Bitteres Ende einer Saison mit mehr Höhen als Tiefen
Der Kader des FSV Hollenbach steht für die nächste Saison zum Großteil, ist aber noch nicht komplett. Es gibt noch etwas Handlungsbedarf. Trotz des verpassten Aufstiegs fällt das Saisonfazif positiv aus.

Strich drunter. Abhaken. Auch wenn es das bittere Ende einer insgesamt guten Saison war. Der FSV Hollenbach hat die Rückkehr in die Oberliga zwar verpasst, durfte sich aber über Platz zwei in der Verbandsliga freuen. "Wir haben unser Ziel erreicht. Wir haben die Relegation gespielt und hatten eine Traumkulisse", sagte Manager Karl-Heinz Sprügel gestern nach der 1:5-Niederlage gegen den Freiburger FC. "Ich sehe die Sache sportlich. Aber für die Zuschauer tat es mir etwas weh. Die erste halbe Stunde war für mich unverständlich."
Hollenbach hat sein Ziel erreicht
Vor der Saison lautete das Ziel, in der Spitzengruppe der Verbandsliga mitzumischen. Es wurde eine Runde mit vielen Höhen und einigen Tiefen. Nach einem schwachen Saisonstart stabilisierten sich die Hollenbacher, gingen als Tabellendritter in die Winterpause. In der zweiten Saisonhälfte wollten sie am Spitzenduo Spfr Dorfmerkingen und SKV Rutesheim dranbleiben. Dies gelang bis zum 1:3 am 14. April bei Calcio Leinfelden-Echterdingen.
Da wurde der FSV in der zweiten Halbzeit ähnlich hergespielt wie von Freiburg im ersten Abschnitt. Der Abstand auf die ersten beiden Teams betrug nun sechs Punkte. Hollenbach war abgeschrieben. Aber es folgte eine Trotzreaktion.
Ohne Druck spielte das junge Team befreit aus
"Abgerechnet wird zum Schluss", wiederholte Co-Trainer Jens Breuninger. Danach spielte der FSV ohne Druck, übte hingegen Druck auf das führende Duo aus und überholte zumindest noch Rutesheim. Sogar der Meistertitel wäre möglich gewesen.
Doch ausgerechnet zu Hause wurden in der Rückrunde Punkte gegen Absteiger Albstadt und den abstiegsgefährdeten FC Wangen abgegeben. Gegen den FV Löchgau wurde die Partie gerade noch in den Schlussminuten gedreht. Die traditionelle Heimstärke des FSV hat Risse bekommen. Auch wenn die Hollenbacher unter dem Strich die Heimtabelle anführten. Auch das 1:5 gegen Freiburg zeigt, dass die Hollenbacher zu Hause nicht mehr unangreifbar sind. "Die Saison ist am Ende überragend für uns gelaufen", sagt Sprügel trotzdem. "Wir haben alles aus den Jungs rausgequetscht", meinte Trainer Martin Kleinschrodt.
Letzte Puzzleteile müssen passen
Jetzt müssen noch die letzten Puzzleteile in Sachen Kaderplanung für die nächste Saison passen. "Wir haben im Moment 16 Feldspieler unter Vertrag", sagt Sprügel. "Wir wollten erst abwarten, wie die Relegation läuft, bevor wir etwas machen. Drei Jugendspieler kommen ja auch noch dazu." Offen ist zudem die Personalie Marc Zeller. Sollte der Kapitän weitermachen, wäre zumindest die Defensive keine allzu große Baustelle mehr.
Fakt ist aber, dass dem Team etwas Erfahrung und auch Zweikampfhärte gut tun würden. Das wurde in dieser Saison immer wieder deutlich, gerade wenn es mal in einem Spiel nicht so lief. Denn irgendwann soll der Weg wieder in die Oberliga führen und dazu braucht es eben auch Führungsqualität auf dem Platz. Und die fehlte in dieser Saison immer wieder. Nach dem Weggang von Fabian Czaker fehlt auch noch ein Stürmer mit Torgarantie.
Nur nichts überstürzen
"Klar müssen wir noch etwas tun, wir wollen es aber auch nicht überstürzen. Wir haben ja noch bis zum 31. August Zeit", sagt Sprügel. Und Kleinschrodt fügt hinzu: "Es muss ja auch passen." Sprügel sieht zudem noch viel Potenzial in der Mannschaft und setzt auf Rückkehrer Boris Nzuzi: "Er bringt uns hoffentlich mehr Ballsicherheit im Mittelfeld. Torben Götz und Sam Schmitt können sicher auch noch zulegen." Gerade Götz wurde durch viele Verletzungen zurückgeworfen. Und auch Robin Dörner ist, wenn er fit ist, immer ein Gefahrenherd für die gegnerische Defensive.
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