Nächster Trainer-Paukenschlag bei Türkspor Neckarsulm

Fußball  Kuriose Wende beim Fußball-Landesligisten Türkspor Neckarsulm: Kushtrim Lushtaku ist wieder Spielertrainer. Auch dessen Bruder Kreshnik kehrt zurück.

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Überraschung: Kushtrim Lushtaku ist wieder Türkspor-Trainer.

Foto: Bertok

Es ist irgendwie kurios und kommt einmal mehr völlig überraschend: Kushtrim Lushtkau ist wieder spielender Coach von Türkspor Neckarsulm und leitete bereits am Donnerstagabend auf dem Pichterich das erste Training.

Es ist eine Rolle rückwärts, quasi ein Schritt zurück in die Zukunft und der dritte Trainer-Paukenschlag beim Neckarsulmer Landesligisten innerhalb von knapp fünf Monaten. In der vergangenen Saison, Anfang März, wenige Tage vor dem zweiten Corona bedingten Saisonabbruch, trennte sich der auf dem dritten Tabellenplatz liegende Verein von seinem Spielertrainer Lushtaku.

Überraschung vor dem Start in die Saison

Unter dessen Nachfolger Timur Eroglu sollten die Landesliga-Meisterschaft und längerfristig noch höhere Ziele realisiert werden. Doch auch diese Erfolg versprechende Konstellation brach unerwartet auseinander. Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel im württembergischen Verbandspokal überraschte Türkspor Mitte Juli mit der Meldung, man sich habe sich in beiderseitigem Einvernehmen von Eroglu getrennt.

Da so kurzfristig vor Saisonbeginn kein geeigneter neuer Trainer zu finden war, gab es die Lösung mit Bayram Göcmez. Der Sportliche Leiter sollte als Übergangstrainer die Verantwortung übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden wird. Man rechnete damit, dass sich erst nach der Hinrunde in der Winterpause eine endgültige Lösung realisieren lassen würde.

Die Verantwortlichen wollten kein Abenteuer eingehen

Doch nun ist alles ganz anders gekommen. Kusthrim Lushtaku ist zurück. "Ab sofort ist Kushi wieder unser Spielertrainer", bestätigt Bayram Göcmez am Freitagnachmittag. "Wir wollten kein Abenteuer eingehen, nicht ohne einen echten Trainer in die Saison starten und haben daher wieder das Gespräch mit Lushtaku gesucht. Wir kennen ihn und wissen, was wir an ihm haben, er hat für Türkspor gute Arbeit geleistet. Das ist für uns die beste Lösung." Schließlich sei man ja im März nicht im Unfrieden, sondern in aller Freundschaft auseinander gegangen.

"Wir waren einige Tage in Kontakt und haben uns ausgetauscht, ob es wieder etwas werden könnte, am Donnerstagabend wurde dann alles fix gemacht", sagt Lushtaku, der auch wieder seinen Bruder Besart als Co-Trainer an die Seite gestellt bekommt. Der zuvor verpflichtete Tufan Tok ist damit nicht mehr als Assistent im Amt.

Lushtaku war mit seiner Mission noch nicht am Ende

"Ich war mit meiner Mission bei Türkspor noch nicht am Ende", nennt Lusthaku einen der Gründe, die ihn zur Rückkehr bewogen haben. Das Saisonziel ist klar. "Wir wollen in der Landesliga ganz vorne mitspielen", sagt Lushtaku. Doch nicht nur Kushtrim und Besart sind zurück, auch Kreshnik, der jüngste, der Lushtaku-Brüder wird künftig wieder das Trikot von Türkspor tragen, ist aktuell aber im Urlaub. Dieser spielte zuletzt in der 1. Liga im Kosovo. "Kushtrim ist ab sofort spielberechtigt und wird am Sonntag im Heimspiel zum Saisonauftakt gegen den TSV Pfedelbach im Kader stehen", sagt Göcmez.

Türkspor startet nun mit mehr Zuversicht in die Saison, da der Spielerkader jetzt an Leistungsstärke zugelegt hat. Doch gegen den TSV Pfedelbach (So. 15 Uhr) sind noch keine Wunder zu erwarten, Mannschaft und Trainer müssen sich erst auf die Situation einstellen. "Es sind einige neue Spieler hinzugekommen, ich muss das Team erst wieder kennenlernen und ihr meine Spielweise aufdrücken", sagt Lushtaku. "Ich bin voll motiviert und im Kader steckt viel Potenzial. Es gilt das Beste daraus zu machen."


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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