VfB Eppingen: Mit einem Strahlen zurück auf den Platz

Fussball  Mit vier Neuzugängen hat der VfB Eppingen Phase eins seiner Saisonvorbereitung aufgenommen. Trainer David Pfeiffer ist mit dem Verbandliga-Kader zufrieden.

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Langsam wird es wieder ernst: Am Montag sind die Verbandsligakicker der VfB Eppingen in die erste Phase der Saisonvorbereitung gestartet: Knapp vier Wochen lang stehen Athletiktraining und ein lockeres Spiel auf dem Plan.

Foto: Klaus Krüger

Selbst der vom Trainer angekündigte Athletik-Teil kann die Vorfreude nicht trüben: Freudestrahlend haben die Spieler des Verbandsligisten VfB Eppingen am Montagabend den ersten Teil der Saisonvorbereitung aufgenommen. Jeder Ballkontakt beim Warmmachen verbreiterte das Grinsen in den Gesichtern, jeder Tunnel eines Mitspielers wurde lauthals gefeiert. "Einfach schön", fand auch Trainer David Pfeiffer, bevor er sein Team nach einer ersten Ansprache auf die Gymnastikmatten zur ersten Fitness-Einheit bat.

Ein Quartett mit Neulingen

Unter den 20 Mann im verkleinerten Kader waren neben drei Spielern aus dem Unterbau auch die vier Neuen: der bereits im Frühjahr zur Mannschaft gestoßene Alessandro Sautter (SC Pfullendorf), Luca Hofmann (SV Sandhausen II), Andre Teufel (St. Ilgen) und Binak Elshanaj (SpVgg Neckarelz). Alle bringen sie Verbandsliga-Erfahrung mit, Hofmann hat sogar schon in der Oberliga gekickt. Mit dem 20-Jährigen Elshanaj, den Hofmann aus der Jugend des FC Union Heilbronn kennt, haben die Eppinger ihre wohl größte Lücke in der Innenverteidigung geschlossen.

Die war schon in der vergangenen Saison das größtes Sorgenkind von Pfeiffer, die Not nahm zuletzt noch zu, weil sich überraschend Marinko Balikic noch für einen Wechsel entschied. Durch die beiden Neuzugänge fühlen sich die Kraichgauer da nun deutlich breiter aufgestellt, wenngleich Pfeiffer einräumt, dass er noch einen Innenverteidiger mehr vertragen hätte. "Das hätte taktisch noch mehr Möglichkeiten ergeben." Aber auch so sei er zufrieden. Mit Andre Teufel, der bereits für Ligakonkurrent FC Zuzenhausen aktiv war, hat sich der VfB einen offensiv flexiblen Spieler geangelt. "Er ist schnell, physisch stark - und hat Durchsetzungsvermögen", sagt Pfeiffer. Versprechen kann Andre Teufel zwar nichts, aber "ich hoffe schon, das eine oder andere Tor zu machen". Teufel, der gerade seine Bachelorarbeit schreibt, hat sich für den VfB entschieden, weil "es ein toller Verein ist". Die alten Kollegen in Zuzenhausen seien dagegen nicht sehr begeistert gewesen, sagt er.

Sautter bringt die meisten Vorschusslorbeeren mit

Viel Erfahrung für sein noch junges Alter bringt Alessandro Sautter mit nach Eppingen. "Er hat beim Tabellenführer der Verbandsliga Südbaden gespielt und gehörte dort zu den Leistungsträgern", sagt Trainer Pfeiffer über den 22-jährigen zentralen Mittelfeldspieler. Die Liga im Süden ist tendenziell stärker als die im Norden, entsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an den jungen Sautter, der seine Stärken in der Ballbehauptung und in Tempowechseln sieht.

Ihn hatte es vor kurzem beruflich nach Heidelberg verschlagen, Sautter hatte auch bei anderen Vereinen mittrainiert, entschied sich aber für den VfB. "In Eppingen habe ich mich einfach am wohlsten gefühlt", sagt er. Auch die Gespräche mit den Verantwortlichen seien durchweg positiv gewesen - da nimmt er auch eine Anfahrt von 40 Minuten in Kauf. Die Aufbruchstimmung ist groß, freilich nicht nur bei Sautter. Ab dem 10. Juli startet Teil zwei der Vorbereitung, in der auch taktisch und technisch intensiver gearbeitet wird. David Pfeiffer jedenfalls ist guter Dinge: "Wir haben zwar weniger Spieler. Aber von der Qualität sind wir mindestens gleichwertig", ist er überzeugt.

Das ist das Testspielprogramm

Testspiele: 26. Juni beim FSV 08 Bissingen, 17. Juli, 15 Uhr, beim FC Nöttingen, 21. Juli, 19 Uhr, zu Hause gegen Neckarsulmer Sport-Union, 28. Juli, 19 Uhr, beim CfR Pforzheim, 7. August, 11.30 Uhr, gegen den FC Östringen, 14. August, 11.30 Uhr, gegen FC Union Heilbronn.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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