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Fatih Ceylan neuer Trainer bei Türkspor Neckarsulm

Kushtrim Lushtaku und der Landesligist Türkspor Neckarsulm gehen getrennte Wege.

Alexander Bertok
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Fatih Ceylan neuer Trainer bei Türkspor Neckarsulm
Neues Türkspor-Trio (v. l.): Ergin Erdem, Fatih Ceylan, Ali Kemal Kuru. Foto: Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Die Niederlage des Landesligisten Türkspor Neckarsulm am Sonntag beim FV Löchgau war auch das Aus von Kushtrim Lushtaku. Noch am selben Abend kam es bei dem auf Platz drei abgerutschten Verein zur Trennung vom Spielertrainer und dessem Bruder Besart (Co-Trainer). Stand Dienstag sollte Ergin Erdem als Interimslösung einspringen. Er leitete am Montag das Training.

Erdem hatte vor vier Wochen das Amt des Sportlichen Leiters von Bayram Göcmez übernommen, rückt jetzt aber auf, wird Geschäftsführer für den zum Saisonende ausscheidenden Mehmet Gedik. Am Mittwochabend wurde dann in Fatih Ceylan überraschend ein neuer Chefcoach präsentiert. Diese Personalie wurde von Ali Mehmet Kuru eingefädelt, dem neuen Sportlichen Leiter.

"Die Ergebnisse der letzten Spiele hatten nicht mehr gestimmt, daher haben wir uns zusammengesetzt", berichtet Noch-Geschäftsführer Gedik. "In einem gemeinsamen Gespräch sind wir zu der Auffassung gelangt, es passt nicht mehr. Der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst."

Kreshnik Lushtaku, der jüngste der drei Brüder, bleibt dem Team erhalten

Es sei zu viel vorgefallen, berichtet Lushtaku. "Die Verantwortlichen waren unzufrieden mit den Resultaten - das ist verständlich - und ich war mit einigen anderen Dingen nicht einverstanden." Spieler Kreshnik Lushtaku, der jüngste der drei Brüder bleibt dem Team erhalten. "Er wird die Saison durchziehen, das war meine Bitte an ihn, den Verein danach aber verlassen."

Kushtrim Lushtku stand in Löchgau nicht auf dem Platz, auch nicht an der Seitenlinie. "Ich wurde vom Verband für vier Wochen gesperrt", erzählt Lushtaku. "Ich soll in Breuningsweiler den Schiedsrichter angegangen haben, fragte ihn nach dem Spiel aber lediglich, ob er da sei, uns das Einwerfen beizubringen, oder um seine Arbeit richtig zu machen." Während des Spiels hatte der Unparteiische Neckarsulm fünf Einwürfe abgepfiffen und zudem drei - laut Türkspor berechtigte - Elfmeter nicht gegeben.

Hoffnung auf Platz zwei und die Relegation hat Neckarsulm noch nicht aufgegeben

Bei noch sechs Partien und 13 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Schwäbisch Hall ist die Meisterschaft vergeben. Die Hoffnung auf Platz zwei und die Relegation hat Neckarsulm aber noch nicht aufgegeben. Löchgau hat zwei Zähler mehr auf der Habenseite und zudem noch ein Nachholspiel ausstehen.

Fatih Celyan, der aus der Jugend des VfR Heilbronn hervorgegangen war, wechselte 2001 in den Profifußball, spielte unter anderem in der türkischen Süper Lig. Von 2018 an trug er das Trikot des 1. CfR Pforzheim und war danach - mit kurzer Unterbrechung als Coach in Schluchtern - erst spielender Co- und dann bis Dezember 2021 Chefcoach des Oberligisten.

"Okay, kann ich machen", erzählt der 41-Jährige, der in Zaberfeld wohnt, über seine Zusage. "Ich war ja schon mal vor drei Jahren bei Türkspor im Gespräch und freue mich, jetzt hier zu sein." Wunder könne er aber keine vollbringen. "Wir haben Platz zwei ja nicht mehr selbst in der Hand, können nur unsere Spiele gewinnen und auf Patzer von Löchgau hoffen."

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