Matarazzo sorgt sich nicht übermäßig wegen Corona

Fußball  Keine Virus-Schlagzeilen beim VfB Stuttgart, keine Corona-Turbulenzen durch Infektionsfälle in der Mannschaft - der Bundesliga-Aufsteiger ist gut durch die vergangenen Wochen gekommen. Nach dem positiven Test bei Hertha-Profi Mattéo Guendouzi weist der VfB-Arzt die Spieler nochmals darauf hin, wie sie sich zu verhalten haben.

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Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo.

Jetzt geht es nach Berlin. Dorthin, wo die Coronakrisen-Lage schlecht ist. Noch schlechter als in Baden-Württembergs Landeshauptstadt. Sorgen mache er sich aber nicht, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo, "weil wir alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen". Die VfB-Profis wissen, was Sache ist. Es gab nochmals Hinweise zum erforderlichen Verhalten. "Unser Arzt war bei der Mannschaft und hat den Jungs erzählt, was sinnvoll ist und was wir erwarten."

Keine Partys feiern, das zuerst.

Bei der Hertha gibt es aktuell einen ziemlich frisch mit dem Coronavirus infizierten Profi. Neuzugang Mattéo Guendouzi, vom FC Arsemal ausgeliehenes Mittelfeld-Talent, ist positiv getestet worden. Erst am Dienstagnachmittag. Ein zweiter Test, der am Mittwoch durchgeführt wurde, bestätigte das Ergebnis. Guendouzi, so der Berliner Bundesligist, sei isoliert worden und befände sich nun für zehn Tage in Quarantäne. Der Franzose zeige keine Symptome und es gehe ihm gut.

Keinen Kontakt zur Mannschaft

Weitere Maßnahmen seien nicht notwendig, teilte der Tabellen-13. mit, der für Donnerstag eine Medienrunde mit dem Kapitän der französischen U21-Nationalmannschaft angesetzt hatte. Mattéo Guendouzi habe nach seiner Rückkehr vom Auswahlteam keinen Kontakt mit der Hertha-Mannschaft oder anderen Mitarbeitern gehabt.

Während für den VfB Stuttgart schon jetzt ziemlich klar ist, dass die Heimpartie am 23. Oktober gegen den 1. FC Köln ohne Zuschauer auf den Stadiontribünen stattfinden muss, soll im Corona-Risikogebiet Berlin an diesem Samstag noch mit Hertha-Fans auf den Rängen gespielt werden. Die Hertha geht weiterhin von bis zu 5000 Zuschauern im Olympiastadion aus. Der Verein stehe im engen Austausch mit den Behörden, diese hätten bestätigt, dass die Begegnung gegen den VfB Stuttgart nach wie vor so durchführbar sei, sagte Hertha-Sprecher Marcus Jung am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Partie.

Herthaner beharren nicht auf Zuschauer

Jung stellte aber angesichts der Infektionszahlen in Berlin klar: "Wir beharren nicht auf irgendwas."

Fans im Stadion oder auch nicht - auf die "bekannte Zuschauerfrage" will VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nicht mehr groß eingehen. Es sei alles gesagt. "Es macht mehr Spaß, Fußball zu spielen mit Zuschauern mit Zuschauern im Stadion." Aber: "Wir können es nicht ändern."

Und: Er habe "vollständiges Vertrauen" in die Entscheidungen der Behörden.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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