Sport-Union Neckarsulm trotzt Freiberg ein 1:1 ab

Fußball  Oberligist Neckarsulm liefert eine starke Partie ab und wird beim Meisterschaftsfavoriten Freiberg mit einem 1:1 belohnt. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Von unserer Redaktion
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Marcel Busch hat seinen Oberliga-Mannen in Freiberg genau angezeigt, wie sie agieren sollen. Die Neckarsulmer Sport-Union hat es sehr gut umgesetzt und dem Topfavoriten ein 1:1 abgetrotzt. Mehr noch: Selbst der Siegtreffer war möglich.

Foto: Andreas Veigel

Der Jubel war groß. Fußball-Oberligist Sport-Union Neckarsulm hat am Samstagnachmittag beim klaren Meisterschaftsfavoriten SGV Freiberg 1:1 gespielt und damit einen vorher kaum zu erwartenden Punkt aus dem Wasenstadion entführt.

Erstaunlich war dabei vor allem die Art und Weise, wie die Neckarsulmer aufgetreten sind: Letztlich war das Remis absolut verdient, gar ein Sieg wäre für die Unterländer möglich gewesen. Cheftrainer Marcel Busch sagte: "Wir sind froh, dass wir hier einen Punkt geholt haben, es ist kein Geheimnis, dass Freiberg Topfavorit der Oberliga ist."

Nur 280 Zuschauer waren ins Wasenstadion gekommen

Das Regionsderby Freiberg gegen Neckarsulm hielt vor nur 280 Besuchern, was man sich versprochen hatte. Es ging auf und neben dem Platz hoch emotional zu, harte Zweikämpfe, zahlreiche Rudelbildungen und Wortgefechte zwischen den Trainerbänken, aber auch ein hervorragendes Fußballspiel waren die Zutaten eines besonderen Neckarsulmer Fußball-Nachmittags. Die Sport-Union trat abermals ersatzgeschwächt an, so hatte Marcel Busch keinen gelernten Stürmer in der Startelf, mit Steven Neupert agierte daher ein Mittelfeldakteur in vorderster Linie.

Die Begegnung war seitens der Sport-Union von hoher Disziplin und enormer Kampfbereitschaft geprägt. Die Elf von Trainer Marcel Busch zeigt gegen die favorisierten Freiberger stets starke Leistungen, doch diesmal war die erste Halbzeit besonders eindrucksvoll. Denn die Anzahl an Freiberger Torchancen im ersten Durchgang aus dem Spiel heraus lag bei Null.

Steven Neupert bringt Neckarsulm in Führung

Die begabten Freiberger Offensivakteure taten sich schwer, gegen die taktisch intelligent agierende Pichterich-Elf Räume zu finden. Vor allem Ex-Profi Marco Grüttner blieb zunächst komplett blass, sein Sturmpartner Dominik Salz fiel vor allem durch ein rüdes Foul an Philipp Seybold auf.

Für positive Momente sorgte zunächst nur die Sport-Union. Bereits nach drei Minuten zischte ein abgefälschter Schuss von Tobias Fausel knapp am rechten Pfosten vorbei. In der vierten Minute forderten die Gäste nach einem harten Einsatz von Dominik Salz im eigenen Strafraum Elfmeter, die Pfeife des starken Referees Daniel Leyhr blieb jedoch stumm.

In der 20. Minute durfte der lautstarke Neckarsulmer Anhang jubeln. Steven Neupert nutzte nach einer weiten Seybold-Flanke das zögerliche Eingreifen seines Gegenspielers und netzte aus sieben Metern zum nicht unverdienten 1:0 ein. Die Gastgeber wurden immer dann gefährlich, wenn der Ball ruhte - also bei Standardsituationen. Und davon produzierte die Busch-Elf in der Summe zu viele. So auch in der 44. Minute, als ein Freistoß aus dem Halbfeld von Volkan Celiktas aus fünf Metern Entfernung zum 1:1 verwandelt wurde. Aus Neckarsulmer Sicht war der Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel ärgerlich.

In Überzahl hätte Neckarsulm sogar den Sieg holen können

Doch die Sport-Union zeigte auch in Durchgang zwei eine ganz starke Leistung. Zunächst wurde mit Claudio Bellanave (57.) jedoch nach Marco Romano bereits der zweite Akteur verletzungsbedingt ausgewechselt. Sechs Minuten später sah Freibergs Dominik Salz nach seinem zweiten brutalen und unnötigen Einsteigen die Ampelkarte, Neckarsulm agierte fortan in Überzahl.

Auch wenn das gegen die Freiberger Offensivpower nicht immer etwas heißen mag, blieb die Sport-Union weiter diszipliniert, spielte jedoch ihre Überzahl nicht in letzter Konsequenz aus, so dass Chancen Mangelware blieben. Dennoch war die Möglichkeit auf den Lucky Punch da. Nach einer Flanke von Philipp Seybold war Steven Neupert da, sein Kopfball strich um Zentimeter am Freiberger Tor vorbei.


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