Türkspor Neckarsulm hat langfristig die Oberliga im Blick

Fußball  Beim Landesligisten Türkspor Neckarsulm herrscht Aufbruchstimmung. Der Verein sieht sich für die Zukunft bestens aufgestellt.

Email

Türkspor (rechts: Riza Güzel) − im Pokal gegen Sonnenhof Großaspach. Spiele gegen renommierte Gegner sollen für die Neckarsulmer Normalität werden.

Foto: Bertok

Mit viel Zuversicht blicken die Verantwortlichen des Landesliga-Aufsteigers Türkspor Neckarsulm in die Zukunft. Die Macher des aktuellen Tabellendritten wollen mit dem Verein in neue sportliche Höhen vorstoßen. Kurzfristig lautet die Vorgabe bei den Neckarsulmern die Verbandsliga zu erklimmen. Im besten Fall soll dies schon in der aktuell unterbrochenen Saison gelingen, spätestens aber in der Spielrunde 2021/22. Doch auch darüber hinaus zeigt sich der Verein in Aufbruchstimmung und äußerst ambitioniert. Langfristig heißt das Ziel Oberliga.

Tükspor will mehr als nur Landesliga spielen

"Wir wollen mehr als nur Landesliga spielen", sagt Bayram Göcmez. Vorstand Erdal Cengiz untermauert die Worte seines Sportlichen Leiters und fügt an: "Zunächst heißt die Vorgabe Verbandsliga. Wir wollen uns Schritt für Schritt weiterentwickeln und nicht immer in der gleichen Liga spielen. Ich wäre nicht hier, wenn ich keine Ziele hätte."

Göcmez konkretisiert die Planspiele mit der Vorgabe in Baden-Württemberg den Status zu erreichen, den Türkgücü München in Bayern hat. Was nicht heißt, Türkspor Neckarsulm will irgendwann in der 3. Liga spielen, vielmehr geht es darum, im Ländle die Nummer eins unser den türkischen Vereinen zu werden.

"Langfristig, das heißt vier oder fünf Jahre, dann wollen wir in der Oberliga spielen", sagt Göcmez. Die Verantwortlichen sind dabei, die dafür notwendigen Strukturen aufzubauen. "Wir verfolgen zielgerichtete Planungen", sagt Cengiz, dass diese vielschichtig seien und sich nicht nur auf den Bereich Mannschaft fokussieren. Die Fans, die Jugend und die Sponsoren, alle sollen mit einbezogen werden.

Es gibt noch Steigerungspotenzial in bestimmten Punkten

"Wir haben schon jetzt ein sehr großes Zuschauerpotenzial, sehen hier aber noch deutliche Steigerungs-Möglichkeiten", sagt Göcmez. "Türkspor hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht und es wird weiter daran gearbeitet, diesen aufzuwerten."

"Wir sind breit aufgestellt", sagt Geschäftsführer Mehmet Gedik hinsichtlich der vorhandenen Geldgeber und Cengiz ergänzt, man sei nicht "nur von zwei oder drei zahlungskräftigen Sponsoren abhängig. Wir haben viele Unterstützer und werden die Sponsoren-Akquise weiter ausbauen". Auch hier gilt laut Cengiz die Devise langfristig zu planen und mit den Geldgebern Verträge über vier, fünf Jahre abzuschließen, um die Zukunft des Vereins abzusichern.

Zahlen des aktuellen und künftigen Etats werden keine genannt. "Aber unsere Ziele machen ja deutlich, dass wir schon jetzt einiges an Mitteln zur Verfügung haben", sagt Göcmez. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, diesen werden wir weitergehen." Was die sportlich-personellen Planungen betrifft, ist die Verpflichtung von Timur Eroglu als neuem Trainer schon für den Rest dieser Saison eine erste Erfolgsmeldung.

Neckarsulm wartet noch ab, was Neuverpflichtungen betrifft

Hinsichtlich neuer Spieler für die nächste Runde, wird abgewartet. "Mit dem ein oder anderen Akteur wurde gesprochen", sagt Göcmez, es gebe aber noch keine unterschriftsreife Neuverpflichtungen zu vermelden. "Wichtig ist, unseren jetzigen Kader zu halten, um uns dann gezielt zu verstärken." Aktuell sei es wegen der unterbrochenen Saison schwer, mit Zugängen zu planen, da keiner weiß, ob und wann in dieser Runde wieder gespielt werden kann. Viele Akteure warten ab, bevor sie sich für einen Wechsel entschließen.

"Wir wollen nicht ohne Licht im Tunnel weiterfahren und warten ab, was auf uns zukommt", macht Cengiz sich und dem Verein bei der Kader-Zusammenstellung keinen Druck. "Wir sind zunächst stolz auf das, was sportlich bisher erreicht wurde." Der Optimismus noch mehr zu schaffen, ist groß.


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

Kommentar hinzufügen