Wie kommt der VfB am Mittwoch mit dem Bielefelder Minimalismus klar?

Fußball  Der Stuttgarter Mitaufsteiger in die Bundesliga hat mit nur zehn Toren in 16 Spielen immerhin 14 Punkte geholt. VfB-Trainer Matarazzo haben die Fehler vor den beiden Gegentoren im Spiel gegen Gladbach nicht gefallen.

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Zwei-Meter-Mann in der Horizontalen: VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic versucht sich im Duell mit Gladbach als Fußball-Akrobat.

Foto: dpa

Und jetzt: mal wieder 2. Liga. Beinahe zumindest, so war es kürzlich noch, denn Arminia Bielefeld hat im vergangenen Sommer zusammen mit dem VfB Stuttgart das deutsche Fußball-Unterhaus verlassen. Beim 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach war zuletzt ein Champions-League-Team der VfB-Gegner. Am Mittwochabend (20.45 Uhr/Sky) in Bielefeld wird es höchstwahrscheinlich wenige Momente zum Zungeschnalzen geben. Das ist in der Bundesliga nicht die Bielefelder Überlebensstrategie.

Mit nur zehn geschossenen Toren in 16 Partien hat die Arminia 14 Punkte geholt. Der VfB ist viel, viel offensivstärker, stellt sich aber manchmal selbst ein Bein. "Wir sind nicht am Ende unserer Lernkurve, unseres Leistungspotenzials", sagt Trainer Pellegrino Matarazzo über die junge Stuttgarter Mannschaft.

Viel Positives: Intensität, Energie, Zusammenhalt

Der Last-Minute-Ausgleich gegen Gladbach soll Rückenwind geben. "Vieles, was wir gesehen haben von uns, war positiv, die Intensität, die Energie auf dem Platz, der Zusammenhalt der Spieler."

Nicht gut gefallen hat Matarazzo das Defensivverhalten vor den beiden Gegentoren, Borna Sosas Elfmetergrätsche, die zum 0:1 führte, und der zum 1:2 durchspurtende Gladbacher Denis Zakaria. Es waren "unnötige Gegentore", monierte der VfB-Trainer. "Da kann man sicherlich lernen." Matarazzos Ansage nicht nur für die Partie in Bielefeld: "Hoffentlich machen wir es in Zukunft in solchen Situationen besser."

Die Moral in der Mannschaft ist großartig

Zwar hat sich der VfB Stuttgart bisher auf seine Comeback-Qualitäten nach Rückständen verlassen können, nicht nur am Samstagabend im Duell mit der Borussia. Die Moral im Team ist großartig. "Die Jungs machen einfach Spaß, wie die nie aufgeben und weiterhin dran glauben." Doch der Trainer freut sich auch über Führungstore.

Der VfB ist jetzt zweimal auswärts gefordert, erst in Bielefeld, dann in Freiburg. Für Sportdirektor Sven Mislintat sind das "zwei schwere, hochintensive Auswärtsspiele". Er freut sich auf das Duell "mit dem alten Bekannten aus der 2. Bundesliga", Arminia Bielefeld. "Wir wissen, wie schwer das ist." Der Minimalismus der Ostwestfalen beeindruckt ihn. "Die machen es super."


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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