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Der Hollenbacher Kapitän geht von Bord

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Dennis Hutter hört nach dieser Saison beim FSV Hollenbach auf. Ersatz zu finden, wird schwer. Die Kaderplanung ist dennoch fast komplett.

Dennis Hutter hat angekündigt, den FSV Hollenbach nach dieser Saison zu verlassen. Der Aufwand wird ihm zu groß.
, Foto: Marc Schmerbeck
Dennis Hutter hat angekündigt, den FSV Hollenbach nach dieser Saison zu verlassen. Der Aufwand wird ihm zu groß. , Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Einen Plan, ob und wie diese Saison weitergehen soll, gibt es derzeit noch nicht. Kein Problem, für Karl-Heinz Sprügel, Manager des FSV Hollenbach. Zumindest nicht, was die Personalplanungen beim Verbandsligisten angehen. Denn diese sind beinahe abgeschlossen. Selbst wenn irgendwie der Aufstieg in die Oberliga gelingen sollte, gilt das Vertrauen dem aktuellen Kader. Denn aus der Stammformation wird es nur einen Abgang geben.

Dennis Hutter, Kapitän, Führungskraft und einer der wenigen erfahrenen Spieler hört nach dieser Saison beim FSV auf. Eine neue Herausforderung sucht auch Ersatz-Torwart Len Brutzer. Dafür werden die beiden Noch-A-Jugendlichen Justin Haun und Nils Leidenberger nachrücken. Auch Mittelfeldmann Julian Henning soll nächste Saison in den Kader der Aktiven aufrücken.

Schmerzhafte Entscheidung für Hutter

"Die Entscheidung war nicht einfach. Es tut nach fünf Jahren schon weh", sagt Hutter. 2016 kam er zum FSV, dem damaligen Oberligisten. "Aber 60 Minuten Fahrzeit, private Veränderungen, der Job und Hollenbach - das lässt sich nicht mehr unter einen Hut bringen", sagt Hutter. Sehr lange hat er sich mit seiner Absage Zeit gelassen.

Doch gerade die Fahrzeit sorgt für einen großen Aufwand, zu dem der 28-Jährige noch ein Haus bauen will. "Es ist schade, aber wenn ich etwas mache, dann richtig", sagt Hutter. "Wenn die privaten Veränderungen nicht gekommen wären, hätte ich meine Kickschuhe wohl in Hollenbach an den Nagel gehängt. Aber irgendwann geht es einfach nicht mehr." Und so hat er auch nur lobende Worte für den Verein: "Der FSV ist für mich etwas Besonderes. Alles ist sehr familiär. Ich kann jedem Spieler nur nahelegen, dass er wertschätzt, was er in Hollenbach geboten bekommt. Das Vorstandsteam und Karl-Heinz Sprügel macht einen super Job."

Vorrunde beenden wäre die Krönung

Jetzt hofft Hutter, dass zumindest noch die Vorrunde zu Ende gespielt werden kann. "Für uns alle wäre es die Krönung, wenn zumindest die fehlenden acht Vorrunden-Spiele noch zu Ende gebracht werden können und wir um die beiden ersten Plätze mitspielen", sagt Hutter, der in Hollenbach vom zentralen Mittelfeldspieler zum rechten Außenverteidiger wurde. Wenn es so kommt, dass wir gar nicht mehr spielen und die Saison annulliert wird, wäre es das schlimmste für mich."

Mit der "kurzen und intensiven" Vorrunde bisher, zeigt sich Hutter zufrieden. Auch wenn er den unnötigen Punktverlust beim 2:2 in Neu-Ulm anführt. "Mit dem zweiten Platz können wir absolut zufrieden sein. Wir haben auch Ausfälle gut kompensiert. Jetzt hätten wir zumindest noch acht Spiele, in denen wir alles selbst in der Hand haben", sagt der Hollenbacher Kapitän. Sechs Punkte trennen den FSV vom Spitzenreiter TSV Essingen. Dabei haben die Hollenbacher noch ein Spiel mehr (Nachholpartie gegen Ehingen-Süd) ausstehen. Auch das direkte Duell gibt es noch. "Ich bin in der Oberliga gekommen, der Kreis würde sich schließen, wenn wir den Aufstieg schaffen sollten", sagt Hutter.

Als Mensch und Typ kaum ersetzbar

Für Sprügel geht es nun in erster Linie darum, einen Ersatz für den Rechtsverteidiger zu finden. "Wir können ihn als Mensch, als Typ kaum ersetzen", sagt Sprügel. "So jemanden trifft man nur ganz selten. Dass Dennis geht, ist bedauerlich aber verständlich. Jetzt suchen wir noch einen Abwehrspieler, der im Idealfall mehrere Positionen spielen kann."

Die beiden Winterabgänge Sebastian Hack und Dennis Schorb (beide TSG Öhringen) werden momentan nicht ersetzt. "Man weiß ja auch gar nicht, wie es weitergeht", sagt Sprügel. Und zum Weggang von Brutzer meint Sprügel: "Es ist ein super Junge, der sich immer brav und ohne Ansprüche auf die Bank gesetzt hat und voll da war, wenn wir ihn gebraucht haben. Aber es ist nachvollziehbar, dass er jetzt spielen will." Und dafür wären die Chancen in Hollenbach gering.

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