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Samassekou trifft erneut: Wenn ein Zerstörer zum Überraschungs-Torjäger wird

Der Nationalspieler aus Mali hat 60 Spiele auf sein erstes Bundesligator gewartet. Jetzt hat er zwei Tore in drei Spielen auf dem Konto.

Andreas Öhlschläger
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TSG 1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Hoffenheims Torschütze Diadie Samassekou jubelt über das Tor zum 3:1 gegen Eintracht Frankfurt. Foto: dpa

Sebastian Hoeneß nennt ihn einen "enormen Verteidiger". Der Trainer der TSG Hoffenheim sagt über Diadie Samassekou, dieser sei als Balleroberer und Zweikämpfer vor der Abwehrkette "absolut in der Bundesliga-Spitze - und jetzt fängt er auch noch an, Tore zu machen. Das ist natürlich super."

Am 21. November, beim Hoffenheimer 2:0-Heimsieg gegen RB Leipzig, hatte Samassekou erstmals getroffen - im 61. Bundesligaspiel für die TSG, nach rund zweieinhalb Jahren in Diensten der Kraichgauer. Jetzt hat der 25-Jährige aus Mali schon wieder ein Tor erzielt, es war das wegweisende 3:1 gegen Eintracht Frankfurt, ein leicht abgefälschter Schuss, der nach dem Videobeweis zählte, weil Ihlas Bebou zuvor ganz knapp nicht im Abseits gestanden war.

Der 25-Jährige freut sich über seine nun "gute Quote"

Erst ganz lange gar nichts, jetzt zwei Tore in drei Spielen: "Ich bin auch überrascht", sagt Diadie Samassekou mit einem breiten Lachen. "Das ist eine gute Quote."

Er weiß um seine Fähigkeiten als Abräumer im zentralen Mittelfeld. Das Toreschießen "ist nicht mein Job". Aber der Nationalspieler aus Mali will dran bleiben: "Ich hoffe, im nächsten Spiel schieße ich wieder ein Tor." Dieses Spiel wird am kommenden Samstag in Freiburg sein. Es ist das badische Duell mit dem SC. Dann will die TSG Hoffenheim den vierten Ligasieg in Serie bejubeln. "Wir wollen immer mehr", sagt Diadie Samassekou. Dann fügt er bestätigend hinzu: "Immer, immer."

Kramaric ist auch gegen Frankfurt nur Einwechselspieler

Diese Einstellung ist sehr im Sinne von Sebastian Hoeneß. Der Trainer freut sich nicht nur wegen seines Überraschungs-Torjägers: "gerne weiter so". Hoeneß ist mit dem gesamten Team zufrieden. Samassekou sagt: "Wir haben einen tollen Kader, egal wer spielt." Hoffenheims Topstar Andrej Kramaric war auch gegen Frankfurt nur als Einwechselstürmer dabei. "Andrej ist noch nicht bei 100 Prozent", sagt der Trainer. Man weiß, wie ehrgeizig der Kroate ist. Aber Hoeneß beteuert: "Er geht super damit um." Kramaric schätze sich "richtig ein". Es sei eben so, dass er im vergangenen Länderspiel "mal kurz zwölf Sekunden bewusstlos gewesen" sei, zudem bremse ihn ein "ziemlich übler Schlag" auf den Mittelfuß.

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