Tauglichkeitsprüfung für FSV Hollenbach im Pokal

Fußball  Der Verbandsligist empfängt am Mittwochabend im Achtelfinale des WFV-Pokals den Oberligisten FV Ravensburg. Es ist auch ein interessantes Trainer-Duell.

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Der Hollenbacher Marius Uhl (links) blickt locker auf das Pokalspiel gegen Ravensburg. "Es ist schön, mal nicht der Favorit zu sein", sagt er.

Foto: Marc Schmerbeck

Der Blick des FSV Hollenbach geht in den vergangenen Jahren immer wieder in Richtung Oberliga. Zwei Saisons in Folge wurden die Wiederaufstiegs-Ambitionen des Verbandsligisten durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Ein Jahr vorher hieß der Spielverderber Freiburger FC, der den Hollenbachern in der Relegation eine bittere Niederlage beibrachte. Diese Saison wird nun erneut die Rückkehr ins baden-württembergische Oberhaus in Angriff genommen. Bisher mit Erfolg. Aber neun Punkte nach drei Spielen haben nur bedingt Aussagekraft.

Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus Oberliga-Zeiten

Heute Abend um 17.30 Uhr steht nun eine frühe Oberliga-Tauglichkeitsprüfung für die junge Mannschaft Martin Kleinschrodt an. "Das ist ein schönes Schmankerl für uns", sagt der Trainer.

Im Achtelfinalspiel des WFV-Pokals ist der FV Ravensburg zu Gast. Ein alter Bekannter aus Oberliga-Zeiten, die nun aber schon vier Jahre zurückliegen. Ihre beste Platzierung erreichten die Hollenbacher 2016, als sie im Viertelfinale gegen den FSV Bissingen ausschieden. Im selben Jahr wurde Ravensburg übrigens Pokalsieger. Mit Trainer Kleinschrodt war bislang immer in der ersten Runde bereits Schluss. Deshalb würde er auch gerne so weit wie möglich kommen.

"Früher habe ich selbst noch gegen Steffen Wohlfarth gespielt. Das waren schöne Duelle. Jetzt stehen wir uns an der Seitenlinie gegenüber, das ist sicher auch interessant", sagt Kleinschrodt über den Ravensburger Trainer.

Beide ehemaligen Spieler blieben ihrem Club treu. "Das wird nicht einfach für ihn in Hollenbach. Wir spielen daheim definitiv auf Sieg", sagt Kleinschrodt. "Die Jungs werden frech aufspielen." Er kündigt aber auch an, durchwechseln zu wollen, da es die zweite Englische Woche für seine Mannschaft in Folge ist.

FSV-Verteidiger Uhl freut sich über die Außenseiterrolle

"Es wird schwer, aber die Chancen stehen im Pokal bei uns zu Hause 50:50", meint der Hollenbacher Offensivmann Noah Krieger. "Es ist schön, mal nicht der Favorit zu sein", fügt der linke Außenverteidiger Marius Uhl hinzu. "Sonst müssen meist wir versuchen, das Spiel zu machen. Wenn wir verlieren, sagt niemand was." Die Gäste starteten mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison, erzielten bisher nur einen Treffer. Und die Bilanz der Hollenbacher gegen Ravensburg kann sich durchaus sehen lassen.

Von neun Aufeinandertreffen in der Oberliga gewann der FSV sieben. Nur eine Partie endete Unentschieden. Doch die Vorzeichen haben sich mittlerweile eben geändert. So schaut auch Karl-Heinz Sprügel der Partie locker entgegen. "Ich nehme jedes Ergebnis, egal, wie es ist. Wenn wir weiterkommen, ist es in Ordnung, aber es ist kein Muss", sagt der Manager des FSV. "Das ist ein guter Test für uns, ein Bonus, den wir mitnehmen."

Fokus liegt auf der Liga

Für ihn gibt es Wichtigeres als den Verbandspokal. "Unser Fokus liegt auf der Runde in der Verbandsliga. Und dort klar auf den ersten beiden Plätzen. Ich würde im Pokal die Spieler einsetzen, die bisher wenig Spielzeit bekommen haben." Schließlich steht schon am Samstag das Auswärtsspiel beim 1. FC Heiningen auf dem Programm. Auch die Gastgeber haben heute Abend ein Spiel. Und zwar in der Liga beim VfB Neckarrems. Die für heute ursprünglich angesetzte Ligapartie des FSV gegen Crailsheim war eine Woche vorgezogen worden.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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