VfB Eppingen will endlich mal eine Topleistung bestätigen

Fußball  Mit Mühlhausen ist an diesem Samstag das nächste Topteam zu Gast beim VfB Eppingen. Der Verbandsligist wartet noch auf den ersten Heimsieg.

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Bisher gewannen Mark Rauh (li.) und der VfB zu Hause noch nicht.

Foto: Klaus Krüger

Drei Punkte nehmen sie beim VfB Eppingen immer gern mit. Die drei am Samstag wären für Trainer David Pfeiffer für ein Zwischenfazit allerdings von größeren Bedeutung: "Wenn wir diesen Dreier noch setzen, können wir von einer top Anfangsphase rechnen", sagt der VfB-Trainer. Dann hätten die Kraichgauer 13 Punkte aus sechs Spielen angehäuft und wären in der Verbandsliga ganz vorne bei der Musik dabei.

Endlich mal einen Heimdreier einfahren

Das Problem aber: Die drei Punkte gibt es nicht im Vorbeigehen - am Samstag gleich gar nicht. Zu Gast ist um 15.30 Uhr das nächste Topteam, der 1. FC Mühlhausen. Was die ganze Geschichte zusätzlich erschwert: Der VfB hat zu Hause noch nicht gewonnen, aus zwei Spielen sogar erst einen Punkt geholt. Weil nach einer Topleistung im nächsten Spiel nicht mehr als ein durchschnittlicher Auftritt zustande kam.

Alles nur Kopfsache, ist der Trainer überzeugt. "Der Sieg in Heddesheim muss für uns die endgültige Bestätigung sein, dass wir es können. Dass diese Leistungen kein Zufall sein können." In Heddesheim, einem anderen Topteam der Liga, machte der VfB ein starkes Spiel, gewann verdient mit 3:1. Das bestätigte selbst der Gegner, der den VfB im Vorfeld selber noch einmal angestachelt hatte. Im Vorbericht auf dieses Spiel stellte der Gegnertrainer fatalerweise infrage, ob die Kraichgauer eher defensiv agieren oder doch versuchen werden, mitzuspielen.

Ein Zitat reichte, um das Team anzustacheln

Damit hatte Heddesheim Pfeiffer und dem VfB am Ende einen Gefallen getan. "Ich habe das Zitat in die WhatsApp-Gruppe der Mannschaft gestellt. Mehr musste ich dann vor dem Spiel nicht mehr sagen", berichtet Pfeiffer. Mühlhausen wird sicher nicht denselben Fehler machen - ist gewarnt. Motivationsprobleme werden die Eppinger aber auch so nicht haben, meint der Trainer.

Zum einen ist da das Erlebnis aus einem Vorbereitungsspiel vor gut eineinhalb Jahren, als der VfB beim damaligen Landesligisten gastierte. "Mühlhausen war uns absolut überlegen, wir ohne Chance", sagt Pfeiffer, der sich nicht mehr an das genaue Ergebnis erinnern kann - oder will. Diese Abreibung ist ein Motivations-Faktor. Der andere: eine gute Leistung mit einer guten Leistung zu bestätigen - und sich oben in der Tabelle festzusetzen. "Das muss die größte Motivation sein", sagt Pfeiffer.

Personell passt es: Alle Mann an Bord

Wer ein Topteam sein möchte, der sollte konstant gute Leistungen abrufen, gibt Pfeiffer seinem Team mit auf den Weg. Als Beispiel sollten die bisher starken Reaktionen auf eher durchschnittliche oder gar schlechte Auftritte dienen. Personell gibt es auch keine Ausreden: Das Team ist nahezu komplett.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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