VfB Eppingen liefert in Zuzenhausen und genießt schönes Wochenende

Fußball  Beim 4:1-Auswärtssieg in Zuzenhausen machen die Eppinger ein starkes Spiel und revanchieren sich für die Pokal-Niederlage.

Von Alexander Sattler
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Freude pur: Die Spieler des VfB Eppingen feiern das zwischenzeitliche 3:0 durch Jan-Hendrik Hoyer, am Ende gewannen sie das Derby mit 4:1.

Foto: Klaus Krüger

Flutlichtspiele und der VfB Eppingen - das passt einfach. Ginge es nach Trainer David Pfeiffer, würde seine Mannschaft öfter Abendspiele bestreiten. "Die Atmosphäre ist einfach immer wieder beeindruckend, vor allem in so einem Derby", sagte er euphorisch. Seine Mannschaft gab ihm mit dem klaren 4:1-Erfolg beim FC Zuzenhausen allen Grund, zufrieden zu sein.

VfB erwischt Blitzstart

Von Beginn an war dem VfB anzumerken, dass er die schwache Leistung aus der Vorwoche gegen Weinheim vergessen machen wollte. Das frühe Tor durch Mark Rauh, der mit einer tollen Abnahme vom Sechzehner bereits nach vier Minuten die Führung erzielte, resultierte aus dem frühen Pressing, dass die Eppinger über lange Strecken des Spiels zeigten. "Das Tor hat uns gut getan und auch etwas die Nervosität genommen", sagte Pfeiffer. Der VfB war auch in der Folge die aktivere Mannschaft, blieb stets gefährlich. In der Defensive ließ man kaum etwas zu, die sonst gefährliche Offensive der Gastgeber war fast komplett abgemeldet. So sah es auch FC-Trainer Steffen Schieck: "Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen und haben uns zu einfach den Schneid abkaufen lassen." Folgerichtig war auch das 0:2 durch Julius Reinbold, das symbolisch für die gesamte Partie stand. Ein schnell ausgeführter Freistoß in den Lauf von Alexander Rudenko nutzte dieser, um den in der Mitte stehenden Reinbold zu bedienen, der seinem Gegenspieler einen Schritt voraus war und den Treffer mit viel Wille erzielte. Die mitgereisten VfB-Fans waren sichtlich zufrieden und applaudierten der Mannschaft zur verdienten Pausenführung.

Trotz taktischer Umstellungen in der Pause, blieb ein Sturmlauf des FC nach der Halbzeit aus. Eppingen knüpfte da an, wo man vor der Pause aufgehört hatte - und konnte durch Jan-Hendrik Hoyer in der 53. Minute auf 0:3 erhöhen. "Wir haben uns in der Pause vorgenommen, auf das dritte Tor zu gehen", so Pfeiffer. Vorausgegangen war eine feine Kombination, die über Rudenko und Reinbold initiiert worden war. Dieser Nackenschlag nahm zwar die Spannung aus dem Spiel, das Tempo und die Intensität blieben.

Anschlusstreffer ändert nur wenig

Zuzenhausen war nun besser im Spiel, gefährliche Torchancen blieben aber weiterhin Mangelware. Erst in der 80. war es Dominik Zuleger, der nach einem Ball in die Mitte den 1:3-Anschlusstreffer erzielte. Mit diesem Tor stieg auch die Hoffnung auf eine Aufholjagd, wurde aber nur zwei Minuten später wieder zerstört: "Das 1:4 von Alex Rudenko war natürlich der endgültige Genickbruch für uns", resümierte ein etwas konsternierter FC-Trainer Steffen Schieck. Eppingen konnte sich danach sogar erlauben, einen Elfmeter in der Schlussminute zu verschießen, als Rudenko an Torhüter Timo Mistele scheiterte.

"Alex soll einfach den nächsten Elfmeter verwandeln, wenn es noch 0:0 steht", nahm es sein Trainer David Pfeiffer gelassen hin. Das konnte er an diesem Abend auch, schließlich nahm man Revanche für das verlorene Pokalspiel vor kurzem.

Anders als in der Vorwoche zeigte der VfB nun ein anderes Gesicht und rief sein Potenzial ab. Doch welches Gesicht ist nun das richtige? Für Trainer Pfeiffer wird sich das in den nächsten Wochen zeigen, wenn es gegen einige "Hochkaräter geht: Wir müssen an die heutige Leistung anknüpfen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir weiter oben dranbleiben werden." Die Eppinger nahmen ihre Freude mit in die Kabine, feierten mit "Derbysieger, Derbysieger"- Rufen. "Ein Vorteil von Flutlichtspielen am Freitag: Man kann bei positivem Ausgang das Wochenende richtig genießen", sagte Pfeiffer.

VfB Eppingen: Dobler - Kradija, Mrijaj (67. Fitze), Felk, Rauh - Sautter, Durmus, Ayvaz (79. Wiczynski) - Rudenko, Reinbold, Hoyer. Tore: 0:1 (4.) Mark Rauh, 0:2 (32.) Julius Reinbold, 0:3 (53.) Jan-Hendrik Hoyer, 1:3 (80.) Dominik Zuleger, 1:4 (82.) Alexander Rudenko. Schiedsrichterin: Dr. Wiebke Frede. Zuschauer: 300.


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