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Endlich wieder ein Unterländer Pokal-Feiertag

Am Donnerstag finden die Pokal-Endspiele der Senioren, Frauen und Männer in Brackenheim statt. Botenheim und Sülzbacherinnen wollen das Double perfekt machen.

Alexander Bertok
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Endlich wieder ein Unterländer Pokal-Feiertag
Der TSV Botenheim hat ein großes Ziel, nach der Meisterschaft in der Kreisliga A3 soll mit dem Pokalsieg das Double gefeiert werden. Fotos: Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Am Donnerstag wird nach 2019 wieder ein ganz normaler Pokalendspieltag der Frauen Senioren und Männer durchgeführt. Gastgeber ist der VfL Brackenheim. Los geht es um 13 Uhr mit dem Finale der Senioren Ü32 zwischen dem SC Ilsfeld und dem TSV Güglingen. Um 15 Uhr ist Anpfiff für das Frauen-Endspiel des SV Sülzbach gegen den SV Leingarten. Danach (ab 17 Uhr) ermitteln die Männer der Sportfreunde Lauffen und des TSV Botenheim ihren Pokal-König.

Nachdem die Pokalrunden der Saison 2019/2020 im Unterland Corona bedingt erst abgebrochen und dann nach der Saison Ende Juli und Anfang August mit den Siegern SC Böckingen (Männer), SV Leingarten (Ü32) sowie SV Heilbronn am Leinbach (Frauen) zu Ende gespielt wurden, war in der Spielzeit 2020/21, ebenfalls wegen der Pandemie, frühzeitig Schluss, ohne Pokalsieger zu krönen. Jetzt ist die Freude groß, in traditionellen Rahmen zur Normalität zurückzukehren.

Männer: Der Bezirksliga-Zehnte Spfr Lauffen gegen A3-Meister TSV Botenheim - eine Finalpaarung mit der nicht unbedingt zu rechnen war. "Es macht wenig Sinn, ein Finale zu verlieren", sagt Lauffens Vorstand Steffen Baumann. "Botenheim hat jetzt schon einiges gewonnen, mit den Aktiven und in der Jugend. Von daher wäre es nicht schlecht, wenn wir jetzt mal etwas gewinnen."

Doch Baumann weiß, dazu gilt es, die Botenheimer Torjäger Sebastian Haußmann und Marco Öhler zu stoppen, die den TSV in der Punktrunde mit jeweils 42 Toren zur Meisterschaft geschossen haben. Im Pokal war Haußmann zwölf Mal und Öhler sechsmal erfolgreich. "Wir haben immer noch Probleme mit verletzten Spielern und können daher nicht in Bestbesetzung antreten, aber wir sind in den letzten Begegnungen zu einem guten Team gewachsen und werden mit Kampf, Herz und Kopf dagegenhalten."

Für den Botenheimer Trainer Ali Brim ist klar, wird man Meister und hat dann die Chance auf das Double, dann "will man das auch schaffen. Wir haben eine erfolgreiche Saison gespielt, wollen diese jetzt krönen und eine überragende daraus machen". Die Zuversicht ist da. "Wir haben beim 4:1 gegen Bad Wimpfen und dem 5:1 über Untergriesheim gezeigt, dass wir gegen Bezirksligisten mithalten können", sieht Brim einem Duell zweier durchaus gleichwertiger Teams entgegen. "Wer die bessere Tagesform zeigt, weniger Fehler macht, mit dem Druck und der großen Zuschauerkulisse umgehen kann, der wird das Finale gewinnen."

Frauen: Regionenliga-Meister SV Sülzbach hat das Double fest im Blick. Nach dem Aufstieg in die Landesliga soll gegen den Regionenliga-Tabellenzweiten SV Leingarten nun auch im Pokal gejubelt werden.

"Wenn du Meister wirst, bist in einer vermeintlich guten Verfassung und stehst dann im Pokalfinale, will man das natürlich auch gewinnen", sagt der Sülzbacher Vereinsvorsitzende Walter Plaggemeyer. Zuletzt hatten die SVL-Mädels - auch Corona bedingt - einige Ausfälle zu beklagen, doch am Donnerstag sollte weitgehend in Bestformation angetreten werden können.

In der Punktrunde setzte sich Sülzbach zweimal (4:3/2:1) gegen Leingarten durch. "Damit ist man der leichte Favorit", weiß Plaggemeyer, vermutet aber "es wird ein ausgeglichenes Spiel" und man müsse "im richtigen Moment zuschlagen und in Führung gehen, um als Sieger den Platz zu verlassen."

Auch SVL-Funktionär Michael Schaller erwartet "eine offene Angelegenheit", in der "die Tagesform entscheidet". Die Vorfreude sei groß, sagt Schaller. "Das Pokalfinale ist nochmals ein schöner Rundenabschluss mit vielen Zuschauern."

Endlich wieder ein Unterländer Pokal-Feiertag
Die Spfr Lauffen haben sich im Pokal zuletzt viel Selbstvertrauen geholt. Ein Sieg im Finale würde aus einer durchwachsenen Saison eine erfolgreiche machen.  Foto: Bertok, Alexander

Senioren: "Dauerfinalist" SC Ilsfeld gegen Premieren-Endspielteilnehmer TSV Güglingen - ein Spiel mit Wundertüten-Charakter. "Wir freuen uns, zum wiederholten Male im Endspiel zu stehen", weiß SCI-Senioren-Coach Axel Hölzl nicht, wie oft sein Team in den vergangenen zehn Jahren das Finale erreicht hatte. Sechs oder sieben Male dürften es gewesen sein. Letztmals Cup-Gewinner waren die Ilsfelder 2019. "In einem Finale stehen die Chancen immer 50:50", sagt Hölzl und ergänzt mit einem Augenzwinkern: "Wir freuen uns auf die zu erwartenten sommerlichen Temperaturen von 30 Grad mittags um 13 Uhr."

Der SCI ist Zweiter der Senioren-Bezirksstaffel. Güglingen nimmt nicht an der Ü32-Punktrunde teil, hat lediglich für den Pokal gemeldet. "Von daher ist Güglingen für uns eine unbekannte Größe", sagt Hölzl. Für Hagen Schlechter, Senioren-Abteilungsleiter des TSV Güglingen, ist der Finaleinzug etwas unerwartet gekommen, "aber wir wussten, dass wir vom Kader her nicht schlecht aufgestellt sind. Gegen Ilsfeld sind wir jetzt aber der Außenseiter, werden aber alles dafür tun, dem Gegner es so schwer wie möglich zu machen".

 
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