Pfedelbach will diesmal besser aus den Startlöchern kommen

Fußball  Der Landesligist TSV Pfedelbach setzt auch in dieser Saison auf Kontinuität, der Kader wurde nur punktuell verstärkt. Die altbekannte Startschwäche soll aber der Vergangenheit angehören.

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Der TSV Pfedelbach bleibt seiner Linie treu: Der Landesligist setzt auf bewährte Kräfte und punktuelle Verstärkungen, um besser als in Vorjahren in die Runde zu starten.

Foto: Alexander Bertok

Neue Gesichter? Es gibt nur wenige beim Landesligisten TSV Pfedelbach. Der Verein bleibt seiner Linie treu, setzt auf bewährte Kräfte und punktuelle Verstärkungen. So gibt es lediglich zwei Neuzugänge und einen Abgang zu verzeichnen. Offensivmann Goran Terzic schloss sich überraschend dem B-Ligisten ASV Scheppach-Adolzfurth an. Ansonsten sind die Spieler dem Verein treu geblieben.

Und auch die Neuen sind keine gänzlich Unbekannten: Pascal Steigauf kam vom TSV Ilshofen und ist der Cousin von Michael Steigauf, der viele Jahre in Pfedelbach spielte und nun Trainer beim A1-Ligisten TSV Bitzfeld ist. Von der SG Kirchardt/Grombach (Kreisliga Sinsheim) kam Adrian Reck nach Pfedelbach. Sein Wechsel ergab sich eher zufällig, da er das Team in der Corona-Pause als Fitness-Trainer bei Kräften hielt. So lernten sich beide Seiten schätzen.

Mannschaft zum Saisonstart fast komplett beieinander

"Ich hoffe und glaube, dass wir die Saison trotz momentan steigender Inzidenzen länger spielen können", sagt Trainer Michael Blondowski. Im Idealfall sogar komplett.

Fast komplett hat er seine Mannschaft zum Saisonstart beieinander. Zumindest was den gesundheitlichen Zustand anbelangt. Das gab es in den vergangenen Spielzeiten nur selten. Allerdings wird er an den ersten Spieltagen auf den einen oder anderen Urlauber verzichten müssen. Ein Problem, das er mit anderen Trainern der Liga teilt. "Aktuell kann ich noch wenig einschätzen", sagt er zur Konkurrenz. "Es ist noch zu früh. Bis man auf dem Stand ist, wo man mal war, vergehen sechs, acht Spiele", meint Blondowski. "Erst dann ist man wieder im Rhythmus. Bis dahin kann man noch nicht viel sagen."

Schwere Frage nach den Favoriten

Kein Problem für die Pfedelbacher. Auch in den Vor-Corona-Pandemie-Zeiten kam das Team erst spät ins Laufen, war nach der Vorrunde stark abstiegsgefährdet, um dann den Klassenerhalt doch noch souverän zu schaffen. Doch nach der langen Pause geht es nun wieder bei Null los. Die Frage nach Favoriten hinterlässt bei Blondowski im Moment eher Fragezeichen. Natürlich hat auch er die Sportfreunde Schwäbisch Hall im Kopf oder den SV Breuningsweiler. Dazu mache der SV Kaisersbach einen gefestigten Eindruck.

"Da ist Eingespieltheit da", sagt Blondowski. "Mir ist es aber auch egal, was die anderen Mannschaften treiben. Mit denen habe ich mich noch nicht groß auseinandergesetzt. Da bin ich viel zu sehr mit meinen Jungs beschäftigt. Aber wenn wir normal in der Birne sind, können wir gegen jeden bestehen." Doch in der Vergangenheit leistete sich sein Team immer mal wieder einen Aussetzer. Wie gegen den TV Oeffingen im WFV-Pokal, als ein individueller Fehler den Sieg kostete. Diese Nachlässigkeiten gilt es zu minimieren.

Schnell in den normalen Saison-Rhythmus finden

Am vergangenen Freitag gelang nun nochmal ein 4:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten SV Leingarten. Am Wochenende hatte der TSV frei. Nun will Blondowski sein Team in den normalen Saison-Rhythmus mit drei Trainingseinheiten pro Woche bringen. "Wenn uns das gelingt, sind wir gut vorbereitet", sagt der Coach. "Wir sind nach der langen Pause schon relativ weit."

Gerade im konditionellen Bereich haben seine Jungs auch dank Adrian Reck gut gearbeitet. Manchmal fehlt Blondowski im spielerischen Bereich aber noch etwas die Aktivität im Team. Der TSV agiert immer wieder zu passiv. Außerdem lassen die Pfedelbacher zu oft die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir besser als in den vergangenen Jahren aus den Startlöchern kommen", sagt Michael Blondowski. "Auch wenn wir ein sehr schweres Auftaktprogramm haben." Am ersten Spieltag geht es zu Türkspor Neckarsulm. Der Drittplatzierte der vergangenen Abbruchssaison. Dann kommt der TV Oeffingen (6.) nach Pfedelbach, bevor in der englischen Woche das erste Derby gegen die SG Sindringen/Ernsbach (Vierter der vergangenen Saison) ansteht.

 

Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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