Spitzenspiel in Hollenbach

Fußball  Der Verbandsliga-Vierte FSV Hollenbach empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den Tabellenfünften FC Holzhausen. Der starke Aufsteiger zeigte bisher vor allem gute Offensivleistungen.

Email

Gemütlich zurücklehnen geht für Manuel Hofmann (rechts) und den FSV Hollenbach am Samstag gegen den FC Holzhausen nicht.

Foto: Marc Schmerbeck

Der Trainer konnte den Rest des Mittwochabends getrost genießen. Martin Kleinschrodt legte nach getaner Arbeit erstmal zufrieden die Füße hoch. Seine Mannschaft hatte die Pflicht-Auswärtsaufgabe beim Verbandsliga-Schlusslicht TSG Hofherrnweiler-Unterrombach souverän gelöst.

Mit 4:0 gewann der FSV Hollenbach und bereitete so alles für ein Top-Spiel am Samstag vor. Dann ist nämlich um 15.30 Uhr der FC Holzhausen zu Gast. Ein Aufsteiger zwar, aber ein ganz starker. Das Team aus dem Landkreis Rottweil hat nur zwei Punkte weniger als die Hollenbacher und gewann ebenso wie der FSV bisher vier Spiele. Und zwar die letzten vier in Serie. Am Mittwoch gelang ein 2:1-Erfolg gegen den TSV Essingen.

Stark besetzte Gäste-Offensive

"Wir sind gewarnt", sagt Kleinschrodt. "Da müssen wir auf jeden Fall nochmal zulegen. Die sind brandgefährlich in der Offensive." Kein Wunder, denn Janik Michel kam im Sommer 2018 vom Regionalligisten SSV Ulm nach Holzhausen und erzielte bereits vier Treffer.

Im Sommer gab es zudem Unterstützung vom Ex-Balinger Pascal Schoch (drei Tore), der auch schon in der A-Jugend-Bundesliga für die Spvgg Unterhaching spielte. Der treffsicherste Holzhausener ist aber mit fünf Treffern Fabio Pfeifhofer. Auf der anderen Seite zeigte sich die Holzhausener Defensive nicht immer stabil und ließ bereits elf Gegentreffer zu. "Das wird auf keinen Fall einfach. Die haben eine gute Truppe und stehen direkt hinter uns. Die sind nach ihrer guten Serie sehr selbstsicher, sehr kompakt und haben ihre Philosophie", sagt Kleinschrodt.

Manager Sprügel will einen Sieg sehen

Trotz allem steht für FSV-Manager Karl-Heinz Sprügel außer Frage: "Ich will das Spiel gewinnen. Auch wenn es ein Spitzenspiel ist. Das muss unser Anspruch sein. Und das ist auch wichtig, wenn wir vorne dranbleiben wollen." Die Hollenbacher sind derzeit auf Rang vier in der Verfolgerrolle. Angeführt wird das Klassement von den punktgleichen Clubs (15) TSV Essingen und TSV Berg. Wie Hollenbach hat die TSG Tübingen als Tabellendritter 14 Zähler auf dem Konto.

Personell gibt es noch ein kleines Fragezeichen, was den Einsatz von Boris Nzuzi betrifft. Noah Krieger, Sebastian Hack und wohl auch Christoph Rohmer fallen hingegen weiter aus. Doch in Hofherrnweiler zeigte sich, dass der Hollenbacher Kader auch in der Breite gut besetzt ist. So kamen Samuel Schmitt, Goran Jurjevic und Felix Limbach zu ihren Startelf-Debüts in dieser Saison und machten ihre Sache gut.

Schmitt legte das 1:0 auf und erzielte den dritten Treffer selbst. Limbach spielte an der Seite von Bruder Jonas im defensiven Mittelfeld "ganz klar, so wie ich es erwartet habe", sagte Kleinschrodt. Und er merkte noch an, dass neun Spieler auf dem Platz standen, die der eigenen A-Jugend entstammen.

Insgesamt redete der Coach von einem "kontrollierten, überlegenen Spiel" seiner Mannschaft. Und das hinterließ Spuren. Denn die Gastgeber trennten sich hinterher von Trainer Benjamin Bilger. Die TSG ist mit nur einem Punkt das Schlusslicht der Verbandsliga. Auf eine genauso schlechte Ausbeute kommt der TSV Heimerdingen.

Kleinschrodt lobt Hollenbacher Defensivleistung

"Wir waren sehr aggressiv in der Abwehr, haben sehr gut verteidigt", lobte Kleinschrodt sein Team. "Hoffi (Manuel Hofmann, Anm. d. Red) hat das Team von hinten heraus geführt. Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben erfüllt. Das hat mir sehr gut gefallen. Aber auch der Gegner war nicht so stark, wie der, der uns jetzt erwartet. Die hatten kein Selbstvertrauen, haben sich nicht dagegen gestemmt."

Das erwartet er von den Holzhausenern. Dass sie Comeback-Qualitäten haben, zeigten diese bereits gegen den TSV Essingen, als sie lange zurücklagen und doch noch 2:1 gewannen. Die Hollenbacher sollten also vermeiden, dass sich bei ihnen wie so oft zu früh dieses trügerische Sicherheitsgefühl einstellt, sollten sie in Führung gehen.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

Kommentar hinzufügen