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Marco Öhler vom TSV Botenheim schießt sich per Fallrückzieher ins Sportstudio des ZDF

Der 31-jährige Kreisligafußballer vom TSV Botenheim setzt sich mit einem sehenswerten Treffer im Voting durch und sucht eine Torwand zum Üben. Erst OP-Termin, dann TV-Termin in Mainz.

Alexander Bertok
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Marco Öhler hat es geschafft. Der Stürmer des Unterland-A3-Tabellenführers TSV Botenheim erzielte in dieser Saison bereits 20 Tore, ein besonders schönes bringt ihn jetzt an die legendäre Torwand ins aktuelle Sportstudio des ZDF.

Beim 2:0-Sieg am 19. September gegen Türkgücü Eibensbach traf der Stürmer spektakulär zum 2:0. Es war ein Fallrückzieher aus elf Metern, der als Aufsetzer den Weg ins gegnerische Netz fand. Selina Sperling, die Freundin von Öhler-Sturmkollege Sebastian Haußmann, hatte dieses Tor mit ihrem Smartphone gefilmt.

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"Das Tor selbst war jetzt kein Zufall, dass Zustandekommen aber schon", schildert Öhler die Szene vor seiner Flugeinlage. "Es war ein Freistoß, der eigentlich anders den Weg ins Tor finden sollte. Über Umwege kam der Ball dann aber zu mir. Dass ich einen Fallrückzieher mache, darüber war ich mit dann schnell klar."

Kräftig die Voting-Werbetrommel gerührt

Michael Kühne, Spielführer der Botenheimer zweiten Mannschaft, sorgte dann dafür, dass diese Szene über "fussball.de" zur Abstimmung für eine Einladung in ZDF-Sportstudio eingestellt wurde. Marius Schuhmacher, beim TSV für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, rührte kräftig und letztlich erfolgreich die Voting-Werbetrommel.

"Ich habe aber tatsächlich schon schönere Tore per Fallrückzieher erzielt, die wurden aber leider nicht gefilmt", erzählt der 31-jährige Industriemechaniker. Fünf Tage lang konnte auf "fussball.de" abgestimmt werden. Am Montagmittag war es dann klar, Öhler hatte sich mit 543 Stimmen gegen je einen Mitbewerber vom TSV Waldkappel (442) und SV Bischofsmais (109) deutlich durchgesetzt. "Um14.34 Uhr erhielt ich die Mail mit der Nachricht, dass ich gewonnen habe", erzählt Öhler.

Drei oben, drei unten am 29. Januar

Die Freude, es geschafft zu haben, ist groß, doch befürchtet Öhler: "Kurz vor meinem Auftritt wird die Nervosität kommen." Der Termin für seine Fahrt zum ZDF nach Mainz steht. Am 29. Januar ist es soweit. "Eigentlich war mein Auftritt im Sportstudio bereits für diesen Samstag geplant", erzählt Öhler, dass er an diesem Donnerstag am Sprunggelenk operiert wird und der Termin daher verschoben werden musste.

Marco Öhler schießt sich per Fallrückzieher ins Sportstudio des ZDF
Tore zu schießen, das ist das Markenzeichen des Botenheimer Stürmers Marco Öhler. Ein besonders spektakulärer Treffer beschert dem 31-Jährigen im Januar nun einen Besuch beim ZDF in Mainz. Foto: Alexander Bertok

Vier Wochen muss Öhler nach seiner OP mit dem Sport pausieren. "Es ist ein kleiner Eingriff", glaubt Öhler nicht, dass dieser seiner Treffsicherheit schadet. Knapp zwei Wochen bleiben ihm ab Mitte Januar für Trainingseinheiten. "Ich bin tatsächlich auf der Suche, ob jemand eine Torwand hat, um etwas üben zu können", sagt Öhler. Aber er habe noch niemand gefunden, der ihm eine zur Verfügung stellen kann.

Zwei Vorsätze: an der Torwand durchsetzen und aufsteigen

Und so hat Marco Öhler für das neue Jahr schon jetzt zwei sportliche Vorsätze: sich an der Torwand gegen einen noch nicht bekannten Promi durchsetzen und dann im Frühjahr mit dem TSV Botenheim als Meister der Kreisliga A3 wieder in die Bezirksliga aufsteigen.

"Der Aufstieg war schon vor Saisonbeginn unser großes Ziel", sagt Öhler. Und bei vier Punkten Vorsprung auf den Verfolger SGM MassenbachHausen sieht es ja auch durchaus ganz gut aus. "Gut ausgesehen hat es auch in den vergangenen zwei Jahren, bis uns jeweils Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht hat", sagt Öhler, der nun aber den Fokus zunächst auf das Torwandschießen legt. Schließlich sollen seinem Tor gegen Türkgücü Eibensbach im aktuellen Sportstudio weitere folgen.

 

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