VfB-Freunde beim VfL vereint

Fußball  Manuel Hecker wird im Sommer Co-Trainer an der Seite von Christian Schweinfurth bei Kreisligist Mühlbach und trifft dabei auf seinen alten Kumpels, mit denen er beim VfB Eppingen einst in die Verbandsliga aufgestiegen ist.

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Lange ist es her: Im Jahr 2017 stand Manuel Hecker (Mitte) letztmals für den VfB Eppingen in der Verbandsliga auf dem Platz, ehe er sich verletzte.

Fotos: Klaus Krüger

Die Runde der früheren VfB-Eppingen-Spieler beim VfL Mühlbach erhält zur neuen Saison Zuwachs: Mit Manuel Hecker schließt sich nach Christian Schweinfurth, Simon Horn sowie Marc Söder ein weiterer ehemaliger Verbandsliga-Spieler dem Nachbarn an. Der 31-Jährige wird an der Seite seines Freundes Christian Schweinfurth Co-Trainer. "Manu passt sportlich, charakterlich und auch menschlich wie die Faust aufs Auge zu uns", freut sich VfL-Abteilungsleiter Marco Appelt und spricht von einer Win-win-Situation.

Auch Schweinfurth ist vom Coup angetan. "Wenn einer wie der Manu auf dem Markt ist, darfst du dir die Chance nicht entgehen lassen", sagt Schweinfurth. Der 33-Jährige macht aber auch deutlich, dass er sich aus dieser Personalie fein rausgehalten habe. "Aus Respekt vor meinem alten Verein."

Erinnerungen an ein "Wahnsinns-Jahr" werden wach

Beim VfB Eppingen verbrachte das Quartett um Hecker seine erfolgreichsten Jahre, verbindet mit dieser Zeit viele schöne Erinnerungen. Darunter vor allem der Aufstieg in die Verbandsliga 2012/2013. "Das war ein Wahnsinns-Jahr für uns alle", erinnert sich Schweinfurth, der nun schon seit 2017 in Mühlbach ist, wohin es anschließend auch Simon Horn und Marc Söder verschlug.

Nun folgt auch Manuel Hecker dem Ruf des VfL. Den Kontakt hatte es schon länger gegeben, Hecker hatte sich immer mal wieder in Mühlbach blicken lassen, um den alten Gefährten zuzuschauen. "Aber das waren mehr Stammtischgespräche", sagt Appelt über die humorvollen Werbeversuche. Zumal allen immer klar war, dass Manu Hecker zumindest nach seiner ersten schweren Knieverletzung im Herbst 2017 noch Hoffnungen hatte, für den VfB Eppingen wieder in der Verbandsliga spielen zu können.

VfB-Freunde beim VfL vereint

Seit der Saison 2017/2018 ist Christian Schweinfurth (links) für den VfL Mühlbach im Einsatz: Zunächst als spielender Co-Trainer, inzwischen als Trainer.

In dieser Saison feierte Hecker sein Comeback

Doch Hecker verletzte sich erneut, hielt den Ball in der Folge lieber flach, setzte sich keine Comeback-Ziele mehr. In dieser Saison kehrte der Eppinger aber auf den Platz zurück - absolvierte in der Kreisliga immerhin zwei Spiele für Eppingen II. In ihm reifte der Gedanke, mal was anderes zu machen. Dann kam der VfL ums Eck. "Da war dann klar, dass ich das mache."

Eine neue Perspektive, eine neue Herausforderung. Manuel Hecker hatte andere Anfragen, hätte anderswo im Kreis ein Team übernehmen können. "Aber das wollte ich nicht", sagt er, der noch keine Mannschaft trainiert hat. Die Aufgabe in Mühlbach fühlt sich dagegen genau richtig an. Als Co an der Seite seines alten Kumpels. "Das ist ein guter Einstieg. Da kann ich schauen, ob das auch was für mich ist." Die Mühlbacher hätten ihn auch gerne als Spielertrainer auf dem Platz, das jedoch kann Manuel Hecker nicht versprechen. "Es muss Sinn machen", sagt er mit Blick auf sein lädiertes Knie. Ein Schritt nach dem anderen.

Die Reunion ist nun perfekt

Schließlich war es auch sein Körper, der seine Entscheidung für den VfL Mühlbach beeinflusst hat. "Mir ist mit der Zeit klar geworden, dass ich nicht mehr spielen kann, wie ich es gerne würde", sagt Hecker. Aber die Chance, nochmal was Neues zu machen, dabei auf die alten Kumpels von früher zu treffen: Die wollte der 31-Jährige nutzen.

Nun ist die Zusammenführung perfekt, sollte es die Pandemie zulassen, werden sich die Gefährten von einst bald auf dem Platz wiedersehen. In einem Team, das nun VfL statt VfB heißt. Gemeinsam werden sie eine Generation junger Fußballer fördern, ihnen ihre Erfahrungen weitergeben. "Darauf freuen wir uns alle", meint Christian Schweinfurth. Es könnte wieder so ein Wahnsinns-Jahr werden. Oder mehr.

Viele Optionen

Der VfB Eppingen hätte Manuel Hecker gerne behalten und als Trainer eingebunden. So war der 31-Jährige zunächst als Coach für die Kreisliga-Mannschaft im Gespräch. "Das wollte ich dann aber nicht", sagt Manuel Hecker, der in der bislang nur unterbrochenen Saison selber zwei Mal für den VfB II spielte. Der Mittelfeldspieler war auch ein heißer Kandidat für den Posten des Co-Trainers der Verbandsliga-Mannschaft des VfB, seines alten Teams, was ihn grundsätzlich auch gereizt hätte. "Aber da hatte ich schon in Mühlbach zugesagt", sagt Hecker.

 

Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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