Sindringen/Ernsbach bleibt das Abschlusspech treu

Fußball  Der Landesligist SG Sindringen/Ernsbach verliert gegen den SV Breuningsweiler knapp mit 0:1. Ein Volleyschuss bringt dem Titelaspiranten den Sieg.

Email

Es bleibt dabei, Sindringen/Ernsbach mit Christian Baier (rechts) und Adrian Roth spielt ordentlich, macht aber zu wenig daraus.

Foto: Marc Schmerbeck

Am Ende der 90 Minuten stand die SG Sindringen/Ernsbach wieder mal im Regen. Es war wie so oft in den vergangenen Wochen. Für den Landesligisten war mehr drin, doch wieder gewann der Gegner. "Da ist man irgendwie machtlos", meinte Kapitän Thilo Baier. "Vielleicht fehlt auch die Qualität, wenn man so viele auslässt."

So eindeutig wie in den vergangenen Spielen war es am Sonntag indes nicht. Schließlich gehört der SV Breuningsweiler zu den vermeintlichen Titelkandidaten in der Liga. Die Gäste hatten durchaus mehr Spielanteile, aber nicht die ganz großen Möglichkeiten. Aber sie nutzten eine ihrer ganz wenigen Chancen in der zweiten Halbzeit.

Jungbluths Volleyschuss landet zum 1:0 für die Gäste im unteren Eck

"Es sind eben Kleinigkeiten, die entscheiden", sagte Baier. Eine SG-Kopfballabwehr flog Luca Jungbluth vor die Füße und der ehemalige Regionalligaspieler zog volley ab und traf ins untere Eck zum 1:0 der Gäste. Ein feiner Schuss in der 66. Minute. "Das ist einfach der Unterschied, die haben einen Feisthammel, der noch die Fußspitze hinbekommt und so eine unserer Chancen verhindert und bei uns fliegt denen der Ball vor die Füße, statt dass wir in den Halbraum klären", sagte Baier und fügte hinzu: "Das soll aber kein Vorwurf sein." Feisthammel spielte unter anderem in der zweiten Bundesliga.

Zumal Sindringen/Ernsbach wie zuletzt auch viel Engagement und Kampfgeist zeigte. Und auch gegen Breuningsweiler kamen sie zu einigen guten Chancen, die ungenutzt blieben. Da macht sich weiter das Fehlen der Stürmer Fabio Roth, Jonas Nöthe und Yannick Lotfi bemerkbar - aber auch der Ausfall von Valentin Gronbach, der für Struktur im Mittelfeld und einen geordneten Spielaufbau sorgen kann. "Wir haben denen etwas das Feld überlassen. Aber mit Absicht", erklärte Tobias Strothmann die SG-Taktik.

Die SG spielt ihre Konter nicht konsequet genug zu Ende

"Und wir hatten in der ersten Halbzeit einige gute Chancen." Doch einen Schuss von Lukas Endreß parierte Torhüter Patrick Demut hervorragend. Außerdem hatte Sindringen/Ernsbach einige Kontermöglichkeiten, die aber teilweise nicht konsequent ausgespielt wurden. Mit einem 0:0 ging die Partie in die Pause. Danach setzten erstmal die Gastgeber die offensiven Akzente. Breuningsweiler hatte zwar mehr Ballbesitz, aber nicht das Tempo und die Ideen, um die SGSE-Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Dafür brach Emre Ipek in der 60. Minute durch, setzte seinen Abschluss aber zu hoch an. Kurz darauf war eine Hereingabe etwas zu hoch für Christian Baier (62.). Vier Minuten später folgte der Volleyschuss von Jungbluth.

Die Gastgeber riskierten danach etwas mehr, boten Breuningsweiler einige Räume an, doch die Gäste wussten sie nicht zu nutzen. Aber auch die Angriffsbemühungen der SG blieben ohne Lohn. "Aber auch da ist es so, dass wir, wenn wir die Brechstange auspacken, zu spät oder nicht konsequent genug durchlaufen", sagte Strothmann. "Schade, ich hatte ja gehofft, dass es mal anders läuft, dass der Gegner die hochkarätigen Dinger auslässt und wir unsere nutzen." Grundsätzlich habe die Leistung ja gestimmt, aber das bringe auch nichts, wenn man die Tore nicht macht.


SG Sindringen/Ernsbach: Grötsch, Bogert, Thilo Baier, Christian Baier, Endreß, Ipek, Sehfert, Julian Winkler, Kollmar, Max, Romenski.

Tor: 0:1 Luca Jungbluth (66.).

Schiedsrichter: Niklas Klüdke


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

Kommentar hinzufügen