Plan für Saison der Unterländer Amateurkicker steht

Fußball  Der Terminplan für die Unterländer Amateurkicker steht fest und wird zurzeit noch geprüft. Der Punktspiel-Auftakt der Runde 2020/2021 für die Bezirksliga und die Kreisligen ist auf den 22. und 23. August terminiert worden.

Email

Bald dürfen Zuschauer wieder auf den Sportplatz und ins Frankenstadion. Die Fans werden aber mit Abstand (nicht so, wie auf dem Bild) auf der Tribüne sitzen.

Foto: Veigel

Die zuständigen Führungskräfte im Fußballbezirk Unterland haben die Planungen für die Saison 2020/2021 in den letzten Tagen forciert. Der Vorsitzende Ulrich Preßler hat den Entwurf des Rahmenterminplans an die zuständigen Staffelleiter sowie an Bezirksspielleiter Thomas Schumacher weitergeleitet.

Demnach ist der Saisonstart in allen Ligen am Wochenende des 22. und 23. August. Am 16. und 17. August wird die erste Bezirkspokalrunde gespielt. Wobei die Teilnahme am Pokal in der neuen Saison allen Vereinen - und nicht nur wie in den Jahren zuvor den B-Ligisten - freigestellt ist. Wurde im Vereinsmeldebogen die Pokalteilnahme angekreuzt, kann diese bis zum 15. Juli rückgängig gemacht werden.

Saisonende am 19. Juni 2021 und danach die Relegation

Am Montag verschickte der Württembergische Fußballverband den Rahmenterminplan für die überbezirklichen Ligen. "Entsprechend wurde der Rahmenterminplan für das Unterland daran angepasst. Dieser wird nun von den Staffelleitern überprüft", berichtet Ulrich Preßler. "Im Prinzip geht es final nur noch um die Platzierung der Wochentagsspiele und darum, die Pokalspieltage mit aufzunehmen." Das Saisonende ist auf den 19. Juni 2021 terminiert. Danach werden vom 23. bis 27. Juni 2021 die Relegationen ausgetragen.

Maßgeblich für den Starttermin im Unterland ist die Bezirksliga, für die es bei 19 Mannschaften eine Saison mit 36 Begegnungen pro Verein und insgesamt 38 Spieltagen zu planen galt. Dass auch die Kreisligen A und B mit 16 (A3, B3), 15 (A1, A2), 14 (B1) sowie 13 (B2) Teams zeitgleich mit der Bezirksliga starten, ist dem Wunsch vieler Vereine geschuldet, die für ihre ersten und zweiten Mannschaften um Heimspiele am selben Tag gebeten haben.

Coronavirus kann den Spielplan schnell Makulatur werden lassen

"Für die A- und B-Ligisten wurde der Rahmenterminplan so ausgerichtet, dass wir auf Wochentagsspiele verzichten können", erklärt Preßler. Würden die A- und B-Ligen zu einem späteren Zeitpunkt den Punktspielbetrieb aufnehmen, wäre dies nicht mehr zu gewährleisten. Auch dass sich die Saison bis zum 19. Juni hinzieht, hat seine Gründe. "Man weiß ja noch nicht, was auf uns zukommt", gibt Preßler zu bedenken. Das Coronavirus kann den Spielplan schnell wieder Makulatur werden lassen. Und wie die Witterungsbedingungen im Dezember oder Ende Februar Begegnungen zulassen, ist ebenfalls offen. "Ich habe bisher nur von einem Verein eine Rückmeldung erhalten, in der zu lesen war, man sei überrascht, dass es jetzt doch so früh losgeht", berichtet Preßler. "Aber es wurde nicht davon geschrieben, dass dies nicht machbar wäre."

Dem Bezirksvorsitzenden ist aber bewusst, dass viele Vereine mit einem späteren Auftakt geplant hatten. Es spricht nichts dagegen, einzelne Paarungen in Absprache mit dem Gegner nach hinten zu verlegen. Der August ist ein Ferienmonat. Viele Spieler wie auch der ein oder andere Trainer dürften ihre Urlaubsplanungen auf einen Rundenbeginn im September ausrichtet haben. Vor allem Vereine, die mit zwei Teams an der Punktrunde teilnehmen, könnten im August in einen personellen Engpass schlittern. Wobei die Urlaubslust vieler Akteure in diesem Corona-Sommer gebremst sein dürfte, etliche werden ihren Vereinen aber eventuell Ende September oder im Oktober fehlen. Es wird keine einfache Saison.

Württembergischer Fußballverband erarbeitet ein Konzept

Was die zu erstellenden Maßnahmen hinsichtlich der Hygiene-Vorschriften und Abstands-Regularien betrifft, hat der Württembergische Fußballverband angekündigt, ein unverbindliches Konzept zu erarbeiten, das er den Bezirken und Vereinen zur Verfügung stellt. Es ist eine Vorlage, an der sich die Club-Verantwortlichen orientieren können. "Im Endeffekt sind, wie bei anderen Sportveranstaltungen auch, die ausrichtenden beziehungsweise gastgebenden Vereine in Eigenregie dafür verantwortlich, dass alle Corona-Bestimmungen eingehalten werden", sagt Preßler. "Eigentlich sollte es so sein, dass jeder Verein ein Hygiene-Konzept erstellt, bezogen auf die eigenen Gegebenheiten und in Anlehnung an die von der jeweiligen Kommune vorgegebenen Richtlinien. Das können wir den Vereinen nicht abnehmen."

 

Die ersten Testspiele
An diesem Wochenende werden im Fußballbezirk Unterland die ersten Testbegegnungen in der Vorbereitung auf die neue Saison absolviert. Es sind die ersten offiziellen Fußballspiele im Modus elf gegen elf seit dem 8. März dieses Jahres. Wenige Tage danach wurde die Runde 2019/2020 wegen des Coronavirus ausgesetzt und letztlich zum 30. Juni abgebrochen. Die seit dem 1. Juli geltende Corona-Verordnung des Landes Baden Württemberg lässt nun wieder einen geregelten Sportbetrieb unter Einbindung von Zuschauern unter gewissen Auflagen zu. Sportwettkämpfe sind mit bis zu 100 Sportlern und bis zu 100 Zuschauern wieder erlaubt.

Ab 1. August 2020 erhöht sich die Zahl der insgesamt zugelassenen Personen auf 500. Die zahlenmäßige Aufteilung zwischen Aktiven und Besuchern ist dem jeweiligen Veranstalter freigestellt. Auch Umkleiden und Duschen dürfen genutzt werden, sofern dies durch die jeweiligen Kommunen gestattet ist, allerdings nur unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und zeitlich beschränkt auf das unbedingt erforderliche Maß. Grundsätzlich sind die bisherigen Hygienevorschriften und Dokumentationspflichten einzuhalten. Alle Anwesenden müssen namentlich erfasst werden, mit Telefon-Nummer oder Adresse. Abseits des Sportbetriebes gilt zudem nach wie vor der Abstand von mindestens 1,5 Metern.


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

Kommentar hinzufügen