Tom Irrgang nicht mehr Trainer des VfL Brackenheim

Fußball  Noch ist nicht bekannt, wann die Amateurfußballer im Bereich des Württembergischen Fußballverbandes wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen dürfen und zu welchem Zeitpunkt die unterbrochene Saison in welchem Modus weitergespielt werden kann. Klar ist hingegen, beim Bezirksligisten VfL Brackenheim wird dann ein neues Trainerduo in der sportlichen Verantwortung stehen, da sich die Vereinsverantwortlichen vom bisherigen Coach Tom Irrgang getrennt haben.

Von unserer Redaktion
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Tom Irrgang muss beim VfL Brackenheim das Feld räumen.

Foto: Alexander Bertok

"Ich wurde am 12. November von den Verantwortlichen zu einem Gespräche gebeten, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich beurlaubt, beziehungsweise entlassen bin", erzählt Trainer Tom Irrgang, der wie berichtet zuvor bereits angekündigt hatte, beim VfL zum Saisonende aufzuhören. "Ich war über die Entscheidung der sportlichen Leitung ebenso überrascht, wie die Mannschaft. Der Plan von uns allen war ja, die Saison sauber zu Ende zu spielen, um dann einen ordentlichen Abschied zu haben."

Doch nun musste sich Irrgang über die WhatsApp-Gruppe des VfL von seinen Spielern verabschieden. "Die Spieler waren alle schockiert und traurig", kann Irrgang seine Enttäuschung nicht verbergen. "Eigentlich hatte ich nicht vor, jetzt schon aufzuhören." Sollte sich über die Winterpause eine neue Herausforderung auftun, ist Irrgang "wenn alles passt" nicht abgeneigt bei einem anderen Verein als Trainer einzusteigen.

Für den VfL Brackenheim war es der richtige Schritt

"Wir haben einen Trainerwechsel als den richtigen Schritt empfunden", erklärt Pascal Kobia, Abteilungsleiter des VfL Brackenheim, dass man die Zeit in der Corona-Zwangspause nutzen wollte "um etwas zu ändern, einen neuen Akzent zu setzten, einen neuen Impuls an die Mannschaft weiter zu geben". Die Entscheidung haben die Verantwortlichen "schweren Herzens gefällt", betont Kobia, auch weil "Tom jetzt dreieinhalb Jahre bei uns war und seinen Job auch wirklich gut gemacht hat".

Wer für Tom Irrgang übernehmen wird, ist bereits entschieden. Ein Trainerduo tritt die Nachfolge an. "Es ist abgesprochen, offiziell noch keine Namen zu verkünden, wir werden der Mannschaft aber noch in diesem Jahr alles mitteilen", sagt Kobia, dass erst alles komplett im Detail geregelt werden soll.

Spieler muss Schadensersatz nach grobem Foul zahlen

Foul ist nicht gleich Foul, zumindest in der deutschen Rechtssprechung. Ein Fußballer, der seinen Gegenspieler im Sinne der Regeln des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorsätzlich brutal foult, muss für die dadurch hervorgerufenen Verletzungen haften. Diese Entscheidung hat der 7. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts getroffen (Az. 7 U 214/1). Der Kläger war bei einem Kreisklassenspiel in Höhe des Mittelkreises gefoult worden und erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Der Schiedsrichter ahndete die Aktion mit der Roten Karte. In der Begründung des Oberlandesgerichts (OLG) wird ausgeführt, dass nicht jeder Regelverstoß zwingend zu einer Schadensersatzverpflichtung führt.

Entscheidend sei der Grad des Regelverstoßes und das Maß des Verschuldens. Der Beklagte habe die schwere Verletzung des Klägers billigend in Kauf genommen. "Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme steht fest, dass der Beklagte ein "brutales Spiel" im Sinne der Regel 12 des DFB begangen hat. Er hat dieses grobe Foul begangen, ohne dass die Spielsituation einen Anlass dafür bot. Er hatte keine realistische Möglichkeit, den Ball zu erobern", heißt es in einer OLG-Mitteilung vom Dienstag. Die Klage war zunächst vom Landgericht abgewiesen worden. Nach einer erfolgreichen Berufung wurde ihr nun in vollem Umfang stattgegeben.

WFV-Verbandstag wird verschoben

Der Vorstand des Württembergischen Fußballverbandes hat beschlossen, den ursprünglich für den 8. Mai 2021 geplanten 33. ordentlichen WFV-Verbandstag erst zum 24. Juli 2021 einzuberufen. Der Entscheidung liegt zugrunde, dass die derzeit geltenden Corona-Beschränkungen voraussichtlich noch Wochen und Monate gelten werden und damit Präsenzversammlungen nur mit einer begrenzten Teilnehmerzahl stattfinden können. Die Verlegung eröffnet auch den jeweiligen Bezirken ein größeres Zeitfenster ihre Bezirkstage im Vorfeld ausrichten zu können. Hinzu kommen auch noch die Termine der Delegierten, die aus den Bezirken zum Verbandstag entsandt werden. Zentrales Thema des Verbandstags wird die Beschlussfassung zu einer Verbandsstrukturreform sein. Der letzte Verbandstag hatte dazu eine Kommission eingesetzt, die ihren Abschlussbericht bereits vorgelegt hat.


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