VfB Bad Rappenau baut auf Tore von Joe Brown

Fußball  Vereine-Bummler Brown schließt sich dem VfB Bad Rappenau an. Der Kreisligist hofft auf den Aufschwung.

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Im Kraichgau wie im Unterland bekannt: Joe Brown (links), hier noch im Trikot des TSV Michelfeld, kickt nächste Saison beim VfB Bad Rappenau.

Foto: Klaus Krüger

Die Liste ist lang. Und regelmäßig kommen neue Einträge hinzu. In kurzen Abständen meistens. Jährlich. Aber auch nach einer halben Saison oder nur wenigen Spielen hat es ihn manches Mal weitergezogen. Ganz genau lässt sich das von außen nicht immer nachvollziehen. Ob Vereine-Bummler Joe Brown angesichts seiner vielen Stationen selber noch den Überblick hat, ist unklar. Der im Unterland und im Kraichgau bekannte Stürmer mag mit der Zeitung nicht sprechen. Was indes klar ist: Brown kehrt zurück in den Kraichgau.

Das ist zumindest der Plan. Nach zweieinhalb Jahren und zwei Vereinen im Unterland steht der Stürmer ab Sommer in Diensten des VfB Bad Rappenau. Ein Wechsel, der für Aufsehen sorgt. Natürlich. Ganz gefahrlos ist die Personalie nicht. Seit der Sinsheimer Kreisligist die Verpflichtung von Brown publik gemacht hat, hat Alexander Sattler ein paar Anrufe mehr erhalten als sonst.

Kein Geld vom Verein, aber durch externen Sponsor

Die meistgestellte Frage sei die nach dem Gehalt für den Stürmer. "Von Vereinsseite kommt da gar nichts", stellt der zweite Vorsitzende gleich klar. Spieler zu bezahlen, passe nicht zur Philosophie des VfB und würde wegen "Corona und dem Clubhaus-Umbau auch gar nicht gehen".

Was nicht heißt, dass der Neuzugang nicht Geld verdienen würde in Bad Rappenau. Das aber läuft über einen externen Sponsor. "Höhe und Form interessieren mich aber nicht", sagt Sattler. Ihn interessiert nur, dass es sportlich und menschlich passt, sich alle wohlfühlen. Das war beim Stürmer und dem SC Abstatt, seiner letzten Kurzstation offenbar nicht mehr der Fall, weshalb der 34-Jährige einen neuen Verein suchte. Und in Bad Rappenau gefunden hat.

Transfer lief über Sergej Wirch

Wie lange Brown dort bleibt, das weiß auch Sattler nicht. Er war auch in den Wechsel nicht groß eingebunden, das lief alles über Sergej Wirch, der bislang die zweite Garnitur des VfB trainiert hatte. Bereits im Januar hatte der Verein indes verkündet, dass der 32-Jährige zur neuen Runde zum Kreisliga-Team aufrückt und mit Kevin Kroiher künftig ein Trainer-Duo bildet. "Die frühzeitige Entscheidung war vielleicht ein Vorteil, weil wir schon in Gespräche mit den Spielern gehen konnten." Das habe vielleicht die eine oder andere Türe mehr geöffnet.

Letztlich ist die Verpflichtung von Joe Brown auch nur eine von vieren, doch die anderen geraten ein wenig ins Hintertreffen. Dabei ist auch die Rückkehr von Pascal Winter durchaus von Rang. Für den Angreifer hatte sich vergangenen Sommer unverhofft die Chance geboten, beim TSV Neckarbischofsheim Landesliga zu spielen. "Er hatte zwar schon bei uns zugesagt, hatte aber den Wunsch geäußert, es nochmal in der Landesliga zu versuchen", sagt Sattler.

Pascal Winter zieht es zurück zum VfB

Das klappte auch ordentlich: Winter biss sich in der Liga höher durch, traf in neun Spielen drei Mal. Nachdem sich Neckarbischofsheim zur neuen Saison in die Kreisliga zurückzieht, zog es auch den Angreifer wieder zurück nach Bad Rappenau. Zusammen mit Brown sowie Michel Weigelt könnte der VfB wieder für Furore sorgen. "Wenn die drei zusammen funktionieren, dann gehört unsere Offensive zu den besten in der Liga", sagt Sattler. Und es ginge wieder bergauf beim VfB.

Dazu beitragen sollen auch Dominik Brodöhl (SGM MassenbachHausen) und Sören Blättgen (SGM Fürfeld/Bonfeld). Zuletzt war beim VfB ein wenig der Wurm drin, sofern sich das nach zwei abgebrochenen Runden sagen lässt. "Es war ein Abwärtstrend erkennbar, es gab keinen Kampf um Stammplätze mehr", sagt Sattler. "Die Neuen sollen mehr Feuer reinbringen." Und auf dem Platz für Aufsehen sorgen.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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