele Tore.

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