Rainer Röhr war der Ein-Monats-Präsident des VfR Heilbronn

Röhr: Der Monats-Präsident des VfR Heilbronn
So würde sich heute auch kein Oberbürgermeister-Kandidat mehr ablichten lassen: Rainer Röhr im Jahr 1983 in einer Heilbronner Kneipe. Der 36-Jährige war damals als Student in Tübingen eingeschrieben. Foto: Archiv/Nupnau   Bild: Nupnau

Fußball  Er tauchte unvermittelt auf, sorgte drei Jahre für reichlich Gesprächstoff in Heilbronn und verschwand anschließend wieder von der Bildfläche. Der Ein-Monats-VfR-Präsidenten und OB-Kandidat Rainer Röhr ist ein Mysterium.

Von Stephan Sonntag, Florian Huber

Mit Hilfe des Stimme-Archivs und Zeitzeugengesprächen lässt sich ein Schlaglicht auf seine Heilbronner Zeit werfen, doch sein weiterer Werdegang bleibt im Dunklen. Der Weg vom überambitionierten Studenten zum Dauer-Querulanten und Psychiatrie-Patienten trägt aber bereits tragische Züge. Ein Drama in fünf Akten.   1. Akt: Ende 1978 zieht der in Lübeck geborene Theologie- und Geschichtsstudent Rainer Röhr nach Heilbronn zu seiner Frau Helga. Es mangelt ihm nicht an Betätigungsfeldern. Unter