Neckarsulm mit Arbeitssieg im WFV-Pokal

Fussball  Das erste Pflichtspiel-Wochenende für die überregional spielenden Teams aus dem Unterland endete in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokals mit bescheidenen Ergebnissen. Die beiden Unterländer Landesligisten SV Leingarten und Türkspor Neckarsulm sind hingegen ausgeschieden.

Von unserer Redaktion
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Noah Krieger (links) reagiert in der 28. Minute schneller als die Leingartener Defensive und staubt zum 1:0 für den FSV Hollenbach ab.

Foto: Alexander Bertok

Das erste Pflichtspiel-Wochenende für die überregional spielenden Teams aus dem Unterland endete in der ersten Runde des württembergischen Verbandspokals mit bescheidenen Ergebnissen. Oberligist Neckarsulmer Sport-Union mühte sich am späten Samstagnachmittag beim Verbandsligisten TSV Heimdedingen zu einem glanzlosen 1:0-Arbeitssieg. Zeitgleich unterlag Landesligist Türkspor Neckarsulm dem Staffelkonkurrenten SV Kaisersbach mit 3:4. Am Sonntag musste dann auch der SV Leingarten das Pokal-Aus hinnehmen. Der Landesligist verlor gegen den Verbandsligisten FSV Hollenbach.

 

TSV Heimerdingen – Neckarsulmer Sport-Union 0:1

Am Ende trifft es die Titulierung "Arbeitssieg" – es war ein seriöser Auftritt ohne Glanz und mit nur wenigen spielerischen Highlights der Neckarsulmer Sport-Union. Auf dem engen Platz in Heimerdingen entwickelte sich von Beginn an das erwartete Spiel. Die Gastgeber stemmten sich mit viel Einsatz und Leidenschaft gegen den Favoriten. Die Sport-Union konnte das Plus an Ballbesitz nicht in Torchancen ummünzen. Oft fehlte es zudem an Geschwindigkeit und Passgenauigkeit. Das Spiel war über die gesamte Spielzeit arm an Höhepunkten.

So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe die erste Neckarsulmer Großchance zu notieren war. Nach einem Ballgewinn von Mario Müller legte Lukas Schappes mustergültig für Steven Neupert auf, der jedoch etwas zu hoch zielte. Die Gastgeber kamen in der Folge zu zwei Schussgelegenheiten, die allerdings nicht für Gefahr sorgten.

Im zweiten Durchgang setzte sich der Spielverlauf zunächst nahtlos fort. Die Heimerdinger verteidigten vielbeinig und wurden dabei von der Sport-Union nur bedingt vor Probleme gestellt. Doch in der 59. Minute kam er dann doch, dieser eine geniale Moment. Domenico Botta steckte auf rechts zum durchgestarteten Mario Cancar durch, dessen Hereingabe bugsierte Steven Neupert aus kurzer Distanz ins quasi verwaiste Heimerdinger Gehäuse. 1:0 für die Sport-Union.

Neupert wäre eine Viertelstunde später beinahe noch das 2:0 gelungen, doch sein Schuss aus 15 Metern parierte TSV-Schlussmann Riesch glänzend. Auf der Gegenseite traf Gabriel Fota nach einem Eckball den Ball aus aussichtsreicher Position nicht richtig, so dass Nico Bayha abwehren konnte.

In der dritten Minute der Nachspielzeit bot sich Heimerdingen aber doch noch die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Neckarsulmer Ballverlust im Mittelfeld kam Alexander Frei aus 14 Metern Entfernung an das Leder, sein noch abgefälschter Schuss landete haarscharf neben dem linken Pfosten. So blieb es am Ende beim knappen 1:0-Erfolg der Sport-Union.

Bereits am Mittwoch folgt Runde zwei im WFV-Pokal. Dort tritt die Sport-Union um 18 Uhr beim Oberliga-Überteam SGV Freiberg an.

 

SV Leingarten – FSV Hollenbach 0:2

Die von Gastgeber Leingarten erhoffte Überraschung blieb aus, Verbandsligist FSV Hollenbach machte im Gastspiel beim Unterland-Landesligisten von Beginn an deutlich, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen wird. "Ich glaube, wir haben uns ganz ordentlich aus der Affäre gezogen, zumindest was wir in der Defensive gezeigt haben", bilanzierte SVL-Trainer Yannick Titzmann. "Nach vorne war das aber einfach zu wenig, eine echte Torchance hatten wir nicht."

Der erste Eckball wurde für den SV Leingarten notiert, danach dominierte der Gast die Begegnung. Bereits in der 4. und 5. Minute boten sich Hannes Scherer zwei Möglichkeiten und eine dritte vergab er nach 13 Minuten.

Während Hollenbach spielerisch überlegen war, versuchte der SVL mit großem Kampf und viel Laufarbeit dagegenzuhalten. Doch in der 28. Minute war es soweit, Jonas Limbach zog stramm ab, SVL-Keeper Levent Heimannsberg wehrte den Ball mit den Fäusten ab, doch Noah Krieger stand goldrichtig und staubte zur Hollenbacher Führung ab. In der Folge erspielten sich die Hohenloher weitere aussichtsreiche Aktionen. In der zweiten Halbzeit drückte der FSV weiter. In der 51. Minute kassierte der SVL das 0:2, Michael Kleinschrodt stürmte über links in den Strafraum und schloss erfolgreich ab. Mit Glück und Geschick überstand Leingarten die restliche Spielzeit ohne weiteren Gegentreffer. Wobei sich SVL-Keeper Heimannsberg in der 70. Minute auszeichnete, als er einen Kopfball von Philipp Volkert an die Latte und ins Toraus lenkte. Danach hatte Heimannsberg bei einem Freistoß von Scherer Glück, der ans Aluminium klatschte, glänzte in der Nachspielzeit aber bei einer Doppelchance von Felix Limbach. "Die haben auf dem kleinen Platz alles reingeworfen", lobte FSV-Trainer Martin Kleinschrodt die Unterländer für einen engagierten Auftritt. "Ich habe zudem einen tiefer stehenden Gegner erwartet, so war das Spiel besser anzusehen, als wenn sie ganz hinten drin geständen hätten. Das hat uns aber in die Karten gespielt. "

SV Leingarten: Heimannsberg, N. Werner, Herkert (74. Hajdari), Gashi (66. Yaramaz), Önsöz (55. Kopek), J. Werner, M. Karr. Rieker, Wacker, Leihenseder (74. Wiedmann), Layer.
Tore: 0:1 (28.) Krieger. 0:2 (51.) Kleinschrodt. Schiedsrichter: Bahri Kurz (Wimsheim). Zuschauer: 125.

 

Türkspor Neckarsulm – SV Kaisersbach 3:4

Die Enttäuschung war groß. Nichts wurde es mit dem Einzug in die zweite Runde des WFV-Pokals für den Landesligisten Türkspor Neckarsulm. Die Erstrundenpartie in Amorbach gegen den Liga-Konkurrenten SV Kaisersbach wurde 3:4 verloren. Erneut zeigte die Mannschaft Schwächen in der Defensive.

"Am Ende war es mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft eine verdiente Niederlage", bilanzierte Interimstrainer Bayram Göcmez. "Es ist mit Blick auf die Punktrunde ein Warnschuss. Zwei Wochen vor dem Saisonstart haben wir noch viele Baustellen, die es abzuarbeiten gilt. Vor allem das Abwehrverhalten stimmt noch nicht." Und dabei startete Türkspor verheißungsvoll und erspielte sich in der 10. Minute durch Abwehrspieler Lütfullah Cümen eine exzellente Kopfballchance. Ab Minute 15 wurde Kaisersbach dominanter und ging nach 34 Minuten in Führung. Unbedrängt traf Gökhan Alkan zum 0:1. Für die Gastgeber scheiterte danach Sebahattin Öztürk mit einem Schuss.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb der Gast zunächst spielbestimmend, dennoch erzielte Fabian Czaker in der 49. Minute das 1:1. Kaisersbach agierte unbeeindruckt weiter, ging nach einer Stunde erneut in Führung. Türkspor war nun zwar tonangebend, doch die nächsten zwei Tore zum 1:4 erzielte der Gast in der 70. und 73. Minute. Türkspor gab sich aber nicht geschlagen und drückte auf das Tempo. Zu mehr als dem 3:4 nach Toren von Torjäger Czaker und Abwehrrecke Harun Velic reichte e aber nicht. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde der Neckarsulmer Sharaf Adam mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt.

Türkspor Neckarsulm: M. Yilmaz, Özen, Adam, Videc, Öztürk, Cümen, Önür (66. Sari), E. Velic (45.Erdem), Czaker, H. Velic Harun, S. Yilmaz.
Tore: 0:1 (34.) Alkan, 1:1 (49.) Czaker, 1:2 (60.) Leidenbach, 1:3 (70.) Berger, 1:4 (73.) Berger, 2:4 (78.) Czaker, 3:4 (83.) Velic. Schiedsrichter: Roman Reck (SRG Leonberg).


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