Wieder ein Gegner auf Augenhöhe für die NSU-Kicker

Fussball  Der Oberliga-Siebte aus Neckarsulm empfängt am Samstag den punktgleichen Sechsten Rielasingen-Arlen. Die NSU-Mannschaft will den Personalsorgen trotzen.

Email

Kapitän Steven Neupert (links) und die Neckarsulmer Sport-Union im Vorwärtsgang. Auch gegen Rielasingen-Arlen soll am Samstag gepunktet werden.

Foto: Alexander Bertok.

Im Lager der Neckarsulmer Sport-Union könnte die Stimmung kaum besser sein. 21 Punkte nach zwölf Begegnungen und Platz sieben sind im fünften Jahr in der Fünftklassigkeit eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. Nur in der zweiten Oberliga-Saison stand die NSU am 12. Spieltag einer Runde bei 24 Zählern sowie Rang vier besser da. Trainer Marcel Busch hätte nichts dagegen würde der aktuelle Aufwärtstrend auch an diesem Samstag (15.30 Uhr) anhalten, wenn im Heimspiel zweier Tabellennachbarn der punktgleiche Liga-Sechste 1. FC Rielasingen-Arlen erwartet wird.

Verdienter Sieg am vergangenen Wochenende

Nach dem Gastspiel in Ravensburg, das mit einem verdienten 3:2-Sieg endete - es war die erste Saison-Niederlage des FVR - wartet auf die Neckarsulmer nun erneut ein Gegner auf Augenhöhe. "Zehn Minuten haben wir gebraucht, dann haben wir das richtig gut gemacht und verdient gewonnen", blickt Busch auf das vergangene Wochenende zurück und hofft, dass seine Jungs am Samstag gegen die Gäste aus dem Landkreis Konstanz mit breiter Brust an diese Leistung anknüpfen.

"Aber unser Gegner wird ebenfalls mit breiter Brust antreten. Es scheint ein interessantes Spiel zu geben", sagt Busch, der vor der Runde Rielasingen nicht so weit vorne erwartet hatte. "Zum jetzigen Zeitpunkt so viele Punkte zu haben, da muss man über Qualität verfügen. Das trifft auf Rielasingen zu, aber auch auf uns. Da werden zwei wirklich gute Oberliga-Mannschaften gegeneinander spielen."

Die Südbadener sind seit sieben Spielen unbesiegt und haben in dieser Phase 15 Punkte geholt und lediglich zwei Tore hinnehmen müssen. Die Abbruchsaison hat Rielasingen-Arlen als Aufsteiger auf Quotienten-Platz elf beendet. Die NSU hatte das einzige Aufeinandertreffen beim FC mit 4:0 gewonnen. Doch dieses Resultat besitzt keine Aussagekraft mehr, denn die Gäste haben sich im vor allem im Defensiv-Verhalten enorm weiterentwickelt. Kassierte die Mannschaft in der vergangenen Saison im Durchschnitt zwei Gegentreffer, so wurde diese Quote in den bisherigen elf Begegnungen genau halbiert.

Trainer Busch will punkten, egal wie

"Es gibt in der Oberliga selten Begegnungen, die mit einem wirklich deutlichen Ergebnis enden", glaubt auch Marcel Busch nicht, gegen Rielasingen-Arlen erneut so klar zu gewinnen. "Ich gehe davon aus, dass es ein sehr enges Spiel wird." Aber auch ein 1:0 bringt drei Zähler. "Das Ergebnis ist mir völlig egal, wenn wir wieder punkten, nehme ich letztendlich alles mit."

Was den Spielerkader betrifft, so ist Philipp Seybold diesmal wieder dabei. Dafür fehlen weiterhin Marius Klotz, David Gotovac, Nikolai Bauer, Marc Mägerle, Jan Stascak und Riccardo Stadler.

"Wir haben noch Platz auf der Ersatzbank. Im Moment ist die Personalsituation ein wenig angespannt", sagt Busch, geht aber nicht davon aus, dass er wie in Ravensburg als möglicher Einwechselspieler auf dem Spielberichtsbogen erscheint. "Ich möchte das jedoch nicht gänzlich ausschließen, will das aber eigentlich nicht." In Ravensburg war es lediglich eine reine Vorsichtsmaßnahme, da verletzungsbedingt kein weiterer Abwehrspieler zur Verfügung stand.

In der Erfolgsspur bleiben

Doch in Neckarsulm hat man in den vergangenen Jahren gelernt mit personellen Engpässen umzugehen und in der Erfolgsspur zu bleiben. Die bisher zufriedenstellende Bilanz soll auch nach dem anstehenden Spieltag Bestand haben.

Doch selbst mit drei weiteren Punkten bleibt es dabei, die Runde 2017/18 ist, was die ersten 13 Begegnungen einer Punktrunde betrifft, nicht zu toppen. Damals stürmte die NSU am 13. Spieltag an die Tabellenspitze. Eine schöne Erinnerung, mehr aber nicht.


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

Kommentar hinzufügen