Pokal-Halbfinale als erstes Highlight

Fußball  Am Mittwochabend werden die beiden Endspiel-Teilnehmer des Pokal-Wettbewerbs der vergangenen Runde ermittelt. Im ersten Pflichtspiel nach langer Pause ist alles offen.

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Im Testspiel gegen den TSV Pfedelbach zeigten sich Benno Schneider (rechts) und seine Kameraden von der SGM Niedernhall/Weißbach spielfreudig.

Foto: Marc Schmerbeck

Das Kontingent wird voll ausgeschöpft. Damit werden das Bezirkspokal-Halbfinale der vergangenen Saison zwischen der SGM Niedernhall/Weißbach und der SV Wachbach heute immerhin 100 Schaulustige verfolgen können. "50 Karten haben wir Wachbach gegeben, 50 gab es für uns", sagt Rainer Bopp, einer der SGM-Abteilungsleiter. Aber er stellt auch klar: "Ohne Karte, die man im Vorfeld gekauft hat, kann man nicht zuschauen." Auf gut Glück braucht also keiner nach Weißbach kommen.

"Es ist schön, im Halbfinale zu stehen. Das war schon ein toller Erfolg. Trotzdem wäre es natürlich schön, auch noch das Finale zu erreichen", sagt Bopp. "Ich denke, beide sind heiß. Das ist das erste Pflichtspiel seit März. Da ist alles offen." Zumal sich zwei Mannschaften gegenüberstehen, die vergangene Saison auf Augenhöhe waren. "Wenn wir es ins Finale schaffen würden, wäre es das vierte Mal", sagt Bopp.

Im letzten Halbfinale gegen Wachbach ausgeschieden

Anfang der 2000er Jahre holte sich der TSV Niedernhall in Markelsheim den Titel durch einen Sieg gegen Wachbach. Ansonsten verlor Niedernhall in Untermünkheim gegen Bühlerzell und dann in Gaisbach gegen Untermünkheim. "Das letzte Mal, als wir im Halbfinale standen, schieden wir gegen Wachbach aus", sagt Bopp. Nun soll es also an der Zeit für eine Revanche sein.

"Die Chancen stehen 50:50", sagt Klaus Heinle. Dem Trainer-Routinier fehlt der Bezirkspokal noch in seiner langen Titelsammlung. "Als Spieler stand ich mit Michelbach 1984 im Finale und mit Künzelsau verloren wir im Endspiel gegen Satteldorf mit 2:3. Es wäre schon ein Höhepunkt, wenn wir das Finale erreichen würden. So etwas vergisst man einfach nicht." Und am Finaltag (1. August) sind dann zumindest 500 Personen auf dem Sportgelände zugelassen und sorgen für eine schöne Atmosphäre. "Schade, das es nicht die gewohnte Kulisse haben wird. Aber ich denke, die Jungs können das einordnen", sagt Heinle.

Es kommt auf die Tagesform an

Doch zunächst geht der Blick aufs Halbfinale. "Es stehen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Da kommt es auf die Tagesform an und auch darauf, wer nach der langen Pause die wenigsten Fehler machen wird. Das wird eine ganz enge Geschichte", sagt Heinle. Schließlich kennen sich die Teams seit Jahren. Der gegenseitige Respekt ist groß. "Ich hoffe, dass wir die Form halten können", sagt Heinle. "Wir haben uns in der Vorbereitung bisher immer steigern können." Ein kleines Fragezeichen hinterlässt der Trainerwechsel in Wachbach. Von Arben Kaludra übernahm Marco Reuß das Amt. An seiner Seite stehen Tobias Botsch und Torwart-Trainer Jürgen Ertel.

"Ich weiß nicht, ob das Spuren hinterlassen hat", sagt Heinle. "Ansonsten wissen wir, wie die spielen." So hat er noch genau die 1:4-Niederlage aus der Vorrunde der vergangenen Saison im Kopf. "Aber da haben wir ohne Kim Foss und Benno Schneider gespielt. Außerdem habe ich zu offensiv spielen lassen." Die SGM ließ sich auskontern. "Das darf und wird nicht mehr passieren", sagt Heinle.

Im WFV-Pokal wartet Oberligist Freiberg

Auch der zweite Finalist wird heute ab 19 Uhr ermittelt. Im anderen Halbfinale stehen sich die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim und der TSV Obersontheim gegenüber. Hier sind die Rollen klar verteilt: Landesliga-Aufsteiger Obersontheim geht gegen den A-Ligisten als klarer Favorit ins Spiel. Schon im Viertelfinale gegen den FC Matzenbach zeigte sich der TSV beim 6:1 gut in Schuss. "So ein Finale ist etwas Besonderes", sagt Abteilungsleiter Marc Schwerin. "Das würden wir schon gerne erreichen."

Und falls die Obersontheimer ins Endspiel kommen sollten, ist das andere Team automatisch für den WFV-Pokal qualifiziert, da der TSV als Neu-Landesligist gesetzt ist und in der ersten Runde auf den Bezirkspokalsieger Enz/Murr trifft. Der Hohenloher Teilnehmer würde in der ersten Runde auf den Oberligisten SGV Freiberg treffen.

 

Pokal der Frauen

Das Halbfinale des Bezirkspokals der Frauen der Vorsaison wird am Sonntag um 16 Uhr gespielt. Dabei stehen sich die SGM Tüngental/Rieden/Michelbach-Bilz und die SGM Weikersheim/Markelsheim sowie die Crailsheim II/Jagstheim II und Gammesfeld gegenüber. 


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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