Rückkehrer beim TGV Dürrenzimmern und der SGM MassenbachHausen

Fußball  Viel getan hat sich in den vergangenen Wochen beim A3-Ligisten SGM MassenbachHausen. Einige Neuzugänge sind zu vermelden, aber auch Abgänge. Bezirksligist TGV Dürrenzimmern hat einen neuen alten Trainer. Neues gibt es auch vom A1-Vertreter TSV Erlenbach zu berichten.

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Tobias Weinreuter: Vom Trainer in Schluchtern zum SGM-Spieler.

"Unser Ziel war und bleibt auch weiterhin der Wiederaufstieg in die Bezirksliga", sagt SGM-Abteilungsleiter Jochen Mühling nach zwei wegen Corona abgebrochenen Spielzeiten. "In der Saison 2019/20 hat uns die Quotientenregelung einen Strich durch die Rechnung gemacht, 2020/21 war wohl der zu dünn besetzte Kader in Verbindung mit langwierigen Ausfällen der Grund für einen nicht zufriedenstellenden Saisonverlauf. Wobei der 2. Platz bis zur Annullierung der Saison noch immer unser Ziel war." Für die nächste Punktrunde soll der Kader in der Breite wie auch qualitativ verstärkt werden, um, wie Mühling sagt, "dem Favoriten TSV Botenheim und der SGM Fürfeld-Bonfeld oder der starken Zweiten aus Schwaigern Paroli bieten zu können".

Heimkehrer vom SV Schluchtern

Dahingehend ist MassenbachHausen auf einem guten Weg. "Mit Tobias Weinreuter, Michael Reichert und Pascal Wylezik dürfen wir gleich drei Heimkehrer vom SV Schluchtern bei uns begrüßen", erzählt Mühling. Tim Haiges komplettiert das Quartett aus Schluchtern. Weitere Neuzugänge sind Benjamin Reichert (FSV Schwaigern), Yannik Lieberherr (SG Stetten-Kleingartach) und Malik Momfor (VfB Eppingen) - alle wohnen in Massenbachhausen. "Unsere Zugänge werden das Team verstärken", freut sich Mühling und hofft auf weitere Verpflichtungen. "Jeder, er sich uns anschließen will, ist willkommen."

Was die Trainer anbelangt, da haben weiterhin Thilo Fischer (SGM 1) und Tim Neuweiler (SGM 2) das Zepter in der Hand. Tobias Weinreuter wird in erster Linie als Spieler, aber auch als Bindeglied zwischen Spielern, Trainer und der Funktionärs-Riege agieren.

Fünf Abgänge bei der SGM MassenbachHausen

Nicht mehr zur Verfügung steht aus privaten Gründen Co-Trainer Frank Herkert. Als Abgänge sind Jannis Herkert und Nico Leihenseder zu verzeichnen, die es zurück zu ihrem Heimatverein SV Leingarten zieht. Fabian Weber wechselt zurück zum SV Schluchtern. Aus dem Perspektivteam verlassen Reiner Adam (SG Stebbach-Richen) und Dominik Brodöhl (VfB Bad Rappenau) die SGM.

Neue Trainer bei Frauen und Männern des TGV Dürrenzimmern

Neue Trainer gibt es bei den Bezirksliga-Männern und Verbandsliga-Frauen des TGV Dürrenzimmern. "Unser bisheriger Bezirksliga-Coach Steffen Rathgeb steht aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist in Tom Irrgang ein Rückkehrer. Das ist einer, der passt zu uns. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit", berichtet TGV-Abteilungsleiter Alexander Hügler. "Wir freuen uns, dass das, was er begonnen hat, nun fortgesetzt wird." Irrgang war vom Sommer 2015 bis zum Ende der Saison 2016/17 Trainer des TGV, wechselte dann aber zum VfL Brackenheim. Personell gibt es im Kader kaum Veränderungen. "Es bleiben alle an Bord", sagt Hügler und verkündet in Ben Zetzsche vom VfB Eppingen, "einem Dürrenzimmerner Junge", einen ersten Neuzugang. Zetzsche spielte vor seiner Zeit in Eppingen beim FV Löchgau und für die SG Sonnenhof Großaspach.

Kein B-Juniorinnen-Team in der nächsten Saison

Bei den Frauen hat sich Trainer Andreas Pflieger verabschiedet, ebenfalls aus privaten Gründen. "Für ihn konnten wir Marco Bärschneider gewinnen, der zuletzt das erste Frauenteam des FV Löchgau trainierte und davor die B-Juniorinnen des FVL in die Bundesliga führte", berichtet Hügler. "Wir hatten sehr gute Gespräche. Marco hat ja auch einen Bezug zum TGV, da dessen Sohn seit der vergangenen Saison bei uns spielt." Der für die Frauen zuständige Funktionär Marcel Übelhör sowie Tobias Hehl fädelten den Trainerzugang ein. "Bei den Frauen gibt es im Team einen Aderlass durch Abgänge und Spielerinnen, die ihre Karriere beendet haben", sagt Hügler. "Wir werden nächste Runde keine B-Juniorinnen melden, da die Spielerdecke zu dünn ist, alle Jugendspielerinnen werden hochgezogen, so dass wir bei den aktiven Frauen auch weiter mit zwei Teams antreten können."

Gleichberechtigtes Trainerduo beim TSV Erlenbach

Rückkehrer beim TGV Dürrenzimmern und der SGM MassenbachHausen

Tom Irrgang: Vom VfL Brackenheim zurück nach Dürrenzimmern.

Fotos: Bertok

"Wir gehen mit Trainer Timo Weber in die fünfte gemeinsame Saison", verkündet Manuel Richter, Abteilungsleiter des A1-Ligisten TSV Erlenbach. Eine Änderung gibt aber zu vermelden. "Wir gehen mit einem Trainerduo in die nächste Runde", sagt Richter und erzählt, dass Weber durch Tobias Stricker als gleichgestellter und spielender Trainer unterstützt wird. Stricker war nach einem Kreuzbandriss zuletzt Trainer der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B1. "Da sein Knie jetzt wieder voll mitmacht und er weiter im Trainerbereich arbeiten möchte, ist das Trainerduo für uns die Ideal-Konstellation", sagt Richter. "Unser B-Team wird künftig durch Markus Gernhäuser, einem aus dem eigenen Stall geführt, der noch einen Betreuer an die Seite gestellt bekommt. Somit sind wir in beiden Teams gut aufgestellt."

Keine Abgänge, aber Zuwachs aus der eigenen Jugend

Von Abgängen ist der TSV Erlenbach bisher verschont geblieben. "Auch in der Corona-Zeit halten uns die Spieler die Treue und mit Tobias haben wir ja sogar einen Akteur mehr." Zudem gibt es Zuwachs aus dem Nachwuchsbereich, zehn Jungs der A-Junioren drängen zu den Aktiven. "Wir setzen auf die eigene Jugend und waren jetzt nicht groß aktiv, was externe Neuzugänge betrifft", sagt Richter und betont, dass Zugänge aber vorstellbar sind. "Falls ein Torwart den sportlichen Reiz sucht, sich bei einem ambitionierten A-Ligisten zu bewähren, wäre das eine Position, wo wir uns breiter aufstellen könnten, aber nicht müssen. Das gilt natürlich auch für Feldspieler, die eine neue Herausforderung suchen. Wenn uns Qualität zuläuft, werden wir uns dem nicht verschließen." Als Titelfavorit für die nächste Runde sieht man sich nicht, wie Richter betont. "Diese Rolle schieben wir an die Spfr Neckarwestheim, die schon vergangene Saison den Aufstieg verdient gehabt hätten. Dahinter ist aber alles möglich, wenn andere nicht wollen, sagen wir nicht nein. Bei uns gibt es jedoch keinen Druck."

 

Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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