Ein Quartett bildet den Favoritenkreis
Beste Chancen, Sinsheimer Kreisliga-Meister und damit Nachfolger von Türkspor Eppingen zu werden, haben der FC Zuzenhausen II, Türk Gücü Sinsheim, der SV Reihen und der SV Rohrbach/Sinsheim.

Die neue Kreisliga-Saison wirft ihre Schatten voraus. Die spannendste Frage: Wer wird Nachfolger von Meister Türkspor Eppingen, der in der Landesliga Rhein-Neckar sein Glück versucht. Ein Quartett scheint dafür prädestiniert zu sein.
Allen voran der Tabellenzweite der vergangenen Spielzeit, der FC Zuzenhausen II. Das Team von Trainer Christoph Münster trägt weiterhin die Attribute „jung und wild“, ist aber dennoch ein Jahr reifer geworden. Außer Christopher Wild (1. FC Mühlhausen) blieb die Münster-Truppe personell zusammen und gilt allgemein als Meisterschaftskandidat Nummer eins. „Wir waren im letzten Jahr Vizemeister und wollen uns in dieser Spielzeit nicht verschlechtern“, gibt Coach Münster die Richtung vor. Als größten Konkurrenten sieht er Türk Gücü Sinsheim. „Türk Gücü hat uns in der vergangenen Saison bereits zwei Mal das Leben sehr schwer gemacht“, erklärt Münster.
Trainer von Zuzenhausen II und Türk Gücü spielen sich Wertschätzungs-Doppelpass zu
Die Trainer der beiden Vereine spielen sich dabei einen gegenseitigen Wertschätzungs-Doppelpass zu. „Türk Gücü hat mit Flamur Shala einen Trainer, der nicht nur sympathisch ist, sondern es auch geschafft hat, Disziplin in sein Team zu bringen“, berichtet Münster. Shala gibt das Lob sofort zurück: „Mit Christoph steht ein exzellenter Coach an der Seitenlinie, für mich ist Zuzenhausen II der Topfavorit.“
„Das Abschneiden hängt von vielen Dingen ab, schon die Verletzung zweier Schlüsselspieler kann alles verändern.“Julian Keitel
Shala ehrt es, dass seine Mannschaft zu den Topteams gezählt wird, er hält den Ball allerdings flach: „Wir möchten in der anstehenden Runde besser abschneiden als in der vergangenen, sprich unter die Top Fünf kommen.“ Die Sinsheimer verfügen über die wahrscheinlich spielstärkste Truppe in der Kreisliga. „Das alleine reicht aber nicht, dafür ist die Konkurrenz zu stark“, macht Shala deutlich. Dennoch: Türk Gücü hat sich vor allem in der Offensive weiter verstärkt. Wenn das Binnenverhältnis bei Türk Gücü dieses Mal von Anfang an stimmt, darf man der Elf viel zutrauen.
Reihen verfügt über viel Erfahrung und Qualität - und ist hoch einzuschätzen
Ebenfalls hoch einzuschätzen ist der SV Reihen. Der Kreispokalsieger und Kreisliga-Dritte der Vorsaison verfügt über jede Menge Erfahrung und einen breiten Kader mit hoher Qualität. Wenn es im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit schon von Anfang an für die Truppe um Ex-Regionalliga-Akteur Claudio Bellanave läuft, ist sogar die Meisterschaft möglich.
Mit wenigen personellen Veränderungen geht der SV Rohrbach/Sinsheim in die neue Saison. Die Mannschaft von Trainer Joachim Heger ist seit Jahren gewachsen, verfügt über genug Qualität im Kader – auch in der Breite. Ein Platz unter den Besten ist drin.
SG Waibstadt gilt als so was wie der Geheimfavorit, wenn die Konstanz stimmt
In die Phalanx der vier Titelkandidaten könnte die SG Waibstadt einbrechen. Das Team um Spielertrainer Julian Keitel hat vor allem in der vergangenen HInrunde gezeigt, zu was es imstande ist. Die Qualität im Kader ist zweifellos vorhanden, doch wird es auch mit der Konstanz klappen? „Das Abschneiden hängt von vielen Dingen ab, schon die Verletzung zweier Schlüsselspieler kann alles verändern“, sagt Keitel. Ein Ziel in Form einer Platzierung will der Coach daher nicht abgeben, hat aber mit der SGW schon den Anspruch, „vorne mitzuspielen“.
Im vorderen Mittelfeld erwartet wird das Duo VfB Eppingen II und VfB Epfenbach. Der Verbandsliga-Nachwuchs aus der Fachwerkstadt hat sich gezielt verstärkt und setzt neben vielen jungen Eigengewächsen auch auf Erfahrung. Mittelfristig ist zu erwarten, dass sich die Eppinger Reserve in Richtung Aufstiegsränge orientieren wird. Beim VfB Epfenbach wäre in der vergangenen Saison mehr als Platz fünf möglich gewesen. Vor allem in der Offensive mit dem Duo Nico Schneckenberger und Maik Grund ist viel Qualität vorhanden. Doch 53 Gegentore waren letztendlich zu viel für einen Spitzenplatz. Sollte sich dies fortsetzen, wird es wieder nichts mit einer ganz vorderen Platzierung.
Treschklingen hat Lehren aus der vergangenen Saison gezogen
Eine stabile Runde darf man dem Trio VfL Mühlbach, TSV Kürnbach sowie SV Treschklingen zutrauen. Gerade der SV Treschklingen hat aus der schwierigen vergangenen Saison gelernt und sich in der Offensive personell verstärkt. Auch das Aufsteiger-Duo FC Weiler und SV Tiefenbach sollte eine sorgenfreie Runde ohne Abstiegsnöte spielen.
Eher im unteren Tabellenbereich erwartet werden der TSV Neckarbischofsheim, der FC Badenia Rohrbach a. G., der TSV Obergimpern und der TSV Helmstadt. Vor allem Obergimpern um Spielertrainer Jonas Bauer hat in den vergangenen Jahren jedoch bewiesen, dass es weiß, wie Abstiegskampf geht. Dank den zur Gimperner DNA gehörenden Tugenden wie bedingungsloser Einsatz und Kampf darf man beim TSV auch in dieser Saison wieder mit einem Happy-End, sprich dem Klassenerhalt rechnen. „Diesmal am liebsten allerdings etwas früher als zuletzt“, sagt TSV-Spielertrainer Bauer.
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