Verbandsliga-Frauen des TSV Neuenstein bleiben im Standby-Modus

Fußball  Trainer Thilo Baier bleibt bis 2022, doch die sportlichen Planungsmöglichkeiten sind begrenzt. Womöglich bietet die Corona-Pause allerdings auch eine Chance zum Neuanfang.

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Bleibt ob eines Re-Starts skeptisch: TSV-Trainer Thilo Baier.

Foto: Archiv/mars

Sechs Spiele haben die Frauen des TSV Neuenstein in der Verbandsliga erst gespielt. Dann wurde die Saison abgebrochen. Bei den Frauen gilt das gleiche Szenario wie bei den Männern: Kann die Saison bis zum 9. Mai nicht fortgesetzt werden, droht die Annullierung der Spielrunde.

"Am Ende ist es egal, wenn wieder neu angefangen wird", sagt Trainer Thilo Baier. "Es sind ja kleine Ligen. Man hat schon die Hoffnung, dass schnellstmöglich wieder gespielt wird. Jeder will ja öffnen, doch keiner kann öffnen. Ich denke, die Chancen stehen 70:30, dass nicht wieder gespielt wird."

Keiner möchte unvollendet aufhören

Im Winter, kurz nach der Saison-Unterbrechung, saßen die Vereinsverantwortlichen und er zusammen und beschlossen, es gemeinsam bis 2022 durchzuziehen. "Keiner möchte nach so einer Saison unvollendet aufhören", sagt Baier.

Baier stellte Laufpläne für seine Spielerinnen auf, entwickelte Ideen, um sie bei Laune zu halten und weiter zu bringen. Online-Workshops hatte er angedacht. "Die nutzen aber nur etwas, wenn wieder gespielt wird", sagt er. "Wir hatten viele Ideen, konnten sie aber nicht umsetzen, weil die Situation immer schwieriger wurde."

Corona-Pause behindert die sportliche Planung

Schwierig ist es im Moment auch für ihn, die nächste Saison zu planen. "Der Nachwuchs kommt nicht voran, weil kein Training möglich ist", sagt Baier. "Mögliche Neuzugänge kann man nicht im Probetraining anschauen. Da hängt man schon etwas in den Seilen."

"Nach Corona ist das ja wie ein Neuanfang"

Vieles hängt derzeit auch daran, wie viel Ehrgeiz die Spielerinnen haben und wie viel Antrieb, sich fit zu halten und vielleicht auch an den Schwächen zu arbeiten. "So lange nicht klar ist, wie es weiter geht, ist es schwierig zu planen", sagt Baier. "Es ist vielleicht auch eine Chance, den Kader neu aufzubauen. Nach Corona ist das ja wie ein Neuanfang."

 


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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